Priorität sollen bei ihm die Kinder haben

OB-Kandidat Klaus Springer präsentiert sein Wahlprogramm und will den Wohlstand Rheinfeldens sichern.

RHEINFELDEN (rs). Klaus Springer, Kaufmann und Jurastudent aus Weil am Rhein, hat sein Wahlprogramm für Rheinfelden zusammengestellt und seine Motivation erläutert, sich als Oberbürgermeister für Rheinfelden zu bewerben: Er sieht darin "eine echte Chance mich beruflich zu verbessern" – und in acht Jahren etwa eine Million Euro zu verdienen. Dafür will er den Rheinfeldern nach eigenem Bekunden auch eine sehr gute Leistung zeigen und den Wohlstand sichern – gerade für Kinder, die ihm "sehr wichtig" sind. Er will alle Schul- und Kindergartenwege ausbauen, neue Radwege anlegen.

Bei der Kinderbetreuung setzt er auf "Ganzheitlichkeit": Vom Schutz des werdenden Lebens über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis zur frühkindlichen Bildung. Springer will dafür sorgen, dass Kinder chancenreich aufwachsen, Rheinfelden solle eine "Kinderstadt" sein. Über das Landeserziehungsgeld will er gemeinsam die materielle Sicherheit für Familien verbessern. Barrierefreies Wohnen und eine "glatte Steinspur" für Rollstuhlfahrer durch die Innenstadt und die Stadtteile sind weitere Stichwörter seines Programmes.

Auch über die Finanzen hat sich der Kandidat Gedanken gemacht: "Ich werde die Schulden, die Rheinfelden in den letzten Jahren angehäuft hat, auflösen." Gelingen soll dies durch ein "neues Werbekonzept der Landesregierung", das kapitalkräftige Unternehmer nach Rheinfelden locken soll. "Ich möchte die Innenstadt und die Stadtteile beleben", so Springer. Die Innenstadt habe man verkommen lassen, so Springer wörtlich, "da hätte man schon lange Läden einrichten und Arbeitsplätze schaffen können". Derzeit, so sagt Springer, kämen auf einen freien Arbeitsplatz in Rheinfelden etwa 100 Bewerber. Er will Rheinfelden "wieder zum Wirtschaftsmotor unserer Region" machen und die Auftragsbücher füllen. "Die Stadt soll künftig durch Kompetenz, Qualität, freundliche Sauberkeit und Zuverlässigkeit glänzen,"Arroganz und Unternehmerfeindlichkeit" will er "abbauen". Investierende Kaufleute will er holen, das könnten Schneider sein, Drucker oder Maschinenbauer. "Also die ganze Palette von Menschen, die im Norden und Osten keine Existenz haben oder sich einfach nur bei uns an der Grenze verbessern möchten", so Springer. Er meint, dass die Stadt in den letzten zehn Jahren zwar 40 Prozent Zuzug hatte, dass aber genau so viele Menschen auch wieder weggezogen sind.

Springer stellt die These auf, dass die Sauberkeit einer Stadt mit der "Infrastruktur zum gern do läbe" Kaufleute mit ihren Familien anzieht, gerade die aber fehlten.

Zu guter letzt betont Springer: "Ich bin froh, dass mich die CDU nicht offiziell als Kandidat unterstützt, obwohl ich Mitglied bein. So bleibe ich unabhängig." Er habe ein gutes Team und Freunde und genieße "Unterstützung bei der Polizei und in der Verwaltung".

Ein Dossier zur Wahl finden Sie im Internet unter http://mehr.bz/obwahl-rheinfelden
von rs
am Sa, 24. März 2012


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