Coronavirus

Spahn: Urlauber aus Schweiz, Italien und Österreich sollen zuhause bleiben

Urlauber aus der Schweiz, Österreich und Italien sollten vorerst zuhause bleiben – auch ohne Symptome. Diese Nachricht vom Bundesgesundheitsminister sorgt für Verwirrung an der Schweizer Grenze.

Ein am Freitagnachmittag veröffentlichtes Statement vom Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sorgt an der deutsch-schweizerischen Grenze für Verwirrung. Darin heißt es, dass Reisende und Ski-Urlauber, die in den vergangenen 14 Tagen in Italien, der Schweiz und Österreich waren, unnötige Kontakte vermeiden sollten und die nächsten zwei Wochen zuhause bleiben sollten – und abhängig davon, ob man Symptome hat oder nicht. Seither steht das Telefon des CDU-Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner aus dem Wahlkreis Waldshut nicht mehr still. "Aufgrund der gestern veröffentlichten Erklärung des Bundesgesundheitsministerium erreichen mich zahlreiche Anfragen von besorgten Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere Grenzgängern", sagt er. Vor allem Grenzgänger aus den Regionen Lörrach und Waldshut machen sich Sorgen.



Schreiner gibt in einer Pressemitteilung Entwarnung. Aufgrund dieser Anfragen habe sich Schreiner persönlich in einem Telefonat an den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gewandt und um Klärung gebeten. Auf Schreiners Nachfrage habe Spahn mitgeteilt, dass Grenzgänger durch einfache und bekannte Verhaltensweisen das Risiko reduzieren könnten. "Man muss sich im Alltag so verhalten, als wolle man sich vor einer Grippeansteckung schützen", so zitiert Schreiner den Bundesgesundheitsminister in der Mitteilung.
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Hinter dem Ratschlag Spahns stehe der Grundsatz, so Schreiner, dass auf Dinge die nicht unbedingt notwendig seien, verzichten werden soll. Nach Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums sei die Situation in den Skigebieten eine andere, als die in der Grenzregion. Die CDU-Abgeordneten aus der Grenzregion Andreas Jung und Felix Schreiner hätten Kontakt zu Bundeswirtschaftsminister Altmaier (CDU) aufgenommen. Er hat Unterstützung für die besondere Region im Deutsch-Schweizerischen Grenzgebiet zugesagt.

Schreiner versichert, dass er die Situation der Grenzgänger besonders im Blick behalten wird.

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von BZ
am Sa, 14. März 2020 um 11:02 Uhr

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