BZ-Serie "Weinwege am Oberrhein" (16):

Von Baden-Baden nach Gernsbach

BZ-SERIE "WEINWEGE AM OBERRHEIN" (16): Das letzte Stück auf dem Ortenauer Weinpfad führt von Baden-Baden nach Gernsbach /.

Schlussetappe auf dem Ortenauer Weinpfad: Von der Baden-Badener Trinkhalle mit den Wandbildern von Jakob Götzenberger zu Sagen aus der Region geht man zum Kurhaus. Auf dem Fußweg an der Oos, parallel zur berühmten Lichtentaler Allee, führt der Weinpfad durch die Parkanlagen und über die Bertholdstraße bis zum Rosengarten. Rechts liegen die Tennisplätze von Rot-Weiß Baden-Baden, dem ältesten Tennisclub Deutschlands. Nun biegt man links in die Maria-Viktoria-Straße ab und geht wieder links auf dem Hugo-Heiler-Weg dem Bach entlang. Bei der St. Josephskirche überquert man die Straße und folgt dem Falkenhaldeweg aufwärts bis zur Beuttenmüllerstraße. Der Tony-Marshall-Weg führt steil aufwärts, am Anwesen des Sängers vorbei, durch den Wald bis an eine Schranke. Auf einem geteerten Weg geht es durch Gärten und Reben weiter. Links die Villa Belveder. Durch Wiesen und Reben und mit einem schönen Blick zum Battertfelsen und zum Merkur kommt man zur Marienkapelle. Zwischen Reben und Wald führt der Weg zu den Eckhöfen (270 m).

Man geht rechts um das Anwesen herum und an der Kapelle vorbei. Links ginge es zur Talstation der Merkurbahn (1,5 km). Im Wald führt der Weinpfad am Zaun des Wildgeheges entlang aufwärts bis zu einer Hütte im Gehege und weiter bis zum Wegweiser Wildgehege-Mastbergleweg (350 m). An der folgenden Kreuzung biegt man auf eine breite Waldfahrstraße ein und folgt dieser, die zugleich Naturlehrpfad ist, durch schöne Waldbestände des Baden-Badener Stadtwaldes in Richtung Nachtigall.

Man passiert die Dreieichenhütte (380 m) und den Honiggrabenbrunnen. Rechts ein Bestand von Mammutbäumen aus Nordamerika. Man bleibt geradeaus auf der Müllenbildsstraße. Nun erreicht man die Landstraße von Baden-Baden nach Gernsbach und das Hotel Nachtigall. Der Wegweiser Nachtigall/Müllenbild (382 m) zeigt, dass man seit der Trinkhalle 7,8 Kilometer gelaufen ist und bis zum Alten Rathaus in Gernsbach noch 6,6 Kilometer vor sich hat.

Man überquert die Landstraße, folgt ein kleines Stück der Straße in Richtung Schloss Eberstein und biegt rechts auf eine Waldfahrstraße ein (zugleich Gernsbacher Runde). Diese führt steil aufwärts, geht später nach links und wird eben. Dort hat man einen weiten Blick ins Murgtal und auf Staufenberg. Die Hütte am Saulachkopf (454 m) war bei unserer Tour im Bau. Man geht nun links abwärts weiter über den Jägerplatz (404 m), dort rechts zum Zehntacker (341 m), immer geradeaus zum Ochsenkopfweg (320 m) und am Waldrand weiter bis zum Schloss Eberstein (304 m).

Unter dem Weg liegt ein sehr steiler Rebberg, dahinter Obertsrot. Man kommt zum Schloss Eberstein, einem Hotel und Restaurant. Für die Wanderer gibt es eine Terrasse mit Biergarten mit dem herrlichen Blick ins Murgtal. Nun muss man etwas aufpassen: Der Weg führt auf der Treppe abwärts. Es geht am Rand des Rebberges mit bunten Rosen weiter und führt auf einem schmalen Pfad, dem Gernsbacher Sagenweg, in den Wald.

Der Pfad im Wald mit Eiben und Stechpalmen ist romantisch, aber wegen Wurzeln und Steinen etwas unwegsam. Gutes Schuhwerk ist erforderlich! Für Kinderwagen ist der Weg nicht geeignet. Die nächsten Stationen sind: Murgtalblick (270 m), nach einigen Felsen der Wegweiser Unter dem Schloss und dann der Wachtelweg. Dort geht der Sagenweg zurück zum Grafensprung (0,6 km), zum Aussichtspavillon auf dem Huthfelsen und zum Schloss. Der Weinpfad verläuft an dem weiter sehr steilen Waldhang etwas aufwärts zur Luisenruhe (271 m). Dort geht man ein kurzes Stück steil aufwärts, kreuzt die K 3701 und folgt immer weiter dem Pfad oberhalb der Teerstraße mit schönen Blicken ins Vordere Murgtal. Bei der Weggabel nach dem Wegweiser Eberpfad (274 m) geht man unten weiter Zur Schönen Aussicht (256 m). Man ist wieder auf dem Gernsbacher Sagenweg und eine Tafel erzählt die Geschichte vom Rockertweible.

Auf einem breiteren Weg erreicht man links abwärts den Wingolfbrunnen (230 m). Bald danach kommt man zum Portal des Fernwanderweges Murgtalleiter (110 km in fünf Tagesetappen). Danach zu einem großen Gefallenendenkmal.

Auf einem kleinen Pfad lässt man das Denkmal rechts liegen und geht, etwas schwierig, in Serpentinen steil abwärts, bis man auf Treppen in den Ort kommt. In Gernsbach steht zuerst der Wegweiser Am Rumpelstein (172 m). Von dort sind es bis zum Wegende am Alten Rathaus noch 300 Meter und zum Bahnhof mit S-Bahn und Busanschluss 600 Meter. Dann kommt der Wegweiser Hofstätte und das Alte Rathaus. Der mächtige Murgschiffer (Floßherr) Johann Jakob Kast hat den Bau im Stil der Renaissance von 1616 bis 1618 errichten lassen. Neben dem Alten Rathaus liegt das ehemalige Markgräfliche Forsthaus mit der Erinnerung an den Freiherrn von Drais und seine Forstlehranstalt sowie an seinen Neffen Karl, den Erfinder der Draisine, des ersten Fahrrads. Beim Alten Rathaus in Gernsbach hat man nach 14,4 Kilometern das Ende des Ortenauer Weinpfades erreicht.

Morgen lesen Sie: Ohne Markierung geht gar nichts – der Schwarzwaldverein

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von Peter Gürth
am Mi, 27. April 2016

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Die Tour

» Tageswanderung von Baden-Baden nach Gernsbach, rund 14 km
Der Weg durch den Kurort entlang der Oos und der Lichtentaler Allee ist sehr reizvoll. Dann geht es steil hinauf zu den Eckhöfen, wo man nochmals Reben begegnet. Von da an geht es lange auf breiten Waldfahrstraßen und durch schöne Waldbestände über die Nachtigall nach Schloss Eberstein. Dort liegt noch einmal ein landschaftlich eindrucksvoller Rebberg. Der Weg weiter nach Gernsbach auf dem schmalen Genießerpfad "Sagenweg" am steilen Waldhang ist wirklich sagenhaft.

»Anfahrt: Vom Bahnhof Gernsbach kommt man mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof Karlsruhe oder zum Bahnhof Baden-Baden.
Fahrplanauskunft: http://www.efa-bw.de

Markierung:
Blaue Traube in einer roten Raute auf weißem Grund  

Autor: vacs

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