Pop

„Elisabeth Hauptmann - im Schatten Brechts“ in Hamburg

Katharina Thalbach

Wann
Di, 6. Oktober 2026, 20:00 Uhr
Wo oder WAS
Hamburg
Thalia Theater & Nachtasyl
Vorverkauf
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Veranstalter
MSK Wort gGmbH
Premiere

mit: Gerhard Kämpfe (Lesung & Gespräch) und Johannes Roloff (Klavier)
Musikalisch-literarischer Abend

Wer kennt Elisabeth Hauptmann?
Dabei gehört sie zu den wichtigsten, bis heute jedoch oft übersehenen Figuren der deutschen Theatergeschichte. Sie machte Bertolt Brecht auf John Gays »The Beggar's Opera« aufmerksam, übersetzte und bearbeitete den Stoff. Daraus entstand eines der erfolgreichsten Werke der Musiktheatergeschichte: »Die Dreigroschenoper«. Auch an Werken wie »Happy End«, »Mann ist Mann«, »Der Jasager« oder »Die Mutter« war sie maßgeblich beteiligt.

Zwischen Hauptmann und Brecht entwickelte sich eine intensive künstlerische und persönliche Beziehung. Ihr Anteil an Brechts großen Erfolgen wird von Historikern unterschiedlich bewertet, unbestritten ist jedoch ihr enormer Einfluss auf sein Werk. Die Liebesbeziehung zwischen den beiden war kompliziert und teilweise tragisch: Als Elisabeth Hauptmann 1929 von Brechts Hochzeit mit Helene Weigel erfuhr, unternahm sie einen Suizidversuch. Dennoch blieb sie ihm zeitlebens eng verbunden und kümmerte sich nach seinem Tod intensiv um die Herausgabe und Bewahrung seines Werkes. In ihrem Testament hielt sie später fest, für ihre Autorentätigkeit niemals angemessen honoriert worden zu sein.

Katharina Thalbachs Abend verschafft einer Frau die Sichtbarkeit, die ihr zukommt - eine Sichtbarkeit, die Frauen bis weit über die Mitte des 20. Jahrhunderts hinaus verwehrt bleibt. Es ist eine exemplarische Geschichte über weibliche Sozialisation, nicht nur in der bürgerlichen Gesellschaft, sondern weit darüber hinaus auch in vermeintlich fortschrittlichen Kunst- und Kulturkreisen. Dank Katharina Thalbach bekommt Elisabeth Hauptmann mit diesem Abend die Sichtbarkeit, die ihr weit früher zugestanden hätte!

Katharina Thalbach ist eine der herausragendsten deutschen Schauspielerinnen und eine der letzten, in der der Geist des Brechtschen Berliner Ensembles noch lebendig ist.
Helene Weigel, die Witwe Brechts war ihre zentrale Förderin
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Do, 21. Mai 2026 um 13:42 Uhr

  • Alstertor 1
  • 20095 Hamburg

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