Teilnehmer-Zahlenspiele

URTEILSPLATZ: Groß oder enttäuschend?

Spätestens seit der Amtseinführung von Donald Trump weiß man, dass die Schätzung der Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen kann. Noch schwieriger muss der Versuch geraten, das jeweilige Ergebnis zu begründen. Waren es tatsächlich 200 interessierte Bürger, die zur Informationsveranstaltung der Stadt in Sachen Bebauung Altenberg ins Max-Planck-Gymnasium gekommen sind? Diese Zahl stammt von der Stadt, die als Veranstalter ein Eigeninteresse nicht von der Hand weisen kann. Oder waren’s am Ende doch nur knapp 130 Besucher inklusive Referenten und Berichterstatter, wie ein Blick auf die Fotos ergibt? Wäre diese Zahl dann groß, erwartbar oder am Ende doch enttäuschend? Zu letzter Einschätzung könnte kommen, wer sieht, welche Anstrengungen die Stadt bei der langen Liste der Referenten unternommen hat. Auch wenn der Moderator immer wieder auf die Bremse trat, sehr viel mehr passt in eine Veranstaltung nicht rein. Übelmeinende könnten das auch als Überwältigungsstrategie werten, der sich manche nicht aussetzen wollten. Und wenn’s, wie die Stadt mutmaßt, doch 200 Besucher gewesen wären? Dann könnten sich Stadt und Bürgerinitiative freuen. Das Thema hätte mehr hinterm Ofen hervorgelockt als 2004 beim Solitärbau auf dem Rathausplatz. Damals waren zur Bürgerinfo nur 50 Interessierte gekommen. Andererseits hatten die Solitärgegner beim Entscheid das Quorum (allerdings bei deutlich höherer Hürde) verfehlt. Wenn jetzt mehr als vier mal so viel kamen...
von Manfred Dürbeck
am Di, 31. Januar 2017

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