Lieblingsstücke

"Selbermachen": Zweite Runde des BZ-Wettbewerbs mit weihnachtlicher Note

Ungewöhnliche Basteleien brauchen Zeit. Heute stellen wir acht Vorschläge unserer Leserinnen und Leser aus dem BZ-Wettbewerb „Selbermachen“ vor, für die etwas mehr Geduld und Mühe aufgebracht werden muss.

Mehr als 200 Do-it-yourself-Ideen wurden übrigens eingeschickt. Angesichts all der wunderschönen Stücke fiel uns die Auswahl alles andere als leicht.

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Skulptur mit BauSTAHL

Die Kombination von Holz, rostigem Eisen und Edelmetall entfalte sowohl im Garten wie auch im Haus ihre Wirkung, schreibt Erhard Würger aus Steinen zu seiner selbst entworfenen Skulptur. Weitere Arbeiten zeigt er auf seiner Webseite erhards-kreativholz.jimdo.com.

»So geht’s:
Baustahlmatten bekommt man im Baumarkt. Wenn man keine Möglichkeit zum Schweißen hat, kann man sie auch leicht in Form biegen und mit der Eisensäge in die richtige Größe schneiden. Besonders gut wirkt Holz von einem Obstbaum; in diesem Fall war es ein Stück von einem Zwetschgenbaum, der bereits innen hohl war. Das Holz wurde von der Rinde befreit, mit der Raspel bearbeitet, bis die schönen Rottöne in Erscheinung treten, mit Schmiergelpapier geschliffen und anschließend mit Hartholzöl eingepinselt. Die Edelstahlkugeln sind für wenig Geld im Internet zu finden.

Ein Engel aus Kirschbaum und Metall

Das Hobby von Otto Schwizler aus Bollschweil ist das kreative Gestalten von Fundstücken "aus dem Wald, aus Seen, Flüssen, dem Meer, von Steinbrüchen, Sägewerken, Schlossereien oder Schreinereien". Das Kirschbaumholz hat ihn inspiriert, daraus Engel in einem Materialmix von Edelhölzern mit verschiedenen Blechmaterialien und Stahl herzustellen.

»So geht’s: Aus Kirschbaumholz wurden die Körper geschnitzt, geschliffen, geölt und poliert. Die Flügel wurden aus Kupfer, Aluminium oder rostigem Blech in seitlich angebrachte Sägeschlitze gesteckt und mit Zweikomponentenkleber haltbar gemacht. Zum Teil wurden die Köpfe aus Kieselsteinen gestaltet. Aufgestellt wurden die Engel auf Stahlstäben, die in Cortenstahlplatten geschraubt wurden.

SÜSSE Träume auf der BlütenDECKE

Für ihren Enkel nähte Anna Singler aus Gutach-Siegelau eine Krabbeldecke, die etwas Zeit und Geduld erfordert. Die Mühe lohnt sich, die Decke aus zwölf Blütenblättern ist ein toller Blickfang. Die Vorlage gibt’s im Internetdossier.
»Material:
2,50 Meter x 1,50 Meter bunte Baumwollstoffe für die Deckenoberseite
2 Meter x 1,80 Meter uni Baumwollstoff für die Deckenrückseite
4 Meter Volumenvlies, 150 Zentimeter breit, 3 Zentimeter stark (wird doppelt verwendet)
»So geht’s:
1. Zuschneiden: 12 Blütenblätter, 1 Blütenmitte plus ein halber Zentimeter Nahtzugabe
2. Blütenblätter zusammennähen, Nähte ausbügeln, Blütenmitte und Blütenblätter zusammennähen.
3. Die Deckenoberseite auf den einfarbigen Stoff legen und Rückseite zuschneiden. Volumenvlies passend zuschneiden.
4. Oberseite, Vlies und Rückseite aufeinanderlegen und heften. Entlang der Nähte steppen.
5. Aus den restlichen Baumwollstoffen Schrägstreifen von 8 Zentimeter Breite zuschneiden, aneinandernähen und die Decke damit einfassen.

Unter der Häkelhaube

Bei diesem Vorschlag von Leonie Wagener musste die Jury schmunzeln. Weil der TÜV die Blaulichter am umgebauten Feuerwehrauto ihres Bruders beanstandete und die Nylonstrümpfe nicht haltbar waren, häkelte sie drei Mützen für die Martinshörner.

"Wir kauften zehn Knäuel Wolle (Universal/Antipilling) in Royalblau und nahmen Maß, hoch oben auf dem 50 cm höher gelegten Fahrzeug. Ich suche mir im Garten einen passenden Übertopf als Modell und häkle drauflos: 1 Platte feste Maschen, 20 cm Durchmesser, nach unten die Seiten in 30 Runden Stäbchen gehäkelt (von 80 Maschen auf 130 Maschen aufnehmen). Zum Abschluss innen nähte ich ein Gardinenband auf 78 cm ein. Damit war die Befestigung am Autodach möglich."

