In der Krise

RHEINFÄLLE: Keine Zeit für Unvernunft

Wenn man sieht, wie im italienischen Bergamo nachts Militärlaster Leichen abholen, weil die Krematorien nicht mehr hinterherkommen, bleibt einem vor Schreck die Sprache weg. Und nur übrig, der großen italienischen Gemeinschaft in Laufenburg und Murg Trost auszusprechen und die Hoffnung, möglichst wenige ihrer lieben Verwandten mögen unter den Opfern sein. Das Leid, das über Italien gekommen ist, ist in Worten kaum zu fassen. Und manchmal ist es noch lähmender zu wissen, dass wir selbst gerade erst am Anfang dieser Katastrophe stehen. Die umso schlimmer werden wird, je weniger wir die Ratschläge befolgen, uns zurückzuziehen, persönliche Kontakte einzuschränken und die gängigsten Hygieneregeln strikt einzuhalten. Wir haben keine Zeit mehr. Wenn wir jetzt, im Frühling, vernünftig sind, dürfen wir vielleicht im Sommer wieder unvernünftig sein.
von Michael Krug
am Sa, 21. März 2020

Badens beste Erlebnisse