Energie-Buffet 14 (25. September 2008)

"Pils meet Pilz"

Eine thematische Gaumenreise passend zur Jahreszeit beim Badenova-Energie-Büfett

LAHR. Pilz und Pils passen gut zusammen. Das zeigte sich beim Badenova-Energie-Büfett. Andreas und Thomas Feißt vom Kochkunst-Bistro Feißt bereiteten eine "thematische Gaumenreise" passend zur Jahreszeit. Dabei hatten sie prominente Unterstützung: Bürgermeister Thomas Schäfer aus Seelbach half bei der Vorspeise – Steinbutt auf Steinpilzen mit Spaghetti – und Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller kreierte zum Vergnügen der 36 Gäste etwas eigenwillig handgeschabte Spätzle.

Aber wer gut isst, soll auch Sport treiben, und so zeigte der Vorstandsvorsitzende der Badenova ,Thorsten Radensleben, warum er als Basketballer so viel Erfolg hatte. Alle Bälle wurden versenkt, staunten die Besucher und wandten sich dann wieder den Gaumenfreuden zu. Schwierige Entscheidungen waren zu treffen: Welches Bier zum Dessert? Ein dunkles Weizen oder lieber den "bronzierten Typ" von der Schlossbrauerei Schmieheim? Oder vielleicht doch das unfiltrierte, leicht hefetrübe Geroldsecker, ein Chrysantus in Vorfreude auf die Chrysanthema? Ivan Sabljo, der in geschulter Manier an der Pro-Bier-Theke einschenkt, hat da eine eindeutige Meinung: Egal welches Bier, Hauptsache es ist nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut.

Wer sich beim Bier nicht entscheiden kann, folgt ganz einfach dem Rat der Experten: Zum Nachtisch muss es Wein sein, und zwar lieblicher. "Süß und süß gesellt sich gern", heißt die Erklärung. Auf keinen Fall aber darf süßer Wein zur sahnigen Champignoncremesuppe getrunken werden, verraten die Kochkünstler. Dazu gehört ein spritziger Wein mit schöner Säure, dezenter Frucht und "auch etwas Mineralisches".

Zum Nachtisch:

der Hieronymuspudding

Der Steinbutt liegt jetzt nass-glänzend bereit, liebevoll fährt Thomas Feißt über die grau-glänzenden Schuppen und erklärt, wie der Steinbutt zu seinem Namen kommt: Hier und da sind kleine steinchenartige Erhebungen zu fühlen. Andreas Feißt kocht gern Pilze und Fisch, im Winter isst er aber selber am liebsten etwas Herzhaftes, Schlachtplatte und Sauerkraut, verrät er.

Doch viel Zeit zum Reden haben die beiden nicht. Da muss aufgepasst werden, dass der Rehrücken mit Pfifferlingstapanade zur Hauptspeise genau die richtige Temperatur hat, dass die kulinarische Begleitung Apfel-Mandel-Preiselbeeren mit Rosinen zur rechten Zeit fertig ist. Und dann zum Nachtisch der Hieronymuspudding mit Austernpilzen, das Bier-Eis und das Schwarzbier-Sabayon, abschließend das Vanille-Espumas (Schaum). "Wie wird das denn zubereitet?", will die ältere Dame aus Mietersheim wissen. Wer das nachkochen will, erfährt, dass man für die Espumas einen eigens dafür geeigneten Spender füllen und kalt stellen muss. Eine schöne Lernaufgabe für lange Winterabende", meint der Ehegatte schmunzelnd.

"Es war wieder einmal ein toller Erfolg", freute sich Rolf Löschtrog, Leiter Marketing und Vertrieb, als die Gäste sich gegen Mitternacht verabschiedeten. Das Energie-Büfett der Badenova findet im zweiten Jahr statt. "Die Idee kam uns, weil Koch-Events derzeit sehr beliebt sind", erklärt Löschtrog. Als regionaler Versorger soll ein gewünschter Nebeneffekt energiearmes Kochen sein. Die Veranstaltungen in der Reihe finden einmal im Monat statt. Der Erlös wird für einen wohltätigen Zweck gespendet. Welcher Organisation das zugute kommen soll, wird noch entschieden.

Das nächste Büfett findet übrigens am Donnerstag, 30. Oktober, statt. Kulinarisches Thema des Abends ist "Kaiserthron & Storchenturm" – kulinarische Grüße aus Japan.
von Renate Tebbel
am Mo, 29. September 2008

Badens beste Erlebnisse