Reichswaisenhaus-Areal

Projekt Altenberg: Dreiviertel der Fläche bleibt unbebaut

Was wird aus dem Reichswaisenhaus-Areal? Im Vorfeld der Bürgerinformation hat der Investor die überarbeitete Planung veröffentlicht. Die überbaute Fläche soll unter unter 15 Prozent liegen.

In ihrer Pressemitteilung zeigt sich das Unternehmen überzeugt, mit dem Entwurf die Wünsche der Bevölkerung aufgegriffen zu haben. Der Anteil der überbauten Fläche liege inklusive der beiden Baudenkmäler unter 15 Prozent. Mit über 75 Prozent Wald und Grün stelle das Projekt auf dem über sechs Hektar großen Areal großzügige Frei-, Gemeinschafts- und Spielflächen bereit. Die restliche Fläche verteile sich auf öffentliche Verkehrsflächen.

Erneut betont der Investor, dass Lahr mit dem Reichswaisenhaus-Areal ein Projekt mit hoher Aufenthaltsqualität erhalte, das auch den vor dem Hintergrund des rasanten Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums dringend benötigten Wohnraum bietet. "Auch die Einwände der Bürger haben letztendlich dazu beigetragen, dass das Gesamtareal noch familienfreundlicher und offener gestaltet wird", wird Uwe Birk, der Vorstand der DBA Deutsche Bauwert AG zitiert. Er sei sicher, dass der Bebauungsplan nach dem Bürgerentscheid zum Wohl der Stadt Lahr im Sinne der Bauwert geändert wird, und der Weg frei sei für das Wohnprojekt Reichswaisenhaus.

Verantwortlich für den neuen Entwurf sei das Architekturbüro h4a (Düsseldorf, München, Stuttgart), das auf die Einwände und Besorgnisse der Bürger reagiert habe. Besonderes Augenmerk hätten Bauherr und Architekten dabei auf einen behutsamen Umgang mit den beiden Baudenkmälern Thaeder- beziehungsweise Reichswaisenhaus (später Bürklin-Schauenburg-Haus genannt) gelegt sowie auf die sorgsame Integration der Mehrfamilien-, Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften in das Gesamtareal. Uwe Birk spricht in der Mitteilung von einem stimmigen Gesamtprojekt, das die zahlreichen Wünsche der Bevölkerung aufgegriffen und durch seine ästhetische Architektur und Formensprache das historische Areal in besonderer Weise gewürdigt habe. "Ich bin überzeugt, dass der neue Entwurf den Bedürfnissen der Stadt gerecht und somit ein Projekt aller Lahrer Bürgerinnen und Bürger wird."

Der neue Entwurf setze auf fließende Formen, dezente Fassaden, Naturmaterialien und viel Glas, um die Wohngebäude harmonisch in den Hang und dessen Natur zu integrieren. Der stadtbildprägende Charakter der beiden solitären Baudenkmäler bleibe trotz der Umbauung in seiner bisherigen Form vollständig erhalten, heißt es in der Mitteilung.

Diplomingenieur Martin Gessert, Geschäftsführer von h4a Architekten, sieht durch die Verbindung zum Naturraum sowie die Vermittlung zwischen diesem und dem angrenzenden besiedelten Raum das Areal aufgewertet. Die Architektengruppe hatte sich im Wettbewerb um das Reichswaisenhaus-Projekt gegen vier weitere Anbieter durchgesetzt. Die Deutsche Bauwert hat in Lahr bislang bereits die Projekte "Wohnen am Hohbergsee", das ehemalige Kasernenareal und "Villa Graf Zeppelin" realisiert und sie entwickelt das Projekt "Quartiersplatz" auf dem Entwicklungsareal Kanadaring – insgesamt rund 500 Wohnungen.

weitere Artikel im Dossier zum Altenberg
von dü
am Fr, 10. März 2017 um 15:51 Uhr

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