Noch zieht niemand zurück

Nachfrage bei den Bürgermeisterkandidaten am Tag nach der ersten Wahlrunde.

ENDINGEN. Am Tag nach dem ersten Wahlgang zeichnete sich noch nicht ab, wie das Bewerberfeld bei der Bürgermeisterwahl am 2. Dezember aussehen wird. Derweil startet Tobias Metz nach seinem eindeutigen Sieg am Sonntag "motiviert in die nächsten drei Wochen".

Wer macht weiter, wer steigt aus? Und wer bewirbt sich möglicherweise neu? Antworten auf diese Fragen gab es am Montag noch nicht.

Felix Fischer (27), am Sonntag Zweiter mit deutlichem Rückstand auf Metz, will sich erst am Mittwoch kurz vor Ablauf der neuerlichen Bewerbungsfrist entscheiden. Der Jurist zeigte sich im BZ-Gespräch "ein Stück weit geschockt darüber, wie Menschen, die einen unsachlichen Wahlkampf führen, so gut abschneiden können". In den Gesprächen mit den Bürgern habe es sich für ihn persönlich "nach mehr angefühlt". Er sei aber mit seinem Wahlkampf zufrieden. Er habe fair gekämpft, sei mit sich im Reinen und habe sich nichts vorzuwerfen.

Andreas Schmidt teilte auf BZ-Anfrage mit, er müsse sich mit dem Ergebnis der Wahl noch weiter befassen und werde seine Entscheidung erst im Lauf des Dienstags treffen. Bis dahin werde er keine Kommentare abgeben. Auch Jörg Dengler äußerte sich am Montag nicht. Werner Semmler bestand nach BZ-Anfrage auf einem ungekürzten Abdruck seiner Stellungnahme, was die BZ ablehnte.

Derweil freute sich Tobias Metz am Tag danach im BZ-Gespräch über das klare Votum und den großen Vertrauensbeweis und dankte den Endingern für die vielen Stimmen und die in seinen Augen gute Wahlbeteiligung. Er gehe "sehr motiviert" in die nächsten drei Wochen, das Ergebnis vom Sonntag gebe ihm viel Rückenwind für die weitere Arbeit. Den Rücken stärkte ihm am Sonntagabend auch seine ganze Familie, die es sich nicht habe nehmen lassen, auf den Endinger Marktplatz zu kommen. Nun müsse man schauen, wie sich das Bewerberfeld für den entscheidenden Wahlgang am 2. Dezember darstellt. Er nehme den Wahlkampf weiterhin sehr ernst.

Die Stadtverwaltung prüfte am Montag die Stimmen für sonstige Personen, die von Wählern auf den Stimmzetteln vermerkt worden waren. Am Wahlergebnis änderte sich dadurch kaum etwas. Bei nunmehr 5136 gültigen Stimmen kam Tobias Metz letztlich auf 44,51 Prozent, Felix Fischer auf 19,12 Prozent, Andreas Schmidt auf 18,54 Prozent, Jörg Dengler auf 11,68 Prozent und Werner Semmler auf 5,98 Prozent. Neun Stimmen (0,18 Prozent) gingen an mehrere Endinger Bürgerinnen und Bürger, die laut Gesetz wählbar waren. Eine genannte Person war zu alt, die andere zu jung.

Ein Dossier zur Wahl gibt es unter http://mehr.bz/endiwahl18
von Martin Wendel
am Di, 13. November 2018

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