Von den Socken: Adventskalender

Monika Kiefer aus Wembach hat die Idee für einen selbstgestrickten Adventskalender eingereicht, der jedes Jahr neu gefüllt werden kann.
»Material:
50 g Wolle pro Söckchen, 24 Wäscheklammern aus Holz oder Plastik oder 24 Pinnnadeln, Zahlen von 1-24, eine Kordel oder zwei Korkplatten
Füllung: Nach Belieben, zum Beispiel Teebeutel oder kleine Süßigkeiten
»So geht’s:
24 kleine Socken stricken mit circa 8 Zentimeter Länge. Der Fuß ist acht Zentimeter groß (ohne Ferse gemessen). Mit vier Nadeln stricken, je nach Wolle werden 40 Maschen mit einer vierfädigen Sockenwolle veranschlagt. Die gefüllten Söckchen mit einer Kordel oder mit Pinnnadeln auf einer Korkplatte befestigen.

Holzscheiben-Krippe

Eine Anleitung für eine wunderschöne Krippe, die aus einer Holzscheibe gefertigt wurde, hat uns Helmut Porsche (73) aus Lörrach geschickt.
»Material:
Eine etwa 3,5 cm starke Holzscheibe oder ein Abfallholzstück – als Holz eignet sich zum Beispiel Walnuss, Eiche, Linde, Douglasie, Fichte.
»Werkzeug: Dekupiersäge, festmontierter Bandschleifer, Schmirgelpapier (grob, fein), Holzleim, Wachs oder farbloser Sprühlack.
»So geht’s:
Holzfläche beidseitig grob anschleifen. Die Umrisse der Figuren und gegebenenfalls des Sterns und das Krippenhaus aufzeichnen und aussägen. Oder Stern und einen Baum aus anderem Holz aussägen und später aufkleben.
Die Einzelteile mit dem Bandschleifer grob vorschleifen und mit Schmirgelpapier glätten. Abschließend Figuren, Krippendach zum Beispiel mit farblosem Lack einsprühen (farbliche Veränderung!) Hinweis: In der Regel lassen sich die Einzelteile nach dem Aussägen nicht unbedingt alle von der gleichen Seite heraus- oder einschieben.

Filzschuhe

Der nächste Winter kommt bestimmt. Inge Winterhalder aus Titisee-Neustadt hat deshalb ein Rezept für warme Füße an kalten Tagen.
»So geht’s:
Die Filzschuhe werden gestrickt wie normale Socken. Mit Filzwolle (300 Gramm) Riesensocken stricken. Die Elefantensocken bei 60 Grad in der Waschmaschine mit zwei Tennisbällen waschen (circa eine Stunde mit Vollwaschmittel). Sofort nach dem Waschen in Form bringen, am Besten nass anziehen und den Fuß formen. Nach dem Trocknen die Socken nach Belieben verzieren und auf den Sohlen Latex anbringen.

Eine Sternstunde FÜR GrasHALME

Stephanie Pfefferle-Kienzle (48) aus Waldkirch hat diese Anleitung für einen kleinen Stern aus Gräsern, der auch als Merkaba oder Blume des Lebens bekannt ist, ausgetüftelt, der beim Betrachten eine erstaunliche Faszination verbreitet. Je nach Lichteinfall schimmern die leichten Grashalme fast wie Gold.
»Material:
Auf einem Spaziergang gefundene lange gerade Gräser, 6 Grasstücke à 8 cm, 12 Grasstücke à 4 cm, Lineal, Schere, Alleskleber, Faden zum Aufhängen.

»So geht’s:
Drei lange Grasstücke zu einem Dreieck aneinander kleben. Drei weitere auf das Dreieck setzen, sodass eine Pyramide entsteht. Zum Kleben kleine Menge Alleskleber auf Papier oder Pappe geben. Jeweils beide Grasstück-Enden in den Kleber tauchen. Die Enden liegen beim Kleben aneinander. Je ein Grasstück auf die Mitte einer Dreieckseite setzen. Und an der Spitze zu einem Dreieck verbinden (etwas knifflig). Auf allen Seiten wiederholen. Bindfaden an einer Spitze anbringen, aufhängen und betrachten.

Morgen lesen Sie: Von wegen auf dem Holzweg – was Leser alles fertigen.

Alle Teile der Serien, die    Anleitungen im Dossier und eine     Fotogalerie finden unter      mehr.bz/selbermachen
von bz
am Do, 24. September 2015

Badens beste Erlebnisse