Gundelfingen

Thomas Danner will Bürgermeister werden

Der Stellvertreter will Chef werden: Mit dem 52-jährigen Thomas Danner kandidiert der erste Gundelfinger für das Amt des Bürgermeisters und die Nachfolge von Reinhard Bentler. Er ist der dritte Bewerber.

Neben Danner kandidieren bereits der Freiburger Jurist Christian Göpper (38) und der Diplom-Verwaltungswirt Raphael Walz (29), der im Landratsamt Schwarzwald-Baar arbeitet.

Danner ist gelernter Bankkaufmann, sitzt seit mehr als zehn Jahren für die CDU-Fraktion im Gundelfinger Gemeinderat und ist auch Mitglied in der Partei der Christdemokraten. "Ich möchte aber als unabhängiger Kandidat antreten, die Wahlfinanzierung läuft nicht über die CDU", sagt er. Zudem ist er seit fünf Jahren stellvertretender Bürgermeister. Da die CDU nur noch viertstärkste Kraft im neuen Gemeinderat ist, muss er das Amt aber voraussichtlich abgeben. "Das ist sehr schade, denn es hat mir sehr viel Spaß gemacht", sagt Danner, der sich unter anderem auch ehrenamtlich im Förderverein des evangelischen Kindergartens und im Kirchenchor engagiert.

Danner leitet hautberuflich die Geschäftsstelle der Raiffeisenbank in Reute. "Ich bin ein echter Gundelfinger und habe die Gemeindeentwicklung live miterlebt", sagt Danner, dessen Vater mehr als 30 Jahre im Gemeinderat saß. Danner sieht sich gut involviert in die Planungen der Gemeinde und will die Schulentwicklung weiter forcieren und Senioren gut unterbringen. Ein Anliegen ist ihm auch das Gewerbe, das er voranbringen will. "Wir haben ein Problem in Gundelfingen und das ist die Flächenbeschränkung", sagt er. "Da wird viel Fingerspitzengefühl erforderlich sein, dass man die Flächen, die noch da sind, nachhaltig in verschiedene Projekte mit einbringt."

Der dreifache Familienvater sieht seine Verwurzelung in der Gemeinde als Vorteil. Er kennt aber auch Statistiken, wonach es Bewerber aus der Gemeinde sehr viel schwieriger haben, Bürgermeister derselben zu werden. "Es wird sich bei der Wahl zeigen, ob es ein Vorteil ist oder nicht." Von Statistiken lasse er sich jedenfalls nicht abschrecken.
von Max Schuler
am Di, 08. Juli 2014 um 16:04 Uhr

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