Besuch

Papst in Freiburg: Wohin nur mit all den Gläubigen?

Benedikt XVI. besucht die Green City - und mit ihm kommen zum Freiluftgottesdienst Heerscharen von Gläubigen. Experten rechnen mit 300.000 plus x. Doch wohin mit ihnen? Etwa ins Badenovastadion.

Der Papst kommt am 24. und 25. September 2011 nach Freiburg – und mit ihm kommen sehr viele Gläubige. 300 000 plus x, sagen Experten, die sich auskennen. Das sind ganz neue Dimensionen für die Green City, die auf ihre Art natürlich längst eine Pilgerstätte ist. Seit Jahren lassen sich hier Ökofachtouristen aus aller Welt vom Segen der Solarenergie oder der Mülltrennung überzeugen und bewundern Menschen, die ganz ohne Umweltsünden leben.

Der Papst besucht nicht das Vauban, sondern das Münster. Geplant ist auch ein Freiluftgottesdienst, was die Stadt ein wenig in die Bredouille bringt. Wo findet sich ein Platz, der groß genug dafür wäre? Der Sportclub Freiburg hat gleich das Badenovastadion angeboten – vielleicht in der Hoffnung, dass nach dem Besuch auf dem dann heiligen Rasen noch mehr Freiburger Tore fallen. Doch auch die Kapazität des Stadions reicht bei weitem nicht aus. Das ist wiederum kein Wunder, klagt doch der SC selbst über die beengten Verhältnisse in seiner Spielstätte, der zudem für internationale Auftritte aller Art bekanntlich fünf Meter in der Länge fehlen.

Der Papst wird am Ende wohl in Freiburg eine ausreichend große Fläche finden – dort, wo auch der SC am liebsten eine neue Arena bauen würde: auf dem Flugplatz nahe der Messe ganz im Westen der Stadt. Doch im Januar wird erst einmal der päpstliche Reisemarschall nach Freiburg kommen und die Dinge ganz genau in Augenschein nehmen.

Schon jetzt merkt man: Zwischen dem Politikergipfel mit Merkel und Sarkozy und dem Papstbesuch wird ein himmelweiter Unterschied liegen. Dabei fiel bereits beim Gipfel mancher Freiburger ob der Absperrungen und der hohen Polizeipräsenz fast vom Glauben ab und tat das, was der Freiburger gerne tut: Er regte sich so richtig auf. Schon beim Gipfel sagten viele Offizielle: Wir üben nur für den Papst. 1000 Detailfragen müssen nun bis zum September geklärt werden. Zum Beispiel: Darf das Papamobil auch ohne Umweltplakette auf den Münsterplatz? Mehr zum Thema:
von rö
am Mi, 15. Dezember 2010

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