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  • Live: Dropkick Murphys. Sound: Celtic Rock, Punk Rock. Support: Flogging Molly. DROPKICK MURPHYS + FLOGGING MOLLY + GLEN MATLOCK Zuletzt zogen die DROPKICK MURPHYS Anfang 2017 durch ausverkaufte deutsche Konzerthallen, wo sie begeisterte Fans und Kritiker hinterliessen. Wie zum Beispiel in München: »Zum 19. oder 20. Mal (so schätzt Sänger Ken Casey) waren die Dropkick Murphys in München, zum 19. oder 20. Mal war es eine Live-Party, wie man sie bei Bands dieser Größenordnung selten findet«, schreibt der Münchner Merkur, »eine amerikanisch-irische Folk-Punk-Party at it`s best«. Auch 2018 kommen die »AC/DC des keltischen Punkrocks« erneut nach Deutschland: am 3. Februar in die Maimarkthalle nach Mannheim! Mit der typischen Instrumentierung aus Gitarre, Bass und Drums auf der einen, aber auch Dudelsack, Akkordeon, Mandoline und Tin Whistle auf der anderen Seite brettern die DROPKICK MURPHYS durch ihre Songs. Wir hören Irish-Folk-Punk, Songs übers Trinken, die Folgen übermäßigen Whiskey-Konsums, traditionelle irische Folklore-Lieder, das Kleeblatt und natürlich die entscheidenden Vorteile, in einer harmonischen, irischstämmigen Familie aufzuwachsen. Anders gesagt: Die erste Wahl wenn es um laute, fröhliche und trinkfeste Punkmusik geht sind und bleiben die DROPKICK MURPHYS. Die 1996 in Boston gegründete Band ist sozusagen der legitime Nachfolger der britischen Pogues. Noch etwas punkiger und rauher als die britische Gruppe um Sänger Shane MacGowan, die Irish-Punk-Rock in den 80ern salonfähig gemacht hat. Da passt es dann auch, dass MacGowan selber schon für die DROPKICK MURPHYS gesungen hat. Ihren Siegeszug hat die Band um den Kopf Ken Casey in ihrer Heimatstadt Boston angetreten. Dort, wo der irische Nationalfeiertag St. Patrick`s Day genauso eine große Bedeutung hat wie in Irland selber. Logisch, dass die DROPKICK MURPHYS dort jedes Jahr beim großen Festival live auftreten. Der Ruf einer fantastischen Partykapelle reiste der vor 20 Jahren gegründeten Band voraus, die von Boston aus auch die USA eroberten. Welchen Status die Band inzwischen einnimmt kann man daran sehen, dass kein Geringerer als Bruce Springsteen selbst auf einem Song des vorletzten Albums Going Out In Style mitwirkt. Einem breiteren Publikum wurde die Band 2006 bekannt, als ihr Song I`m Shipping Up to Boston auf dem Soundtrack von Martin Scorseses Film Departed Unter Feinden auftauchte. 11 Short Stories Of Pain & Glory» heißt das jüngste, neunte Album der DROPKICK MURPHYS, das wieder einmal die Stärken der Band zum Vorschein bringt. Viele der Songs des grossartigen neuen Werkes reflektieren die persönlichen Erfahrungen der Band, einschliesslich ihrer Trauer, Wut und Bestürzung über die Opiate-Epedemie, die das Land - im besonderen ihre Heimat Boston und New England - verwüstet. Im Song «Rebels With A Cause» geht es um Kids, die man aufgegeben hat und die hinter ein System fallen, das sie als «hoffnungslos» abgeschrieben hat. «Paying My Way» handelt davon, wie man aus der Abhängigkeit herausfinden kann und von grösseren, besseren Dingen im Leben träumt. «4-5-13» ist einer der emotionalsten Songs der Band, ist er doch eine Hommage an die Opfer des fürchterlichen Attentats aus den Boston Marathon vor vier Jahren. DROPKICK MURPHYS hattendamals einige der Opfer im Krankenhaus besucht und diese Erfahrung hat sich ihnen eingebrannt. «Since that day, we felt like not taking the challenge to write a song about what we all went through would be taking the coward´s way out,» erinnert sich Ken Casey: «We put more importance on writing that piece of music than anything we´ve ever done, because if you´re going to touch that day, it has to be done right.» DROPKICK MURPHYS Homepage DROPKICK MURPHYS Facebook Auch das Vorprogramm hat es in sich, werden die musikalisch ähnlich gelagerten FLOGGING MOLLY den Fans doch ordentlich einheizen. Die 1997 gegründete Band kommt von der anderen Seite der USA, der Westküste, aus Los Angeles. Auch FLOGGING MOLLY mischen in ihren Songs traditionelle irische Klänge mit Punk. «Life Is Good» heißt das aktuelle Album der Band. FLOGGING MOLLY Homepage FLOGGING MOLLY Facebook Als Opener ist eine echte Legende mit dabei: GLEN MATLOCK. Der Bassist war nicht nur früher bei den Rich Kids sondern auch Gründungsmitglied der Sex Pistols! Aus seiner Feder stammen die Pistols-Hits «Anarchy In The UK», «God Save The Queen» und «Pretty Vacant». Mehr Punk-Legende geht eigentlich gar nicht. Ende Februar 1977 verliess er, nach ständigen Querelen mit Sänger John Lydon, die Gruppe und wurde mit einer Einmalzahlung - mit der er sämtliche Rechte an den Songs abgetreten hatte - abgefunden. Später gründete GLEN MATLOCK dann mit Midge Ure (dem späteren Ultravox-Sänger) die Band Rich Kids. Nach seiner Versöhnung mit John Lydon spielte er 1996 mit den reformiereten Sex Pistols eine Welttournee und trat auch nach 2002 mehrfach mit den «Pistols» auf. GLEN MATLOCK Homepage

