Virus

Südliches Elsass soll wie Corona-Risikogebiet behandelt werden

Wer im südlichen Elsass war, soll 14 Tage zu Hause bleiben: Das Freiburger Regierungspräsidium stuft die Region wie ein Risikogebiet ein, weil dort keine Kontakte mit Infizierten mehr nachverfolgt werden.

Im südlichen Elsass im Departement Haut-Rhin wird derzeit ein intensives Coronavirus-Geschehen beobachtet, meldet das Regierungspräsidium (RP) Freiburg am Montagnachmittag. Allein bis Samstag seien 113 Fälle gezählt worden – und die französischen Gesundheitsbehörden sollen keine Nachverfolgen der Kontaktpersonen mehr betreiben.

"Vor diesem Hintergrund und der vielfältigen grenzüberschreitenden Kontakte hat das Ministerium für Soziales und Integration empfohlen, das Departement Haut-Rhin analog den Risikogebieten nach den einschlägigen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu behandeln", teilt das RP weiter mit. Eine offizielle Einstufung dieser Art durch das RKI sei jedoch bislang nicht erfolgt.

Was bedeutet diese Maßnahme?

Personen, die aus dem Departement Haut-Rhin zur Schule oder zur Arbeit nach Baden-Württemberg pendeln, sollen – entsprechend der Empfehlung für Reiserückkehrer aus Risikogebieten – zunächst nach Möglichkeit für 14 Tage zu Hause zu bleiben.

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, habe das RP vorläufig alle grenzüberschreitenden Veranstaltungen und Termine abgesagt. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des RP, die im Elsass wohnen, seien aufgefordert, zu Hause zu bleiben.

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von bz
am Mo, 09. März 2020 um 15:53 Uhr

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