10 Ergebnisse

  • ² Bambounou (50Weapons | Paris) ² Kombé (Somatic Rituals | Basel) ² Mafou (Somatic Rituals | Basel) ² Mukuna (Somatic Rituals | Basel) Der letzte Auftritt der Somatic Rituals-Brüder steckt uns noch in den Knochen, da erscheint schon das nächste Grossereignis am Horizont: Kombé, Mafou und Mukuna begrüssen zur Monatsmitte das Pariser Wunderkind Bambounou. Nach anfänglichen Gehversuchen auf SOUND PELLEGRINO und CLEKCLEKBOOM gab sich der Franzose in die Obhut Modeselektors und ihres (bedauerlicherweise eingestellten) 50Weapons-Organs. Zwei Langspieler hat der heute Siebenundzwanzigjährige darauf veröffentlicht und uns damit eine breite Palette farbenfroher Kreationen serviert, die Themen der Selbstfindung und Identität musikalisch verarbeiten. Mit einer erfrischend rücksichtslosen Herangehensweise setzt er sich immer wieder über bestehende Konventionen hinweg und legt eine schöpferische Leichtigkeit an den Tag, die erfahrenere Semester vor Neid erblassen lässt. Das ganze Spektrum seines Könnens entfaltet sich jedoch erst, wenn der Protagonist das DJ-Pult für sich beansprucht: Leichtfüssiger House, tropische Rhythmen und beinharter Techno verknüpft er zu einer wohlgestalteten Dramaturgie, die die ZutänzerInnen bis zum Morgengrauen auf den Socken hält.

    Basel - Schweiz | Elysia

    Fr 23.02.18
    23 - 7 Uhr
    Somatic Rituals: Bambounou
  • ² Soichi Terada live (Rush Hour / FAR EAST Records | Tokyo) ² John Gómez (Rush Hour / Music From Memory | London) ² Dubois (Spiracles, LES | Basel) Rush Hour ist mehr als ein Plattenladen. Die Amsterdamer Szeneinstitution hat sich zur festen Säule der internationalen Musikgemeinde gemausert: Nebst eigenen Künstlern wie San Proper, HUNEE und Antal, die die musikalische Philosophie des kleinen Geschäfts auf die Tanzflächen der Welt tragen, breichert sie unsere Ohren und Herzen immer wieder mit spannenden Retrospektiven. Mit der Gewissenhaftigkeit gestandener HistorikerInnen suchen die Verantwortlichen nach verborgenen Schätzen in fernen Ländern und präsentieren sie in sorgsam zusammengetragenen und editierten Sammelwerken. So verdanken wir es einer 2015 veröffentlichten Retrospektive, dass Soichi Terada auch im Westen die Anerkennung erhält, die ihm zusteht. Der japanische Produzent ist seit den späten Achtzigern aktiv und begeistert mit zeitlosen, herzerwärmend naiven Houseschnitten erster Güte. Zarte Melodien verblasen Trübsal, leichtfüssige Rhythmen sorgen für heisse Füsse. Es ist glückliche Musik, die Auftrieb verleiht und in Zeiten des grossen Misstrauens für heilende Momente des Zusammenkommens sorgt. Terada wird dabei von John Gómez flankiert: Der Spanier ist ein leidenschaftlicher DJ und Plattensammler, dessen überraschenden Funde regelmässig auf NTS Radios Rush Hour-Show zu hören sind. Oder gleich auf dem eigenen Plattenspieler: «Outro Tempo» nennt sich seine absolut essenzielle Kompilation früher brasilianischer Elektronika, die vergangenes Jahr auf dem konstant begeisternden Music From Memory-Imprint erschienen ist und quasi im Alleingang die Leistungen brasilianischer KünstlerInnen der Weltöffentlichkeit vorstellte. Der Basler Spezialist für Unbekanntes und Ungehörtes, Dubois, erweist uns die Ehre und wird einige seiner schwarzrunden Schmuckstücke mit der feierlustigen Gemeinde teilen. Warme Vibes von der ersten bis zur allerallerallerletzten Minute.

