BZ-Tipp: Tag des Friedhofs

Zwei Basler Friedhöfe (neu) entdecken

Führungen und andere Veranstaltungen auf dem Wolfgottesacker und dem Israelitischen Friedhof.

Der "Tag des Friedhofs" wurde im Jahr 2001 in Deutschland ins Leben gerufen und hat jeweils viele Interessierte und Neugierige angelockt. Die Stadtgärtnerei Basel beteiligt sich zum vierten Mal am internationalen "Tag des Friedhofs" und lädt Besucher am Samstag, 15. September, auf den Wolfgottesacker (Münchensteinerstrraße 99) und am Sonntag, 16. September, auf den Israelitischen Friedhof ein. Zwei Basler Friedhöfe können (neu) entdeckt werden. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. Für das leibliche Wohl sorgen Mitarbeitende der Stadtgärtnerei.

Am Samstag, 15. September, beginnt auf dem Wolfgottesacker um 10 Uhr die Reihe der Veranstaltungen mit einer Führung "Himmlischer Garten Eden" mit dem Basler Historiker Oswald Inglin. Um 11 und 13 Uhr Uhr nehmen Sopranistin Muriel Fankhauser und Organistin Tiziana Fanelli in der Kapelle rechts neben dem Eingang unter dem Motto "Swingtime – eine Hitparade von Händel bis Gershwin" mit auf eine musikalische Zeitreise. Als Grünoase in einem hektischen Quartier wird der Wolftgottesacker bei einer Führung von Susanne Winkler, Leiterin der Fachstelle Gartendenkmalpflege, um 12 Uhr präsentiert. Um 14 Uhr startet die Führung "Vom Familiengrab bis zur Grabgemeinschaft – unterschiedliche Bedürfnisse für die letzte Ruhe" mit Pascal Schöffel, dem Verantwortlichen für den Unterhalt des Friedhofs. Von 10 bis 15 Uhr kann man beim Haupteingang den Bildhauern Aldo Pozzi und Felix Forrer bei der Arbeit zuschauen. Durchgehend von 10 bis 15 Uhr gibt es ebenso beim Haupteingang eine Kinderbetreuung, zwischen 12 und 14 Uhr werden Märchen erzählt. Außerdem wird im Kapellengebäude informiert und beraten.

Am Sonntag, 16. September, offeriert die Israelitische Gemeinde Basel Führungen mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin im Jüdischen Museum der Schweiz, Anna Rabin, über den Israelitischen Friedhof (Theodor Herzl-Straße 90). Näher betrachtet werden dabei folgende Gesichtspunkte und Fragen: um 11 Uhr "Was bedeuten die kleinen Steine auf den Grabsteinen?", um 12 Uhr "Die Friedhofsanlage", um 13 Uhr "Hier liegt verborgen", um 14 Uhr "Kronen, Hände und Kannen – welche Symbole und Inschriften zieren jüdische Grabsteine?" und um 15 Uhr "Wieso gibt es heute keinen Imbissstand vor der Abdankungshalle? – Ethik auf dem jüdischen Friedhof.

Nach jeder Führung werden den Teilnehmern Äpfel, die traditionelle Speise zu den sogenannten Hohen Feiertagen, angeboten (bitte erst außerhalb des Friedhofs verzehren). Besucherinnen und Besucher des "Tag des Friedhofs" werden gebeten, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen.

von BZ/Foto: Chantal Zoelly
am Di, 11. September 2018


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