Kunst

Charakter-Typen

Basel und die Typografie von 1920 bis heute

Wann
Do, 13. Mai 2021, 11:00 - 17:00 Uhr
Weitere Termine
Wo oder WAS
Basel
Basler Papiermühle

Corona-Pandemie:
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Ausstellung "Charakter-Typen"
6. Mai bis 15. August 2021
Di-Fr 11 bis 17 Uhr
Sa 13 bis 17 Uhr
So 11 bis 17 Uhr

In keinem anderen Jahrhundert seit der Erfindung des Buchdrucks gab es in Druckereien so fundamentale Umwälzungen wie im 20. Jahrhundert. Und mit der Technik wandelte sich auch die grafische Gestaltung - nicht weniger radikal.Die alten, von der Materialität des Bleisatzes bestimmten typografischen Regeln waren spätestens mit dem Einzug von Fotosatz und Offsetdruck nicht mehr bindend. Neue Drucktechniken eröffneten eine bisher nicht gekannte Freiheit in der Textgestaltung und neue Ausdrucksformen, mit Schrift und Satz umzugehen. Typografie entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einer eigenständigen Kunstform.

Doch schon vor diesen Umwälzungen in den 1950er-Jahren, bildete sich in der Schweiz ein wiedererkennbarer typografischer Stil heraus, der unter den Bezeichnungen Schweizer Typografie und Swiss Style internationale Bekanntheit erlangte und bis in unsere Gegenwart hinein wirkt. Die damals entwickelten Gestaltungsrichtlinien gelten noch bis heute als modern.

Für die Entstehung dieses Stils kamen wesentliche Impulse aus Basel: Einerseits durch das beachtenswerte typografische Schaffen und der hervorragenden Ausbildung an der Schule für Gestaltung mit renommierten Lehrpersonen wie Armin Hofmann und Emil Ruder, andererseits durch die in Basel und Region erschaffenen Schriften, darunter die Helvetica.

Der aufkommende Fotosatz in den 1970er- und 1980er-Jahren veränderte den Prozess des grafischen Gestaltens vollends. Die freie Verknüpfbarkeit von Bild und Text, die scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten, Schriften zu verzerren oder überlappen zu lassen, wurden für Werbekampagnen gerne aufgegriffen. In Basel unterrichtete damals Wolfgang Weingart. Mit seinen unkonventionellen, immer Grenzen überschreitenden Arbeiten galt er als Enfant terrible der Grafikszene. Gemeinsam mit seinen Studierenden versuchte er, die neu gewonnenen gestalterischen Freiheiten auszuloten. So experimentierten sie mit den neuesten, eben erst auf dem Markt erschienenen Erfindungen wie Fotokopierern oder den ersten Computern mit einer grafischen Benutzeroberfläche.

All diese Impulse, die von Lehrpersonen an der Schule für Gestaltung Basel ausgingen, haben ihren Einfluss auf das zeitgenössische Schaffen hinterlassen. Die Ausstellung schliesst daher mit einem Blick auf das Heute.
Die Präsentation besteht aus zwei Teilen: Grundsätzliche Aspekte der Typografie erweitern die Dauerausstellung im ersten und zweiten Stock. Sie nehmen punktuell Bezug auf die bestehende Thematik im Raum und funktionieren unabhängig voneinander. Im Veranstaltungsraum im dritten Stock stehen hingegen Basel, die Entstehung der Schweizer Typografie und ihre Auswirkungen auf das zeitgenössische Schaffen im Vordergrund.
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Do, 06. Mai 2021 um 08:03 Uhr

  • St.-Alban-Tal 37
  • 4052 Basel (Schweiz)
  • Tel.: 0041/61 2729652
  • Webseite

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