Wohnmobilbesitzer schnell geholfen

Murger Paar musste Reise abbrechen und zurückkehren / Eigene Wohnung bis Ende März vermietet.

MURG (BZ/mkg). Große Freude bei Cornelia Merz und Harald Maurath. Das Paar aus Murg war mit seinem Wohnmobil unterwegs. Als Corona aber immer gefährlicher wurde, brachen die Beiden ihre Reise ab und traten die Heimreise an. "Ich selbst gehöre zur Risikogruppe und wir passen seit drei Wochen ganz akribisch auf und vermeiden Kontakte", schreibt Cornelia Merz der Badischen Zeitung. Entsprechend mieden sie auf ihrer Heimreise die an der Strecke liegenden Risikogebiete.

Das Problem der frühzeitigen Rückkehr: Die eigentliche Heimkehr war erst im April geplant und die Wohnung des Paares ist noch bis Ende März vermietet. "Wir können erst im April wieder in die Wohnung." Ihre erste Station auf der Heimreise war der Stellplatz in Bad Bellingen, der aber jetzt zu ist – genauso wie der Stellplatz in Murg.

"Wir brauchen bis Ende März einen Platz mit Versorgung mit Strom und Wasser sowie Entsorgung von Wasser und Toilette. Auch möchten wir weiterhin direkten Kontakt meiden. Wir sind beide total symptomfrei", heißt es in dem Schreiben. Einige Plätze hatten sie kontaktiert, aber nur Absagen bekommen. Murgs Bürgermeister Adrian Schmidle aber hatte ein Einsehen. "Wir konnten für die Beiden eine Lösung finden", sagt Schmidle auf Anfrage der Badischen Zeitung. Er bat aber um Verständnis, über die Details der Lösung zu schweigen. Murgs Bürgermeister will keine Nachahmer ermutigen.

Den beiden Murgern fällt erst einmal ein Stein vom Herzen. "Wir freuen uns über die Notlösung. Es ist sehr schön, Hilfe zu bekommen in dieser Zeit." Für die nächsten beiden Wochen werden sie aber trotzdem weiterhin versuchen, jedweden Kontakt zu anderen Menschen zu vermeiden.
von bz
am Fr, 20. März 2020

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