Landesgartenschau

URTEILSPLATZ: Treffer, die Wirkung zeigen

Um es einmal in der Sprache der Boxer zu formulieren: Der Kämpfer hat drei Treffer erhalten, die bei ihm Wirkung zeigen. Ins Straucheln gebracht haben sie ihn noch nicht. In dieser angeschlagenen Verfassung könnte sich die Verwaltung derzeit beim Thema Landesgartenschau fühlen. Der erste – noch leichte Treffer – war der Verzicht auf die Kleingartenanlage, die auf wenig oder keine Gegenliebe gestoßen war. Ein schon etwas schwererer Leberhaken folgte mit der (noch immer offenen) Diskussion um den Stegmattensee, der deutlich teurer werden wird als berechnet. Der Treffer saß. Die Nachwirkungen sind noch deutlich zu spüren. Nicht zu vergessen der unerwartete Abgang des Baubürgermeisters. Den nächsten Treffer könnte Werner Grafmüller mit der Weigerung setzen, sein Grundstück zu verkaufen. Ob und welchen Schaden er damit anrichtet, bleibt abzuwarten. Unabhängig davon, ob Grafmüllers Haltung nachvollziehbar ist – er ist ein unangenehmer, weil verbissener Gegner. Das haben die vielen bislang fruchtlosen Verhandlungen und Gespräche der Stadt mit ihm gezeigt. Die Verwaltung will auf diesem Weg weitergehen, hat jetzt gar einen Mediator eingeschaltet. Und wenn auch er scheitert? Rechtlich bliebe der Stadt noch die Möglichkeit eines Enteignungsverfahrens. Bislang war das zumindest kein Thema. Es wäre auch ein schlechtes Zeichen für das Ansehen und die Akzeptanz der Landesgartenschau in der Öffentlichkeit. Um in der Sprache der Boxer zu bleiben: Der Stadt stehen wohl noch einige anstrengende Runden bevor, bis der Schlussgong ertönt.
von ch
am Mi, 05. Februar 2014

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