Digital verstehen - Teil 8

Software, Anwendungen, Programme machen Geräte flexibel

Computer, Smartphone und Tablet können für die unterschiedlichsten Dinge genutzt werden und uns bei der Arbeit digital unterstützen. Ein neu gekauftes Gerät kommt in der Regel gewissermaßen „nackt“ daher und muss zunächst auf die eigenen Bedürfnisse hin mit Programmen beziehungsweise Apps ausgestattet werden.

Zwar gibt es immer ein paar vorinstallierte Programme, doch diese werden kaum ausreichen, um sinnvoll zu arbeiten. Hier kommen nun die Anwendungen ins Spiel, die man sich auf verschiedenen Wegen beschaffen kann. Wie Programme aufs Gerät kommen und welche Anwendungen überhaupt sinnvoll sind, das hängt auch von der Art des Geräts ab.

» Programme für den Computer
Egal ob Standcomputer (Desktop-PC) oder Laptop – wer am Computer richtig arbeiten will, der braucht die passenden Programme. Wobei "arbeiten" in diesem Fall nicht mit eintöniger, anstrengender Büroarbeit verwechselt werden darf. Auch Dinge, die Spaß machen, wie die Bildbearbeitung, Videoschnitt, Ahnenforschung oder andere Hobbys werden hier als "Arbeit" am Computer bezeichnet. Vor wenigen Jahren noch wurden Programme, auch als Software bezeichnet, im Geschäft als CD gekauft und dann auf dem heimischen Computer installiert. Dieses Prinzip findet heute kaum noch Verwendung, Programme werden immer häufiger nur noch aus dem Internet heruntergeladen. Dies geschieht entweder über die Internetseite des Herstellers oder, bei neueren Computern, auch über einen sogenannten App Store.

Dabei muss man für viele äußerst nützliche Programme nicht einmal zwingend immer Geld ausgeben. Zur Grundausstattung eines jeden Computers zählen der Browser, ein E-Mail-Programm, der Virenscanner, Textverarbeitungsprogramme und Programme zum Abspielen von Musik und Video. All dies bekommt man im Internet kostenfrei von seriösen Anbietern (siehe rechts bei "Fünf Tipps"). Wer hingegen sehr spezielle Programme sucht, die zum Beispiel bei Videoschnitt, Steuererklärung oder Bildbearbeitung helfen, der kann diese Anwendungen kaufen – entweder im Geschäft oder als Download, also als Datei zum Herunterladen aus dem Internet. Ganz neu ist das Prinzip, dass Programme über die sogenannte Cloud laufen. Das bedeutet, dass das Programm nicht mehr auf dem eigenen Computer installiert wird, sondern im Internet beim Hersteller gespeichert ist. Dort lagern dann auch die Daten. Die ganze Anwendung wird über einen Internetzugang bereitgestellt. Was besorgte Datenschützer skeptisch werden lässt, hat auch Vorteile: Mehrere Personen können von verschiedenen Computern aus die gleiche Anwendung benutzen und im Falle eines Computerdefekts sind die Daten weiterhin im Internet ("in der Cloud") gesichert und gehen nicht verloren. Diese Methode wird bislang hauptsächlich von Unternehmen genutzt, wird sich in den nächsten Jahren aber auch im privaten Bereich immer mehr durchsetzen.

Anwendungen für mobile Geräte
Bei den modernen tragbaren digitalen Lieblingen Smartphone und Tablet kommen die Anwendungen ausschließlich über die Internetverbindung aufs Gerät. Dafür sind die sogenannten App Stores verantwortlich, die man auch als digitales Ladengeschäft für Apps bezeichnen könnte. Programme und Spiele werden beim Smartphone oder Tablet grundsätzlich App genannt und der App Store ist selbst eine App, über die wir weitere Anwendungen finden und herunterladen können. Bei Android-Geräten heißt es Play Store, bei iPhones und iPads von Apple einfach nur App Store und Windowsgeräte nutzen den Windows Store.
Es gibt kostenfreie und kostenpflichtige Apps, für alle benötigt man einen Zugang zum entsprechenden "Store". Doch welche Programme braucht man eigentlich auf dem Smartphone oder Tablet? Da diese Geräte nicht in erster Linie zum richtigen Arbeiten gedacht sind, stehen hier eher Anwendungen im Vordergrund, die der Unterhaltung oder der Kommunikation dienen oder die als kleine, nützliche Alltagshelfer fungieren. Viele Internetseiten bieten ihre Inhalte zudem gebündelt als App an. Es handelt sich dann um die gleichen Inhalte, die nur für die mobilen Geräte neu aufbereitet wurden. Klassische Apps als Hilfen für den Alltag sind zum Beispiel Kalender, Wettervorhersage, Übersetzer, Fahrplan, Notizen oder Online-Banking. Viele dieser nützlichen Anwendungen sind bereits vorinstalliert.
von bz
am Mo, 26. September 2016

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