Kandidatencheck

Trutz-Ulrich Stephani (FDP) im Wahlkreis 284 Offenburg

Selbstständigkeit und Weltoffenheit sind Trutz-Ulrich Stephani wichtig. Deshalb hat er lange Zeit mit einer eigenen Firma in Kalkutta gearbeitet. Das war auch der Grund, warum er sich der FDP anschloss, wo er Bürgerrechte, Freiheit, soziale Marktwirtschaft und internationale Friedenspolitik am besten vertreten findet.

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von Ralf Burgmaier
am Di, 05. September 2017

"Was ich im Sinn habe..."

" . . , ist solide politische Willensbildung. Wie im Gemeinderat bin ich für eine sachliche politische Auseinandersetzung, die das Gemeinwohl im Auge hat. Mehrheitsentscheidungen brauchen länger, sind aber meistens nachhaltiger als der schnelle Entschluss eines Einzelnen."  

Autor: bz

"Was ich anpacken will..."

" . . . ist, dass angesichts sprudelnder Steuerquellen der Bürger zurückerhält, was er gezahlt hat. Außerdem hat unsere Politik in Afghanistan und im Nahen Osten zu einer riesigen Flüchtlingswelle geführt. Ich will mich für eine Außenpolitik einsetzen, die auf Interessenausgleich gerichtet ist."  

Autor: bz

"Mein Herz schlägt für..."

". . . Menschen, die ihr Leben anpacken, sich durch Rückschläge nicht entmutigen lassen, fröhlich, offen und ehrlich sind. Einsatz für andere, Ehrenamt, Gestaltungswillen bewundere ich. Zuhören, Eingehen auf andere Meinungen sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Politik. "  

Autor: bz

"An die Nieren geht mir..."

" . . , dass d ie Bundesregierung die millionenfache Ausspähung von Bundesbürgern durch die NSA deckt. Damit duldet sie die Verletzung unserer Bürgerrechte und untergräbt das Vertrauen in unseren Staat. Wohltätigkeit beginnt im eigenen Haus!"  

Autor: bz

Drei Ziele...

... für meinen Wahlkreis

» das Gespräch zwischen Bürger und Politik deutlich zu verbessern
Betriebe und Arbeitnehmer von den Dokumentationspflichten und starren Regeln des Arbeitszeitgesetzes zu entlasten
» bürokratische Hemmnisse zwischen Frankreich und Deutschland ab zu bauen.

... für die Bundespolitik

zügige Verabschiedung eines Einwanderungsgesetzes mit einer Begrenzung des Zuzugs, die der Bundestag nach Bedarf anpasst
» ein Teil der sprudelnden Steuerquellen fließt direkt an die Bürger zurück
eine nachhaltige Friedenspolitik, die dem Fortschritt der Dritten Welt dient, damit die Menschen dort ihr Land aufbauen  

Autor: bz

"Beweglichkeit in der Politik..."

" . . . ist wichtig. Bei der FDP spricht man von Umfallen, andere Parteien kommen zu neuen Erkenntnissen. Es handelt sich um das Gleiche. Politische Sachverhalte und Gespräche führen zu Kompromissen und damit zu Mehrheitsentscheidungen, die nur auf diese Weise möglich sind. Allerdings gibt es Grundüberzeugungen, die nicht verhandelbar sind. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die FDP im zukünftigen Bundestag zu ihren Grundüberzeugungen steht. "  

Autor: bz

"Mein weiterer Weg führt mich..."

" . . . weiterhin aufs politische Terrain. Meine Aussichten nach Berlin zu gelangen, halten sich mit Listenplatz 33 und einem Schwergewicht als Gegenkandidat in Grenzen. Trotzdem werde ich mich vor, wie auch nach der Wahl politisch betätigen. Kritik und Anregungen werde ich nach Berlin weitergeben. "  

Autor: bz

ZUR PERSON: Trutz-Ulrich Stephani



Der 62-Jährige wurde in Bonn geboren und ist in Koblenz, Hannover und Tübingen aufgewachsen. Nach längerer beruflicher Selbstständigkeit in Kalkutta, Indien, ist er 2009 nach Ortenberg umgezogen.
Geboren: 11. Februar 1955
Wohnort: Ortenberg
Beruf: Promovierter Diplom-Chemiker

Karriere: 1998 Bundestagskandidat im Wahlkreis Erding – Pfaffenhofen, 2011 Mitglied im Landesfachausschuss Wirtschaft, 2014 Gemeinderat in Ortenberg,
Ausbildung: Studium in Kiel, Tübingen
Parteimitglied seit: 1994

http://www.fdp-ortenau.de

tu.stephani@gmail.com  

Autor: bz

NACHGEHAKT: Info

Ein Kandidat mit persönlicher Kenntnis der Globalisierung

Wenn jemand der Bundestagskandidaten im Wahlkreis Offenburg die Globalisierung aus eigener Anschauung kennt, dann ist das Trutz-Ulrich Stephani. Bei einem Urlaub 1984 im damaligen Ceylon hat er sich in den indischen Subkontinent verliebt. Unter anderem deshalb hat sich der Doktor der Chemie 1997 mit einer Softwarefirma in Kalkutta selbstständig gemacht. Indien beschreibt er im Gespräch als sehr freies Land. Auf Nachfrage, ob das angesichts des Kastenwesens dort tatsächlich der Fall sei, korrigiert er, dass er die Freiheit eines westlichen Unternehmers dort gemeint habe. Stephanis erster Wahlkampfauftritt bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Flüchtlinge, Fluchtursachen und Rüstungspolitik hinterließ einen zwiespältigen Eindruck. Er erklärte : "Wir werden überrannt", und forderte "Grenzen schließen". Im Gespräch mit der BZ distanziert er sich aber von "freiheitlichen" Positionen, wie sie beispielsweise der Rechtspopulist und FPÖ-Politiker Jörg Haider (1950 bis 2008) in Österreich vertreten hatte. Den Prozess der Globalisierung findet er wichtig für die Weltwirtschaft. Sein Rezept, um das freie Spiel der weltweiten Wirtschaftskräfte sinnvoll zu gestalten, lautet Freihandel und Investitionen statt Entwicklungshilfe. Entwicklungshilfegelder würden seiner Meinung nach in korrupten Strukturen der Empfängerländer versickern. Friedenspolitik ist ihm wichtig, nicht zuletzt weil der Freihandel und damit eine Exportnation wie Deutschland davon profitierten. Insofern ist er dem wirtschaftsliberalen Credo seiner Partei treu. Wie er betont, liegt ihm aber auch das klassisch-liberale Eintreten für Bürgerrechte am Herzen, weshalb er die NSA-Abhörpraxis und die passive Haltung der Bundesregierung dazu für skandalös hält. Trutz-Ulrich Stephani hat selbst eine Art "Migrationshintergrund". Weil sein Vater Bundesoffizier war, prägten viele Umzüge seine Kindheit und Jugend. In die FDP eingetreten ist er 1994, als die Partei unter ihrem damaligen Bundesvorsitzenden Klaus Kinkel noch in Regierungsverantwortung stand. Er engagierte sich auf Kreisebene in der Parteiorganisation, kandidierte 1998 schon einmal, allerdings erfolglos für den Bundestag. Seit seiner Rückkehr 2009 aus Indien, lebt er in Ortenberg, wo er 2014 in den Gemeinderat gewählt wurde, eine Tätigkeit, die ihm nach eigener Aussage sehr viel Freude bereitet.  

Autor: rab


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