    Mannheim | Maimarktgelände

    Sa 03.02.18
    19:30 Uhr
    Ticket
    Dropkick Murphys
  • Miu Eine Kugel Stracciatella, die andere Schoko-Minze, hundert Meter weiter spült die Ostsee an den Timmendorfer Strand, es regnet Bindfäden. Aber Miu strahlt, nicht nur, weil das Eis so lecker schmeckt. Miu strahlt oft, so ist sie nun mal, vielleicht weil ihr in dieser Branche namens Pop oft das gelingt, was andere sich gar nicht erst trauen: Sie setzt ihren Kopf durch, nicht störrisch und auch nicht um jeden Preis, aber immer dann, wenn es sich zu lohnen scheint. Sie stöhnt kurz auf und verdreht die schönen Augen. Ach ja, wie oft man ihr nun schon gesagt habe, wie gut es für sie wäre, endlich auch und wie fast alle vernünftigen Kolleginnen deutsch zu singen! Aber deutsch klingt irgendwie wie eine alte Schreibmaschine, sagt Miu und guckt dabei, was sonst eher nicht so ihre Art ist, fast ein bisschen spöttisch. Deutsch funktioniert für Singer/Songwriter, aber nicht für mich. Für die Art von Musik, die ich mache, sie ließe sich notfalls zwischen Soul, Pop und etwas Jazz verorten, wenns denn sein muss, finde ich deutsch nicht so passend. Ich möchte mich auch nicht gezielt auf den Zeitgeist trimmen lassen oder große Vorschüsse im Nacken haben, die das Miteinander einer Band belasten können. Mit ihrer spielt die Hamburgerin nun seit gut vier Jahren, inzwischen werden dem Nukleus aus Bass (Daniel Otte) und Drums (Nando Schäfer), Gitarre (Arne Vogeler) und Keyboards (Joscha Farries) oft weitere Musiker zur Seite gestellt, sofern die Größe des Venues dies zulässt, was inzwischen immer häufiger der Fall ist. Bei den Aufnahmen zum neuen Album Leaf sind manchmal zwölf Leute mit einem Song beschäftigt, aber eben nicht immer. Die Entwürfe für die Songs kommen oft von mir oder von Arne, ihrem Gitarristen, und mir, erläutert Miu die Arbeitsweise ihrer Band, einen Song haben wir komplett im Team im Proberaum entworfen und arrangiert. Was im Quintett funktioniert, also mit Bass, Drums, Gitarre, Keyboards und mir, wird überdacht, wir stellen uns die Frage, ob noch was dazukommt. Es muss Sinn machen, es geht nie um die möglichst große Besetzung. Bei Perfect Time To Go dachten wir, der Song sei so zierlich, da genügen neben der Stimme die Tasten und ein paar Streicher, damit er so ein Moon River-Feeling kriegt, was ihm halt steht. Als Produzent von Leaf stand mit Gregor Hennig kein Unbekannter im Studio Nord Bremen, er produzierte bereits Rhonda, Me and my Drummer, Niels Frevert, Vierkanttretlager, Bernd Begemann und Die Sterne. Auch ihm ist zu verdanken, dass Leaf nun tatsächlich so organisch klingt, wie Miu seine Entstehung beschreibt. Zudem ist das Album auch so herrlich abwechslungsreich wie die Auftritte der Band, anders als im Kräftedreieck von Soul, Pop und Jazz sonst oft üblich trägt nicht jeder Song dasselbe Soundgewand, sondern bleibt der rote Faden stets die Stimme der Sängerin. Das Eis ist aufgegessen, draußen scheint wieder die Sonne und Miu lächelt, als habe sie das geahnt oder eher noch: veranlasst. In zwei Stunden wird sie beim Festival JazzBaltica auf der Open Air-Bühne stehen, ihr wird der Gitarrengurt reißen und trotzdem die Laune und den Auftritt nicht verderben, vor der Bühne wird Festivalleiter Nils Landgren trotz inzwischen frischen, auflandigen Windes im dünnen Hemd stehen und lächelnd tanzen. Miu wird es sogar gelingen, den teutonischen Polyrhythmikern das komplexe Mitklatschen über einen nicht eben kurzen Song hinweg abzutrotzen. Im letzten Jahr hat Miu, noch lange vor deren Eröffnung, zwei ausverkaufte Test- Konzerte in Hamburgs Elbphilharmonie gegeben, unsere besten Auftritte bisher. Nach wie vor ist sie bei einem Label unter Vertrag, das die Branche als eher klein bezeichnen würde, aber ich erhalte mir so meine Freiheiten. Und sie praktiziert ihre erstaunlichen Grundsätze, für mich passen Kapitalismus und Musik oder Kultur generell nicht zusammen, weil es nicht das erste Ziel von Kunst ist, sich zu rechnen. Da hatte Richard von Weizsäcker schon Recht. Solche Statements sind in den letzten drei Jahrzehnten im Poplager selten geworden, und wer sich Mius Texte übers Nachhausekommen und den Ursprung allen Seins genauer anhört, kommt aus dem Staunen kaum noch heraus. Das Musikmachen, sagt die junge Frau, sei auch immer ein wirtschaftliches Risiko, mit dem jeder Musiker umgehen muss. Ihr Song Next Big Thing drehe sich um genau solche Dinge. Das gesamte Album Leaf dreht sich um Dinge, die im TV-Casting keine Vorrunde überstünden, deshalb ist das Album ja auch ein Glücksfall. Mius Hoffnungen bleiben dennoch auf dem Boden. Für mich hieße Erfolg, sagt sie, mit meiner Band noch möglichst lange und ohne viele Vorgaben meine Musik machen zu können. Und ich möchte mir ein Publikum erhalten, das mir auch mal etwas Neues verzeiht oder es sogar mag. Ich bin mir sicher, dass es einen Markt für meine Musik gibt. Gibt es. Und er ist bunt, duftet herrlich und kommt ganz ohne künstliche Aromen aus. Bald kaufen sie da alle ein, wetten? Neben den bekannten Vorverkaufsstellen erhalten Sie Tickets auch online: www.reservix.de www.rantastic-kleinkunst.de Veranstaltungshinweise: Donnerstag 08. März 2018 Beginn 20:30 Uhr / Einlass 18:30 Uhr Info-Tel. (07221) 398011 Rantastic GmbH Aschmattstr. 2 76532 Baden-Baden

