Rock, Pop und Rap am Altrhein

Baden-Württemberg hat den Sound: Neuenburg hat sein Jugendkulturfestival am 23. und 24. Juli zum Heimattage-Event gemacht.

NEUENBURG AM RHEIN. Möglichst kein Regen, dann passt’s: Dann kann es am 23. Juli mit dem Jugendkulturfestival in Neuenburg losgehen. Erwartet werden an jedem der zwei Abende 1500 bis 2000 Jugendliche aus der ganzen Region. Schließlich kommen Stars wie Jennifer Rostock und Die Happy an den Rhein. Außerdem steigt dort eine Hiphop-Party, vorab gibt’s noch einen Breakdance-Wettbewerb. Das Ganze nennt sich K-FE als Abkürzung für Kulturfestival. Doch eigentlich gehört auch diese Veranstaltung zu den Heimattagen – mit dem offiziellen Titel: Baden-Württemberg hat den Sound.

Zurzeit läutet im Neuenburger Jamhouse, dem städtischen Jugendbüro, ständig das Telefon. Manager wollen wissen, wann ihre Bands auftreten und ob ihnen alle Essens-, Getränke- und sonstigen Wünsche erfüllt werden. Dann kommt Backstage-Manager Marc Steinbach schon mal ins Schwitzen. Ansonsten wirken die Beteiligten ruhig und routiniert: Es ist nicht das erste Jugendkulturfestival in Neuenburg.

Doch es steht zum ersten Mal in Verbindung mit den Heimattagen, und deshalb findet manches auch zum ersten Mal statt. Dazu gehört das Finale von "Baden rockt", bei dem die Gewinner von sechs Nachwuchswettbewerben musikalisch gegeneinander antreten werden. Darunter ist die Band "3samkeit", die erst vor wenigen Wochen den Music-Star(t)-Contest in Neuenburg gewonnen hat.

Erstmals wird auch ein trinationaler Breakdance-Battle mit Teilnehmern aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz stattfinden. Organisiert wird dieser vom Haus der Jugend in Freiburg. Danach folgen die regionalen Rapper Bizzy Montana, Xtreme, T.Time & Crew, SenzzeS, Amok, Jakson, Funky Fresh, Geroy und K-Pak bei der großen Hiphop-Pary im Zirkuszelt, die bis zwei Uhr nachts dauern wird. Viele der Rapper sind aus dem Müllheimer Jugendhaus hervorgegangen, denn in dessen Studio haben sie Musik und ihre ersten Aufnahmen gemacht, wie Stadtjugendpfleger Bernd Jahn erzählt.

Mit ihm und Jugendreferentin Jana Ibscher aus Heitersheim hat der Neuenburger Kinder- und Jugendbeauftragte Wolfgang Gerbig das Festival auf die Beine gestellt. Gemeinsam haben sie mehr als 50 freiwillige Helfer gefunden – Jugendliche und junge Erwachsene.14 von ihnen gehören zu einem Internationalen Jugendcamp, dessen Teilnehmer aus ganz Europa kommen und für 14 Tage im Jamhouse wohnen. Denn das K-FE ist von Jugendlichen für Jugendliche. Was manchen Star dazu bewegt, auf Extrawünsche zu verzichten zugunsten begeisterter Fans, die zu jugendfreundlichen Preisen vor den Bühnen am Altrhein und im Zirkuszelt dabei sein können: Das Tagesticket kostet 12 Euro, das Zweitagesticket 20 Euro.

Für Jugendliche aus Nachbargemeinden fahren Sonderbusse der SWEG, die sie abends auch wieder zurück bringen. Die Abfahrtszeiten stehen auf den Programmflyern, die an Schulen und in Jugendhäusern verteilt wurden. Wer mit dem Zug kommt und nachts nicht mehr heim, darf vorm Festivalgelände zelten.

Wegen der Zuschüsse aus dem Heimattagetopf und dank der Sponsoren stehen fürs K-FE 85 000 Euro zur Verfügung, wie Gerbig sagt. Innerhalb der Heimattage sei das Festival die Veranstaltung mit dem größten Risikofaktor: Niemand weiß, wie viele jugendliche Gäste kommen.

Infos und Karten gibt’s im Jamhouse Neuenburg unter Tel. 07631/793614 und unter http://www.jamhouse-neuenburg.de
von Andrea Drescher
am Fr, 16. Juli 2010

FESTIVAL-PROGRAMM

- Freitag, 23. Juli: Einlass ab 16 Uhr.

Zirkuszelt: ab 17 Uhr Breakdance-Battle, ab 21 Uhr HipHop-Party; Hauptbühne: ab 20 Uhr spielen Ohrbooten, The Refrigerators, Luis & Lazerpower, Das Pferd und Sprücheküche

- Samstag, 24. Juli: Einlass 16 Uhr.

Zirkuszelt: ab 17 Uhr Finale "Baden rockt" mit Spirit Of The Lost Tales, Sonic Avalanche, DiNG, Crunchy Fried Chick, 3samkeit, Funkskirt; ab 20 Uhr spielen Cornerstone, The second, Die Leute, Caneheads; Hauptbühne: ab 19.30 Uhr spielen Final Kings, Pure Inc., Itchy Poopzkid, Die Happy, Jennifer Rostock

- Täglich: Actionevents, Soccer, Streetdance, Streetball, Graffity  

Autor: ad

Badens beste Erlebnisse