Kommentar

OB Eberhardt - eine klare Entscheidung

Auf Eberhard Niethammer folgt Klaus Eberhardt. Das ist seit Sonntagabend kein Running Gag mehr sondern Gewissheit. Zwar hat nicht einmal die Hälfte der Bürger vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, die 44 Prozent, die es taten, wollten die Zukunft der Stadt aber nicht dem Zufall überlassen, sondern ihrer Stimme. Ein Wahlkampf, in dem zwei Spitzenkandidaten die Chefetage des Rathauses zum Ziel hatten, ist zu Ende. Der Wahlausgang steht für ein solides Fundament, auf dem sich aufbauen lässt. Die Diskussionen um Transparenz im Amt des Oberbürgermeisters und die FFF-Plakatkampagne, die zeitgleich ablief, haben nicht unbedingt erwarten lassen, dass Klaus Eberhardt beim Wähler nur punktet. Er selbst hat eingeräumt, dass ihm dieses Streitthema Sympathien kostet. Umgekehrt hat es ihm aber wohl die Sympathie all derer gebracht, die davon überzeugt sind, dass der Weiler Bürgermeister die entscheidenden Voraussetzungen mitbringt, um als Oberbürgermeister in Rheinfelden der Mann ihrer Wahl zu sein. Die OB-Wahl hat wieder bestätigt, dass es in der Frage, wer an der Spitze einer Stadt steht um die Persönlichkeit geht. Die klare Mehrheit der Wähler traut es Klaus Eberhardt zu, diese Aufgabe überparteilich im Interesse der Stadt auszufüllen. Es wäre der weiteren Entwicklung zu wünschen, dass die unterlegene Seite bei dieser OB-Wahl mit dem Votum ihren Frieden macht und anerkennt, dass dies der Mehrheitswille ist. Die Bürger wollen einen unbelasteten Neuanfang. Der gelingt am besten, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen.

von Ingrid Böhm-Jacob
am Mo, 23. April 2012


Badens beste Erlebnisse