    Basel - Schweiz | Elysia

    Sa 24.02.18
    23 - 7 Uhr
    Soichi Terada (live) & John Gómez
  • ² Levon Vincent (Novel Sound | New York) ² Agonis (Amenthia | Basel) ² Ben Kaczor (KCZ / Soul Notes / Stale | Basel) Für manche ist er ein reaktionärer Provokateur und die Reizfigur sondergleichen. Andere sehen in ihm den genialsten Produzenten der Neuzeit. Levon Vincent polarisiert. Unsere Wahrheit liegt, wie so oft, zwischen Plattennadel und Vinylrille: Da finden sich zarte Klaviermelodien und Machorhythmik, jubelschreiende Höhepunkte und zermürbende Tiefschläge zu Hauf. Techno und House klangen selten so grobschlächtig und feinfühlig zugleich zweifelsohne die grösste Errungenschaft des New Yorkers. Nebst den Zeitgenossen DJ QU und Joey Anderson gilt dieser als Fahnenträger einer neuen Musikergarde, die die ungeschliffenen Kontraste der schlaflosen Stadt schonungslos offenlegt. Der vormals glamouröse Anstrich ist längst abgewaschen; was davon übrig geblieben ist, schimmert unter einer dicken Staubschicht um Relevanz. Wer daran kratzt, wird jedoch mit umwerfender Schönheit belohnt: Eine Perspektive, die sich in der Musik der benannten Aussenseiter immer und immer wieder entdecken lässt. Agonis und Ben Kaczor sind in dieser Hinsicht ganz ähnlich veranlagt: Sie setzen den nostalgischen Dreck als Stilmittel ein und erschaffen daraus kontrastierende Momente zwischen vergilbter Polaroidaufnahme und Stroboskop. Und mehr Kontrast, so lehrt das lokale Qualitätsmedium unseres Vertrauens, ist nie verkehrt.

    Basel - Schweiz | Elysia

    Fr 02.03.18
    23 - 7 Uhr
    Levon Vincent (Novel Sound | New York)
  • ² Nathan Fake live (Ninja Tune | London) ² Mark Lando (U+1F486 | Basel) ² Tesdorpf ( | Basel) Nathan Fakes neustes Album, «Providence», fühlt sich nach Katharsis an. Die sehnsüchtigen Melodien seiner früheren Werke (als berühmtestes Beispiel sei «The Sky Is Pink» erwähnt) sind noch immer vorhanden und sorgen von Beginn an für Wärme und Intimität. Doch mit jeder neuen Umdrehung offenbart die Scheibe bisher unbekannte Facetten des Künstlers: Da finden sich plötzlich auch konfliktreiche Momente. Weniger Nostalgie, dafür schwarzweisse Tristesse. Wir bekommen rohe Texturen serviert, die Erinnerungen an desolate Grossstadtwüsten wecken. Sie verschmelzen mit den neonfarbenen Arpeggios zu einer urbanen, futuristischen Atmosphäre, die uns eher an Blade Runner statt Kuschelabend denken lassen. Darunter poltern von jahrzehntealten Verbrauchsspuren gezeichnete maschinelle Rhythmen ein Ächzen hier, ein kleiner Knirscher da: Die Bilder eines ausgehenden Industriezeitalters sind stark und überzeugend. Für die sanfte Neuausrichtung spricht auch Kollaborateur Prurient, ein hervorragender Avantgardist, dessen dystopische Drone- und Noiseeinflüsse nahtlos in Fakes kathedrale Höhepunkte übergehen. Während der Gast mit einem einstündigen (Geburtstags-)Liveset die schillernden Aspekte seines Schaffens präsentiert, sorgen die Wahlbasler Mark Lando und Tesdorpf für Ein- und Ausstieg aus der phantastischen Klangwelt und somit für eine Nacht ganz im Zeichen der zukunftsträchtigen Elektro- und Technomusik.

    Basel - Schweiz | Elysia

    Sa 03.03.18
    23 - 7 Uhr
    Nathan Fake (Ninja Tune | London)
  • ² Rhadoo ([a:rpia:r] | Bukarest) ² Elrino (ABARTIK | Basel) Man sagt, eine Affäre sei jedem Menschen vergönnt. Davon halte ich nichts: Besteht das Leben nur aus Nacht, strahlt selbst das schwächste Licht noch klar und hell. Ich will aber den Scheinwerfer. Der mir die Augen ausbrennt. Etwas mit Herz und Leidenschaft und Schmetterlingen. Nicht eine Affäre. Sondern die neue Liebelei.

