BZ-Serie Weinwege am Oberrhein

Von Buchholz nach Malterdingen

BZ-SERIE "WEINWEGE AM OBERRHEIN (7): Auf dem Breisgauer Weinweg unterwegs von Buchholz nach Malterdingen /.

F ür den zweiten Tag des Breisgauer Weinweges schlagen wir eine etwas weitere Wegstrecke vor, um den kompletten Weg in fünf Tagen bewältigen zu können. Natürlich kann man die Wanderung auch ruhiger angehen.

Die Etappe beginnt in Buchholz bei der Kirche (240 m). Auf der Eisenbahnstraße liegt links das Rathaus. Ein Wegweiser zeigt zu anderen Orten, die den Namen Buchholz tragen. Man geht geradeaus weiter, über die Bahn, unter der Landstraße von Emmendingen nach Waldkirch durch, und in den Buchholzer Rebberg. Beim Wegweiser Am Schiibefelse (248 m), wo am Sonntag nach der Fasnet das Scheibenfeuer brennt und die glühenden Scheiben ins Tal geschlagen werden, wandert man in Kehren durch die Reben aufwärts bis zum Waldrand und dann links weiter hoch bis zum Wegweiser Scheibenbühl (340 m).

Auf einem kleinen Pfad, der bei Nässe etwas schmierig wird, geht es in den Wald und weiter aufwärts bis zum Kamm. Ein Grenzstein von 1757 zeigt die alte Grenzlinie zwischen Buchholz (Vorderösterreich) und Sexau (Markgrafschaft Baden-Hachberg) an. Der Weg führt nun abwärts und auf einer breiten Waldfahrstraße zum Gasthaus Reichenbächler Hof. Beim Wegweiser ­Reichenbächle (250 m) kreuzt man die Talstraße und wandert aufwärts in den Sexauer Rebberg (278 m). Der Weg windet sich hinauf bis zum Waldrand mit einem Picknickplatz. Auf dem Langackerweg kommt man zu einer Ruhebank mit schönem Blick zurück ins Reichenbächle, mit dem Rosskopf und dem Schönberg bei Freiburg dahinter. Ob der Wegweiser Burgstell (322 m) bedeutet, dass hier einmal eine Burg stand?

Auf der Waldfahrstraße geht es steil hinab zu den Häusern von Mühlenbächle (241 m) an der Straße von Sexau nach Freiamt. Dieser folgt man auf dem Fuß- und Radweg bis zum Wegweiser Ebersbächle (240 m) und dort dem Sträßchen, das links abgeht. Nach dem nächsten Wegweiser biegt man links auf einen Erdweg ab, der immer steiler durch Wiese, Wald und Reben nach 800 Metern zu einem ersten Höhepunkt des Wandertages, zur Hochburg, führt. Beim Wegweiser Am Hornwald (320 m) sind es rechts etwa 100 Meter zur Burg.

Nach der Besichtigung der mächtigen Ruine folgt man einem Teerweg hinunter zur Domäne Hochburg (285 m). Von der Domäne Hochburg verläuft der Weinweg, zusammen mit dem Vierburgenweg, zunächst zum Friedhof Windenreute und danach in den Ort, den man beim Wannenweg erreicht und beim Gasthaus Waldschänke wieder verlässt.

Beim Schützenhaus geht es auf dem Rebhauweg in den Wald und später durch Obstwiesen und an Gärten vorbei zur aussichtsreichen Wilhelmshöhe (276 m) oberhalb von Emmendingen (dorthin 3 km). Bald danach wendet man sich nach rechts aufwärts durch Wiesen und Reben in den Wald und geht links auf der Waldfahrstraße weiter zum Wegweiser Hinterhau (310 m). Man überquert die Landstraße nach Tennenbach und erreicht nach insgesamt 12,5 Kilometern von Buchholz den nächsten Höhepunkt, den Eichbergturm. Der Aussichtsturm ist eine kühne Konstruktion mit mächtigen Douglasienstämmen als Stützen. Mit seinen 43 Metern bis zur Aussichtskanzel gilt er als der höchste Aussichtsturm Deutschlands. 240 Stufen bringen die Wanderer hinauf.

