Wohnen in Freiburg

Wohnbaugenossenschaften - Partner gegen Wohnungsnot

Ohne die drei Baugenossenschaften würde es schwer, die Wohnungsnot zu bekämpfen.

Im Sommer soll das "Kommunale Handlungsprogramm Wohnen" beschlossen werden, eine Strategie gegen die Wohnungsnot in der Stadt. Eines seiner Ziele: In Zukunft sollen mindestens 1000 neue Wohnungen pro Jahr gebaut werden. Wichtige Partner, um dieses Ziel zu erreichen, sind die drei Wohnbaugenossenschaften vor Ort mit insgesamt 8800 Wohnungen: der Bauverein Breisgau, das Familienheim Freiburg und die Heimbau Breisgau. Mehr als 25 000 Mitglieder sind in ihnen organisiert. Diese haben lebenslanges Wohnrecht und die Gewissheit, dass die Mieten moderat bleiben – das sichern die Statuten. Die Genossenschaftsmieten (siehe Grafik) liegen tatsächlich deutlich unter denen des aktuellen Mietspiegels, wo der durchschnittliche Quadratmeterpreis 7,53 Euro ist.

In den vergangenen Jahren haben auch die Baugenossenschaften weniger Mietwohnungen gebaut. Die Grünen hatten allen dreien deshalb Vorschläge gemacht: Erstens, sie sollten zusammen jährlich 100 bis 150 neue Mietwohnungen pro Jahr errichten; zweitens, sie sollten bevorzugt städtische Baugrundstücke bekommen und dafür Bewerber aus der Wohnungssucherdatei aufnehmen; drittens, mehr Seniorenwohnungen bauen. Wenn der Gemeinderat im Frühjahr in Klausur über das Kommunale Handlungsprogramm debattiert, soll auch über diese Vorschläge gesprochen werden.

Die drei Genossenschaften hatten sich im November 2012 zu einer Strategiesitzung getroffen. Ergebnis: Alle drei sagen, sie würden gerne mehr Mietwohnungen bauen. Allerdings lehnt der Bauverein ein weitergehendes Belegungsrecht ab: "Auch unsere Mitglieder müssen mit sozialem Wohnraum versorgt werden." Das Familienheim kann sich mehr freifinanziertes Bauen vorstellen, "sofern Grundstücke zu moderaten Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt werden". Die Heimbau Breisgau will sich auf Modernisierung und auf frei finanzierte Wohnungen konzentrieren, denn der öffentlich geförderte Mietwohnungsneubau habe das Unternehmen "wirtschaftlich viel Kraft und Substanz gekostet". Fazit: Die Genossenschaften wollen primär für ihre Mitglieder sorgen und erwarten von der Stadt bessere Förderbedingungen.

Im Internet: http://www.bauverein-breisgau.de www.familienheim-freiburg.de, http://www.heimbau-breisgau.de
von si
am Sa, 09. Februar 2013

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