Weinwege am Oberrhein (15): Von Bühlertal nach Baden-Baden

BZ-SERIE "WEINWEGE AM OBERRHEIN" (15):Auf dem Ortenauer Weinpfad von Bühlertal in die Kurstadt Baden-Baden /.

Von der Kirche in Bühlertal-Untertal (198 m) aus nimmt man die Sessgasse, am alten Schulhaus vorbei, zum Wegweiser Alter Gottesacker. Dort überquert man die Hauptstraße und geht steil hoch in die Reben. Man wendet sich links und kommt wieder an den Ortsrand. Dann links endgültig in den Rebberg und aufwärts bis zur Gedenkstätte La Salette (220 m). Die Anlage erinnert an eine Marienerscheinung im Jahre 1846 in La Salette bei Grenoble und zugleich an die Flurbereinigung in Altschweier 1980.

Es geht geradeaus weiter, bei der folgenden Wegegabel auf den linken, unteren Weg. Der Weg, zugleich Weinlehrpfad, bietet allerlei Abwechslung: ein Marienbild, ein Lied als Huldigung an das Bühlertal, einen Rastplatz und Aufklärung über die Rebflurbereinigung im Sternenberg 1977/78 und den Blick auf Altschweier. Man kommt in das Rebgewann Geizen und zum Wegweiser Altschweier/Am Ruschberg (188 m). Dem Blick öffnen sich weite Rebberge bis in die Ebene. Man kommt aufwärts in das Götzenstück (210 m). Rechts steht ein Denkmal für die 1908 gegründete Winzergenossenschaft von Affental (Sie wissen schon, die Flasche mit dem Affen!). Weiter aufwärts bis Oberm Betschgraben (240 m). Es geht kurz in den Wald und zum Heißen Stein (242 m). Links die Grillhütte mit Rastplatz. Vom Heißen Stein könnte man nach Eisental (1 km) und Affental (2 km) abbiegen. Man hält sich links und bleibt in den Reben. Voraus erblickt man den Fremersberg mit dem Fernsehturm und den charakteristischen Vulkankegel der Yburg sowie Varnhalt. Das erste Ziel des Weges, Neuweier, verbirgt sich im Tal.

Man kommt zu einer großen Fatimakapelle mit herrlichem Blumenschmuck. Auf einem schmalen Pfad mit Geländer geht es in Serpentinen hoch und etwas durch den Wald. Wieder in die Reben und immer geradeaus sieht man jetzt Neuweier und seine berühmte Reblage Mauerberg. An der Weggabelung geht es noch etwas aufwärts und dann hinunter zu den ersten Häusern von Neuweier. Zuerst liegt rechts der Burgunderhof am Weg, dann nimmt man links die Heiligensteinstraße, danach die Losenbergstraße.

Beim Wegzeichen gegenüber der Schule sollte man den gegenüberliegenden Gehweg benutzen und geradeaus weitergehen. So kommt man zur Kirche von Neuweier (180 m). Seit Bühlertal-Untertal waren es 5,3 Kilometer.

Für den weiteren Weg nach Varnhalt geht man die Mauerbergstraße rechts aufwärts, dann links auf die St. Michaelsstraße, rechts in die Bocksbeutelstraße und im Zickzack in die Reben. Der Weinpfad verläuft wieder einmal zusammen mit einem Weinlehrpfad, der ausführlich über den Weinbau in Neuweier und den nächsten Orten berichtet.

In der Kehre nach der Tafel Bocksbeutel hat man die Yburg direkt vor sich. Der Weinpfad geht aber links weiter. Unten liegt das Schloss Neuweier mit den Reben des Schlossgutes. Links erinnert eine Tafel an den Straßburger Münsterbaumeister Erwin von Steinbach. Zugleich sieht man links den Weinbauort Umweg und Steinbach liegen. Voraus liegt Varnhalt.

Um dort hinzukommen, muss man an der nächsten Kreuzung den oberen Weg nehmen. Man kommt auf der Straße Kastanienhalde durch ein Villenviertel von Varnhalt und dann abwärts auf die Klosterbergstraße. Von Neuweier nach Varnhalt waren es 2,7 Kilometer, nach Baden-Baden hat man noch sieben Kilometer vor sich. Ganz oben am Ende der Klosterbergstraße geht der Ortenauer Weinpfad links in die Reben. Rechts das Mini-Schwarzwalddorf Varnhalt mit einer Modelleisenbahn.

Eine Tafel am Weinpfad weist auf das Hofgut Nägelsförst hin, das 1268 von den Nonnen in Lichtental gegründet wurde. Die Kapelle St. Joseph rechts erinnert an das ehemals deutsche Banat-Brestowatz in Rumänien. Am Ende des Teerweges mit seinen vielen Infotafeln geht es links abwärts zum Rastplatz mit einer Hütte am Nellele (260 m) im Stadtwald von Baden-Baden. Man folgt der Waldfahrstraße nach rechts und später links ins Grünbachtal. Auf beiden Seiten des Weges liegen mehrere Waldweiher. Man nimmt rechts den Grünbachweg, der stetig bergauf an die Landstraße von Baden-Baden nach Varnhalt führt. Links der Landstraße steht die Entenstallhütte. Zudem zweigt die Straße links auf den Fremersberg ab.

Der Weinpfad verläuft jetzt rechts auf dem geteerten Weg parallel zur Landstraße, dann über die Wiese hinunter und wieder auf die Landstraße. Dort beginnt die Stadt Baden-Baden. Rechts sieht man die Einfahrt zum Golfclub. Links liegt eine Bushaltestelle für ermüdete Wanderer. Man würde aber dabei ein sehr schönes, letztes Wegstück versäumen. Man geht zunächst auf dem Gehweg weiter die Straße abwärts bis zur Klinik Korbmattenhof und der nächsten Bushaltestelle. Beim Rondell des Wanderportals Tiergarten geht es auf einem Wanderweg, dem Panoramaweg, links im Wald hinunter. Man kommt an den Golfplätzen vorbei, überquert die Landstraße und hat zur Linken den Oberen Waldsee (240 m) liegen. Nach 200 Metern folgen der Wegweiser Michelbachweg und der Untere Waldsee. Jetzt nimmt man den gut markierten Weg mit Wegweisern auf Wegsteinen durch einen schönen alten ­Buchenwald, bis man nach 600 Metern zur Stourdza-Kapelle (210 m) kommt.

Die rumänisch-orthodoxe Grabkapelle der Fürstenfamilie Stourdza wurde 1864 bis 1866 nach einem Plan des Münchner Architekten Leo von Klenze erbaut. Man hat einen sehr schönen Blick auf die Kurstadt Baden-Baden, dahinter links das Schloss, geradeaus der Berg Merkur. Auf Stufen geht es durch den Kurpark hinunter zur Trinkhalle und zum Kurpark.

Morgen lesen Sie:
Die letzte Etappe
des Ortenauer Weinpfads führt
von Baden-Baden nach Gernsbach.

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von Peter Gürth
am Di, 26. April 2016

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