Nachdem man sich an der Aussicht vom Eichbergturm sattgesehen hat, geht es beim Wegweiser Eichbergturm (360 m) zunächst geradeaus weiter, dann links auf der Waldfahrstraße bis zum Wegweiser Eichbergweg (331 m). Nun führt ein schmaler Pfad etwas unwegsam abwärts. Beim Wegweiser Am Grenzstein (285 m) kommt man rechts wieder auf eine breite Waldfahrstraße. Man überwindet den Bach und geht dann aus dem Wald und durch eine Obstwiese zum Wöpplinsberg (285 m). Nun könnte man rechts aufwärts zum Hofgut und der aussichtsreichen Kapelle oberhalb des Hofgutes abzweigen. Der Weinweg folgt zuerst dem Sträßchen links abwärts und geht dann rechts auf einem Erdweg durch Felder und Wiesen weiter. An der nächsten Wegegabel muss man sich rechts halten. Durch einen kleinen Hohlweg erreicht man die Straße "Am Mönchshof", 3,3 Kilometer vom Eichbergturm Mundingen. Durch die Mönchhofstraße geht es weiter bis zur Kreuzung, wo man sich an dem evangelischen Pfarrhaus von 1693 orientieren kann. Die Zehntscheuer, wo der Zehnte für das Kloster Tennenbach gesammelt wurde, lag gegenüber. Vom Pfarrhaus Mundingen (202 m) aus wandert man geradeaus weiter, kommt aus dem Dorf und überquert die Straße nach Landeck. Die Ruine Landeck sieht man rechts oben liegen. Auf einem Schild steht: "50 m links – Weg rechts". Durch Obstgärten und an Reben entlang kommt dieser Weg zum Wegweiser Wegscheide (245 m). Man geht geradeaus weiter, nach rechts geht der St. Gallus Rundweg ab. Durch die Reben kommt man zum Rastplatz Am Vögelisberg (242 m) mit einem schönen Blick zum Kaiserstuhl. Nun führt der Weinweg im Zickzack abwärts und dann über den alten Verbindungsweg und über die Landstraße von Köndringen nach Heimbach. Ganz in der Nähe liegt der Hermannsbrunnen, die alte Gerichtsstätte des Vierdörferwaldes. Der Weinweg geht nach der Landstraße rechts am Waldrand entlang. Man sollte den alten Grenzstein von 1757 nicht übersehen. Schließlich kommt man an eine Kreuzung von fünf Wegen, wo der Weinweg halblinks abgeht. Beim Wegweiser Blumberg (275 m) steht links das steinerne Bild des St. Galler Bären. Die Tafel des St. Gallusweges weist auf Heimbach hin, der rechts unterhalb liegt. Dort sind die barocke St. Galluskirche, das neue und das alte Schloss sowie die Steinbrüche, aus denen der Baustein für das Freiburger Münster gebrochen wurde, sehenswert. Etwas weiter aufwärts folgt links ein Bildstöckchen in einem gepflegten Gärtchen. Der weitere Weg durch Reben, Obstwiesen und Äcker geht am Rankacher Kreuz von 1897 vorbei zum Wegweiser Zielgrüble (290 m). Zum Etappenziel Malterdingen sind es nur noch etwa zwei Kilometer, aber vorher wird es noch unheimlich.

Eine weitere Tafel des St. Gallusweges weist zum Denkmal für die Auswanderer aus Heimbach (10 Minuten) und zum Heimbacher Galgen (5 Minuten). Man geht ein kurzes Stück links aufwärts und oben links zum Galgen. Man sieht zwei harmlose Säulen aus dem 18. Jahrhundert, zwischen denen es früher wohl einen Querbalken gab. Dazu passt, dass der Galgen wohl nie benutzt wurde, weil Heimbach gar keine hohe Gerichtsbarkeit besaß. Man wandert jetzt geradeaus weiter oberhalb der Reben am Waldrand entlang bis zu einem Rastplatz. Unterhalb liegt das für seine roten Burgunder bekannte Weingut Huber. Danach auf einem Teerweg bis zum Malterdinger Schützenhaus (256 m). Rechts geht der Weinweg weiter, links erreicht man am Rathaus von Malterdingen das Etappenziel.

Am Montag lesen Sie: Die Etappe
von Malterdingen nach Ettenheim

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von Peter Gürth
am Sa, 16. April 2016

Badens beste Erlebnisse