    Basel - Schweiz | Elysia

    Fr 09.03.18
    23 - 7 Uhr
    Liebelei: Rhadoo
  • ² Valentino Mora (IDO | Berlin) ² Garçon (Amenthia | Basel) ² Kombé (Somatic Rituals | Basel) ² Varuna live (Amenthia | Basel) Valentino Mora mag vielen ein noch unbekannter Name sein. Seine Vergangenheit ist es allerdings definitiv nicht: Bis vor wenigen Jahren sorgte der Franzose mit seinem French Fries-Alias (und dem verbundenen CLEKCLEKBOOM-Label) für ordentlich Furore auf den globalen Tanzflächen. Von den verspielten Tech House-Experimenten seiner Anfangsjahre hat er sich mittlerweile distanziert; der Namenswechsel ist auch mit einer musikalischen Neuausrichtung verbunden: Statt naive Clubtraxx gibts feinfühlige House- und Technowerke auf die Ohren. Das untrügliche Gespür für die Bedürfnisse der Tanzfläche hat den derweil Künstler nicht verlassen. Noch immer begeistern seine Sets durch perfekt orchestrierte, rhythmische Impulse und eine meisterliche Gesamtdramaturgie. Die Basler Ausnahmekünstler Varuna, Garçon und Kombé begleiten den Herrn. Geburtstagskind Garçon und Spezi Varuna dürften dem geneigten Publikum längst ein Begriff sein, sind sie doch zu tragenden Säulen der lokalen Klubszene avanciert. Kombé ist derweil auf dem besten Weg, es ihnen gleichzutun; mit Somatic Rituals hat er mittlerweile auch das passende Gefäss geschaffen, seine kreative Seite in die Welt zu tragen.

    Basel - Schweiz | Elysia

    Sa 10.03.18
    23 - 7 Uhr
    Valentino Mora (Berlin)
  • ² Mandar (S. A. M. / Malin Génie / Lazare Hoche) ² Nick Beringer (Rubisco / Taverna Tracks | Berlin) ² Philippe Jeanneret (ABARTIK | Basel) Ein Däne, ein Holländer und ein Franzose gehen in eine Bar. Was klingt wie ein schlechter Scherz, ist in groben Zügen die Entstehungsgeschichte der aufregendsten Posse seit Daft Punk. Die Kostüme wurden gegen analoge Klangerzeuger eingetauscht, statt discolastiger Popmusik gibts beinharte Technogrooves serviert: Mandar wirbeln seit Jahren durch die Klubszene Europas und sorgen mit ihrer Synthese aus Microhouse, Dubtechno und minimalistischen Arrangements für Hochgefühle landauf, landab. S. A. M. beehrte unsere Stube bereits kurz nach der Eröffnung vor zwei Jahren; Lazare Hoche und Malin Génie, beide auch als Solokünstler längst etabliert, kommen zum ersten Gastspiel. Für die Aufwärmrunde zeichnet Capo Philippe Jeanneret verantwortlich, derweil Nick Beringer uns in die frühen Morgenstunden begleitet. Der Berliner sorgt mit seinem Rubisco-Imprint seit vergangenem Jahr für vergebliche Shazamversuche en masse und hat sich zum Geheimtipp schlechthin gemausert. Im Elysia dürfte er sich also ganz zu Hause fühlen.

    Basel - Schweiz | Elysia

    Fr 16.03.18
    23 - 7 Uhr
    Mandar (S A M / Malin Génie / Lazare Hoche)
  • ² John Talabot (Hivern Discs | Barcelona) ² Jamie Shar (Hinterhof Bar | Basel) ² Mukuna (Somatic Rituals Rituals | Basel) ² Mafou (Somatic Rituals | Basel) Es wird ein Wiedersehen mit alten Bekannten und jungen Wilden: Jamie Shar begrüsst Spezi John Talabot. Mafou und Mukuna lassen sich derweil nicht zweimal bitten. Talabots musikalischer Werdegang könnte als gesellschaftliches Stimmungsbarometer taugen. Mit sonnegetränkten, leicht verschrobenen Housestücken hat er sich aus den Kellern Barcelonas in die Herzen der Festivalmeute gespielt. Das war vor zehn Jahren. In der Zwischenzeit ist einiges Geschehen: Von der globalen Aufbruchstimmung ist nicht mehr viel zu spüren. Talabot scheints geahnt zu haben: Schon seit geraumer Zeit fanden vermehrt düstere Einflüsse aus Italo Disco, EBM und Acid Eingang in seine Sets. Zwar klingt jetzt alles etwas erdiger. Die zauberhafte Leichtigkeit, mit der die (noch immer verschrobene) Musik aneinandergeknüpft wird, ist aber geblieben. Nahtlos verschwimmen grössere und kleinere Momente der Tanzgeschichte zum tragenden Klangteppich, der die HörerInnen mit bewundernswerter Zuverlässigkeit in Trancezustände versetzt. Heute darf der Kopf ausbleiben: Die Hüft wirds richten.