    Baden-Baden | Rantastic Kleinkunstbühne

    Do 08.03.18
    20:30 Uhr
    Ticket
    Miu - Leaf
  • Live: Joan Baez. Fare Thee Well Tour 2018. Sound: Folk, Pop. Fare Thee Well Keine andere Künstlerin verkörpert die Verbindung von Musik und Protest so glaubwürdig wie JOAN BAEZ. Sie ist eine Ikone der politischen Lyrik und die Stimme und das Gewissen ihrer Generation. Im kommenden Jahr ist JOAN BAEZ mit einer großen Tournee unter dem Titel Fare thee well in Deutschland zu erleben. Die mittlerweile 76-Jährige Königin des Folk, wie Bob Dylan sie nannte, die seit über 50 Jahren im Rampenlicht steht, wird 2018 noch einmal auf große Tour gehen und in den schönsten Konzertsälen und Open-Air-Bühnen auftreten. Dabei werden in ihrem Programm die Klassiker wie Diamonds and Rust, We shall overcome, Heres to you und viele andere nicht fehlen. Ihr Leben lang hat JOAN BAEZ für Frieden und Zusammenhalt plädiert und sich nicht gescheut, die Schauplätze der schlimmsten Kriegshandlungen zu besuchen, um dort Solidarität zu beweisen und mit ihrer Musik Hoffnung und Mut zu spenden. Ob in Hanoi im schweren Bombenhagel eines US-Angriffs 1972 oder in Sarajevo 1993, JOAN BAEZ hat den Eine-Welt-Gedanken gelebt und überall auf der Welt an die Kraft der Menschen und der Musik geglaubt. Gleichzeitig betont sie bis heute, dass Musik allein nichts bewirken kann. Doch wenn Menschen sich zusammenschließen, um gemeinsam gegen das Unrecht zu protestieren, dann kann eine Hymne eine ganz besondere Energie entfalten. JOAN BAEZ hat diese Hymnen mit ihrer Stimme unsterblich gemacht. 2007 würdigte die National Academy of Recording Arts and Sciences ihr musikalisches Wirken und vergab den Lifetime Achievement Grammy Award an sie der Glanzpunkt einer grandiosen musikalischen Karriere. Gekrönt wurde ihr Lebenswerk schließlich in diesem Jahr mit ihrer Aufnahme in die legendäre Rock & Roll Hall Of Fame. Bis heute hält Baez ihre politischen Ideale hoch und engagiert sich für Frieden, Gleichheit und Menschenrechte. 2015 erhielt sie dafür die höchste Auszeichnung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International in Berlin.

    Ludwigsburg | Residenzschloss

    Di 31.07.18
    20 Uhr
    Ticket
    Joan Baez