Zum Schutz der älteren Wehrer

Neu aufgenommene Menschen im Pflegeheim kommen sicherheitshalber in eine zweiwöchige Quarantäne.

WEHR. Die bundesweiten Vorsorge-Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden auch von der Bürgerstiftung Wehr streng befolgt. Dies erklärte Heimleiter Boris Blazevic auf telefonische Anfrage der BZ. Seit Ende vergangener Woche wird deshalb von der Bürgerstiftung empfohlen, Besuche im Pflegeheim nur noch nach Absprache mit der Heimleitung und nur in wirklich dringenden Fällen vorzunehmen, obwohl Boris Blazevic soziale Kontakte mit den Heimbewohnern für absolut wichtig hält.

Besuche beim Betreuten Wohnen, wie im Haus Merian, sind vorläufig zwar noch nicht generell untersagt, so Blazevic, sollen aber auf Empfehlung des renommierten Berliner Robert-Koch-Institutes (RKI) und des baden-württembergischen Sozialministeriums auf ein Minimum und nur auf das Notwendigste reduziert werden.

Keine Veranstaltungen mehr
Alle Veranstaltungen bei der Bürgerstiftung seien deshalb abgesagt worden und die Cafeteria sei vorläufig geschlossen. Anordnungen der maßgebenden Organisationen würden sich aber nahezu tagtäglich ändern, weiß der Heimleiter.

Boris Blazevic und der Vorsitzende des Stiftungsrates der Bürgerstiftung, Bürgermeister Michael Thater, bitten die Bevölkerung um Verständnis für diese unumgänglichen und angeordneten Vorsichtsmaßnahmen. Diese dienen vorwiegend dem Schutz des gesamten Personals im Pflegeheim der Bürgerstiftung, aber auch dem besonders gefährdeter älterer Bewohner. Desinfektions- und Hygienemaßnahmen, versichert der Heimleiter, seien auf das Bestmöglichste erhöht worden. Neuaufnahmen im Pflegeheim kämen zunächst in eine zweiwöchige Quarantäne.

Enttäuschung und Verständnis
Das engagierte und noch komplett gesunde Personal werde alles tun, versichert Heimleiter Blazevic, um das Coronavirus von der Bürgerstiftung fernzuhalten und die Bewohner zu schützen.

Deshalb verzichte das Personal auch auf die Teilnahme an Freizeitaktivitäten mit größeren Menschengruppen, um sich nicht der Gefahr von Ansteckungen auszusetzen. Auch beim renommierten RKI ist man überzeugt, das Corona nur von Mensch zu Mensch übertragen werde.

Bei den zu pflegenden Bewohnern werden fehlende Besuche von Angehörigen zwar mit Bedauern und oft Enttäuschung aufgenommen, sagt Boris Blazevic, finden aber allgemeines Verständnis.

Noch immer kämen Verwandte oder Bekannte zu turnusmäßigen oder geplanten Besuchen, haben dann aber überwiegend ebenfalls ein Einsehen für die getroffenen Vorsichtsmaßnahmen der Bürgerstiftung.
von Ernst Brugger
am Mo, 23. März 2020

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