Coronavirus in Freiburg

Regelung am Uniklinikum: Wer gesund ist, darf zur Arbeit kommen

Das Elsass gilt nun auch offiziell als Risikogebiet – anders als so manche Firma stellt die Universitätsklinik Freiburg dennoch nicht alle Mitarbeiter, die von dort pendeln, pauschal frei.

"Wir können das nicht machen, dass wir alle Menschen aus Risikogebieten vorsorglich bitten, 14 Tage zu Hause zu bleiben", erklärt Benjamin Waschow, der Pressesprecher des Freiburger Uniklinikums. Ansonsten könne man die Patientenversorgung an der Uniklinik nicht aufrechterhalten. "Hier sind schwerkranke Menschen, die behandelt werden müssen", sagt Waschow.

Bereits bei Mitarbeitern, die ihren Urlaub in Risikogebieten wie Südtirol verbracht hatten, sei man so verfahren, dass diese sich beim Betriebsärztlichen Dienst meldeten und dort eine individuelle Risikoabschätzung vorgenommen worden sei. Dies werde nun auch im Fall des Elsass angewandt. In der Regel werde so verfahren: "Wer gesund ist, kommt zur Arbeit", so Waschow. Mitarbeiter aus Risikogebieten werden an der Uniklinik demnach auch nicht pauschal täglich auf das Coronavirus getestet. Sobald jemand Krankheitssymptome zeige, werde reagiert, so Waschow weiter.

Am Uniklinikum Freiburg sind Waschow zufolge rund 80 Mitarbeiter aus dem Elsass beschäftigt – von rund 12.000 Beschäftigten. Auch angesichts der laufenden Grippewelle sei es nicht möglich, einen Teil der Mitarbeiter ohne konkreten Verdacht zu Hause zu lassen, so Waschow.

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von Katharina Meyer
am Mi, 11. März 2020 um 19:28 Uhr

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