Kunst

Strafraum - Absitzen in Freiburg

Fotografien und Informationsprojekt

Wann
Mo, 26. Oktober 2020
Weitere Termine
Wo
Freiburg
Justizvollzugsanstalt
Im Außenbereich

UPDATE:
Wegen der Corona-Pandemie ist der Zugang zu vielen Veranstaltungen beschränkt, andere finden nur online statt. Eine Verordnung des Landes Baden-Württemberg erlaubt seit dem 1. Juni 2020 wieder Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen, sofern Veranstalter ein Hygienekonzept erarbeitet haben. Kultureinrichtungen wie Theater und Konzerthäuser sowie Kinos, welche diese Anforderungen erfüllen, können seither wieder öffnen. Seit dem 1. August dürfen wieder bis zu 500 Menschen an einer Veranstaltung oder an Messen teilnehmen. Ab. 1. September sind Messen mit mehr als 500 Teilnehmern wieder erlaubt. Großveranstaltungen mit mehr als 500 Menschen bleiben jedoch bis Ende Oktober verboten. Auch in der Schweiz und im Elsass gelten Einschränkungen. Wir empfehlen Ihnen, sich direkt beim Veranstalter darüber zu informieren, ob die Veranstaltung stattfindet oder nicht.

Über neun Monate - vom 20. Juni 2020 bis 27. März 2021 - werden im öffentlich zugänglichen Außenbereich der JVA die großformatigen Fotoarbeiten zu sehen sein.
In ihrem Projekt »Strafraum - Absitzen in Freiburg« wollen die beiden Initiatorinnen, die Fotografin Britt Schilling und die Filmemacherin und Stiftungsrätin der Freiburger Bürgerstiftung Reinhild Dettmer-Finke, die Freiburger Justizvollzugsanstalt (JVA) für die Bevölkerung ,sichtbar' machen und dadurch eine öffentliche Auseinandersetzung mit Strafvollzug und Resozialisierung anregen.

Über vier Jahre lang nahm die Freiburger Fotografin Britt Schilling als Ehrenamtliche am wöchentlichen Gesprächskreis mit Gefängnispfarrer Michael Philippi in der JVA teil. Daraus ist schließlich diese Fotoausstellung entstanden: Sie zeigt im öffentlich zugäng¬lichen Außenbereich der JVA die Rückenansichten einiger Inhaftierter mit ausgewählten Zitaten aus dem Gesprächskreis und dem daraus entstandenen Tagebuch. Auf die Innenseite der Mauer sind - für die Öffentlichkeit verborgen, jedoch im Innenbereich sichtbar - die entsprechenden Vorderansichten, mithin deren Porträts, tapeziert. Eine weitere Außenmauer mit zwanzig Fotoarbeiten entlang der Hermann-Herder-Straße eröffnet Einblicke in Hafträume der JVA. Auf diese Weise werden die Gefängnismauern zu einer Art durchlässiger Membran zwischen Innen und Außen, Haft und Freiheit, Ich und Gesellschaft.

Um das Thema auch ,in die Stadt hineinzutragen' wird es (voraussichtlich ab September, genaue Termine erfahren Sie hier: https://www.strafraum-freiburg.de) verschiedene Begleitveranstaltungen geben, etwa ein Informationsprogramm mit dem Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht und der Evangelischen Hochschule Freiburg. Ein Begleitbuch, erschienen im Herder Verlag, ergänzt die Thematik mit Informationen über den Strafvollzug, mit wissenschaftlichen Untersuchungen sowie Fotostrecken.

Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Mo, 26. Oktober 2020 um 08:01 Uhr

  • Hermann-Herder-Straße 8
  • 79104 Freiburg im Breisgau
  • Tel.: 0761 21160
  • Webseite



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