Tipps

So schützen Sie sich vor Computerviren

Von nichts kommt nichts

Viren und Trojaner werden letztendlich immer durch den Anwender auf den Computer gebracht. Sie sind in der Regel nicht "plötzlich" da, sondern an irgendeiner Stelle hat der Nutzer einen Fehler gemacht oder etwas falsches angeklickt. Die letzte Instanz ist also immer der Mensch vor dem Bildschirm. So gerne die Schutzprogramme auch mit Sicherheit werben, wenn sich der Mensch einen gravierenden Fehltritt leistet, kann es leider immer zu einem Virenbefall kommen.

Hilfe im Notfall

Der eigene Computer ist von einem Virus befallen. Was nun? Dann hilft am besten eine sogenannte "Rescue Disc", eine Notfall-CD. Hierbei handelt es sich um einen Virenscanner, der sich auf einer CD befindet. Diese CD wird in den Computer eingelegt, woraufhin nicht wie üblich Windows, sondern von der CD aus ein gesondertes kleines Betriebssystem gestartet wird. Dort wird ein Virensuchlauf und eine Virenbeseitigung gestartet. Diese Hilfe von außerhalb des Windowssystems, ist effektiver und hilft sogar dann, wenn Windows nicht mehr starten will.

Windows als Opfer

Windows ist seit Jahrzehnten das am weitesten verbreitete Betriebssystem. Das macht es interessant für Kriminelle. Denn in deren Logik gibt es bei Windowsnutzern am meisten zu holen, weil es eben so viele Windowsnutzer gibt. Das hat zur Folge, dass es besonders viele Viren, Trojaner und Schadprogramme für Windows gibt. Die Betriebssysteme von Linux und Apple sind weniger gefährdet, nicht zuletzt weil sie weniger verbreitet sind. Ein Virus, der speziell für Windows programmiert wurde, funktioniert bei Linux und Apple nicht. Dies gilt auch umgekehrt. Wer Zeit, Geld und Mühe nicht scheut, kann auf einen sichereren Computer von Linux oder Apple wechseln.

Gründlicher Virenputz

Neben dem Echtzeitschutz eines Virenscanners gibt es einen gründlichen Scan des kompletten Systems. Hierbei werden Festplatten, CDs, USB-Sticks und Arbeitsspeicher nach Viren und Trojanern durchsucht. Jedes Antivirenprogramm besitzt die Option eines solchen Suchlaufs. Er muss manuell gestartet werden. Empfehlenswert ist es, einmal im Monat einen solchen Scan zu starten. Dieser Suchlauf kann durchaus einige Stunden beanspruchen.

Der beste Schutz

Der beste Schutz ist und bleibt der Mensch. Wie im Auto auch kann bisher kein Stabilitätsprogramm und kein Bremsassistent davor schützen, dass der Mensch ein gefährliches Manöver fährt und einen Unfall verursacht. Am Computer ist das kaum anders. Erfahrung, Wissen und Kompetenz führen zu einem Schutz, der durch nichts zu ersetzen ist. Und dies erreicht man mit Übung und Training, der bewussten Auseinandersetzung mit Computer, Smartphone und Internet.
von bz
am Fr, 30. September 2016

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