Viele Tipps für Hobbyköche

Wild war der Jahreszeit angemessen das Thema des jüngsten Badenova Energiebüfetts.

LAHR. Im Jagdfieber hat sich das Badenova-Energiebüfett am Donnerstagabend im Bauberatungszentrum in Lahr präsentiert. Wie immer waren alle 32 Plätze besetzt im Mussler-Kulinarium, das den Rahmen abgibt für das Kochevent, das viele Fans hat. Dass dies so ist, dafür ist die ungewöhnliche Mischung aus Kochshow, kleinem Rahmenprogramm, gutem Essen und Trinken und einer lockeren Atmosphäre verantwortlich. Und das alles zu einem mehr als moderaten Preis, der zudem noch einem guten Zweck zukommt.

Diesmal brachte Profikoch Andreas Miessmer passend zur Jahreszeit Wild in verschiedenen Variationen auf den Tisch. Da gab es einiges zu lernen. Zum Beispiel das Grundrezept für das beste Kartoffelpüree: "Ein Pfund Kartoffeln auf ein Pfund Butter". Praktikabler und weniger kalorienreich die Tipps für die leckere Meerrettich-Vinaigrette, die zur Vorspeise – Feldsalat mit Hasenrücken – gegeben wurde. Ein Teil Balsamicoessig, dann die weiteren Zutaten von Salz und Pfeffer bis hin zu Apfelstückchen, Meerrettich, Naturjoghurt – "und alles, was sonst noch gut schmeckt und weg muss", so Miessmer. Zum Schluss zwei Teile gutes Rapsöl, das so golden leuchtete wie die Beerenauslese aus dem Weingut Schwörer, die zum Abschluss des Drei-Gänge-Menüs als Dessertwein gereicht wurde.

Unterhaltsam und locker präsentierte Uwe Baumann das Programm. Zur Seite stand ihm Sänger Tobias Gnacke, der gleich eine ganze Sammlung von internationalen Versionen des "Jäger aus Kurpfalz" mitgebracht hatte. Der ritt mal im Westernstil durchs Restaurant, gab sich schottisch oder asiatisch, und war zum Schluss kaum mehr zu unterscheiden von Reinhard Mey und Peter Maffay. Als "Jäger des Meeres" stellte Gnacke später am Abend auch seine Bauchrednerpuppe vor, den Pinguin Richard. Der bandelte – natürlich – mit einem weiblichen Gast an, und wollte partout keinen Schlager, sondern viel lieber den Rockklassiker "Stairway to heaven" singen.

Immer wieder gingen Gäste, vor allem männliche Hobbyköche, zu Miessmer nach vorne, um ihm beim Kochen ganz genau auf die Finger zu schauen. Nein, die Butter, die Miessmer zum Anrösten der Schupfnudeln in der Pfanne heiß gemacht hatte, war nicht verbrannt. "Die braune Farbe kommt vom Mohn", erklärte Miessmer. Über Hasenpfeffer und die richtige Zubereitung von Kürbis wurde gefachsimpelt, über Pfälzer Saumagen und die beste Art, Kartoffelsalat zuzubereiten. Ebenso fachkundig waren die Gespräche mit Lothar Schwörer vom Weingut in Schmieheim. "Wer mich kennt, weiß, dass ich eigenwillig bin, und deshalb mache ich auch eigenwillige Weine", bekannte dieser. Dem Publikum schmeckte es. Zunehmend wurden die Tischgespräche immer munterer. Nach dreieinhalb Stunden leckerem Essen und Trinken und guter Unterhaltung, gab es viel Applaus für alle Akteure des Abends.
von Juliana Eiland-Jung
am Mo, 31. Oktober 2011

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