Vorzeitig übertragen statt vererben

Durch Schenkung einer Immobilie zu Lebzeiten lassen sich Steuern sparen

Besitzer von Immobilien sollten angesichts der jüngsten Erbschaft-steuerreform verstärkt die Möglichkeit prüfen, Immobilienbesitz bereits zu Lebzeiten an Kinder oder andere nahe Verwandte zu übertragen. Das empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Erbrechtskunde e. V. (DGE) in Freiburg. Trotz deutlich höherer Freibeträge für Verwandte der Steuerklasse I würden insbesondere Erben mehrerer Immobilien und großer Vermögen durch die neuen Regelungen stark zur Kasse gebeten. Deshalb könne nur dringend dazu geraten werden, die Freibeträge für eine vorzeitige Übertragung oder Schenkung zu nutzen, so der Präsident der Gesellschaft, der Freiburger Rechtsanwalt Peter E. Ouart. Zu beachten sei dabei insbesondere auch, dass der Freibetrag alle zehn Jahre neu in Anspruch genommen werden könne. Darüber hinaus weist Ouart auf die Möglichkeit hin, dass bei einer vorzeitigen Übertragung sich auch durch die Einräumung eines sogenannten Nießbrauchsrechts an der Immobilie steuerliche Vorteile ergeben, da der Gegenwert für dieses Recht vom Verkehrswert der Immobilie abgezogen werden könne.

von BZ
am Mo, 13. Juli 2009


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