    Basel - Schweiz | Elysia

    Sa 17.03.18
    23 - 7 Uhr
    John Talabot (Barcelona)
  • ² Blawan (Ternesc | Berlin) ² Gomorra (Sodom / REHBELLEN | Basel) ² Simon Lemont (SENSE | Basel) Thurnscoe ist ein unbedeutender Landfleck im Norden Englands, wie es sie zu Hunderten gibt. Zwischen Sheffield und Leeds, den grossen Industriezentren von gestern, finden sich unzählige ähnliche Dörfer, deren leerstehende Backsteinhäuser an längst vergangene Zeiten erinnern: Bevor die britische Kohle zu teuer wurde. Mit Stolz blickt man heute auf das Erbe von damals zurück, rühmt sich noch immer, im hart arbeitenden (und bisweilen vergessenen) Norden durchzuhalten. Vor diesem Hintergrund muss die Musik Blawans verstanden werden. Der wohl bekannteste Sohn der Kleinstadt folgt der Tradition des sprichwörtlichen «Working Mans Techno»: hart, schnell, selbstgemacht, industriell. Der Sound folgt dem Umfeld, repetitiv und auf den Körper gespielt. Für kinnkraulende Fachsimpeleien bleibt da keine Zeit. Viel lieber werden Maschinen verkabelt und übersteuert, bis die Drähte glühen und die Füsse brennen. Die profilierten Basler Technoköpfe Simon Lemont und Gomorra stehen dem Briten zur Seite. Beide greifen auf ein über Jahre gepflegtes Arsenal erstklassiger Tanzmusik zurück und sind der wandelnde Beweis, dass auch am Rheinknie der Rave nie zu kurz kommt.

    Basel - Schweiz | Elysia

    Fr 23.03.18
    23 - 7 Uhr
    Blawan (Ternesc | Thurnscoe)
  • ² Traumer (gettraum | Paris) ² The Mountain People (Mountain People | Zürich) ² Martinesque (MINILOAD RECORDS / ABARTIK | Basel) Von den Boulevards der Seine zum malerischen Quartier Latin: Die Stadt der Liebe lockt mit vielen Reizen. Die meisten werden vom Massentourismus in aller Regel geradezu überrannt. Manche Attraktionen sind jedoch auch heute noch nur den Initiierten zugänglich. Die aufblühende Elektronikszene gehört dazu. Das moderne Klubbollwerk CONCRETE hat eine Clique von vorpreschenden ProduzentInnen um sich geschart, die den Fokus auf reduzierte Stücke im Spannungsfeld zwischen House und Techno legen. Mäandrierende Grooves winden sich durch die lange Nacht, vermählen die Härte und Verschrobenheit klassischer Dub-Produktionen mit den hochauflösenden Mitteln der Gegenwart. Einer der bestechendsten Protagonisten ist Traumer. Mit «Hoodlum» gelang ihm eine moderne Technohymne, wie es sie nur selten gibt seine definierenden Stärken sind jedoch in verspulteren Sphären zu entdecken: Vorzugsweise in den frühen Morgenstunden nämlich, wenn der treibende Beat sämtliche Verpflichtungen vergessen lässt. In Basel trifft er auf Gleichgesinnte: MINILOAD RECORDS-Boss Martinesque hat sich längst in die pulsierenden Herzen ausdauernder TänzerInnen gespielt, und The Mountain Peoples tiefenlastiger Ästhetik ist ein kleines Plätzchen im Houseolymp auf sicher. Wie Gott in Frankreich, eben!

    Basel - Schweiz | Elysia

    Sa 24.03.18
    23 - 7 Uhr
    Miniload: Traumer & The Mountain People