Klassik

Klavierabend - Münch, Findeisen, Ravel, Liszt in Heidelberg

Peer Findeisen, Klavier

Wann
Do, 5. August 2021, 19:30 Uhr
Wo oder WAS
Heidelberg
Heidelberg-Wolfsbrunnen
Vorverkauf
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Veranstalter
piano international e.V.

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Der Klavierabend am 4.8.21 um 19.30 Uhr in Wolfsbrunnen Heidelberg mit dem Solisten Peer Findeisen besteht aus einem ersten Teil mit Werken ausschließlich von Martin Münch, dessen Klangsprache deutlich von den Klangwelten Debussys, Ravels und Skrjabins geprägt sind, und einem zweiten Teil mit Werken von Ravel, Liszt und Findeisen.
Während der Jahrhundertwende-Klang in Münchs Valses nobles op. 48 a (2015) und Valse sentimentales op. 48 (2009) deutlich zutage tritt und schon vom Titel her auf Ravels gleichnamige Kompositionen sowie auf La Valse, die Walzerkomposition des 20. Jahrhunderts schlechthin, als Vorbilder verweist, sind die Sterl-Impressionen op. 49 b eine Art Neuschöpfung von Bildern einer Ausstellung mit Werken des impressionistischen Dresdner Malers Robert Sterl. Zu diesen gab ein Ausstellungsbesuch mit Eindrücken von dessen Werken im Kurpfälzischen Museum Heidelberg den Anlass: Eindrücke, die in musikalischen Impressionen ihren Widerhall finden.

Findeisen steht in seiner frühen Komposition Prélude und Toccata (noch zu seiner Studienzeit entstanden) den Klangwelten von Schubert und Brahms, aber auch von Debussy, nahe.

Den Abend rundet eine Gegenüberstellung von berühmten impressionistischen Wassermusiken ab: Jeux d´eaux (1901) von Maurice Ravel und Les jeux d´ eaux á la Ville d´Este aus Franz Liszts Reisebildern Années de Pèlerinage III (Rom, 1877). Während Liszt bereits als Priester geweiht seiner Partitur an einer Stelle ein biblisches Zitat über die Wiedergeburt des Menschen im Taufmysterium einfügt und dem eindrucksvollen Garten der Villa d´Este mit seinen vielen Fontänen ein visionär zukunftsweisendes, trotz virtuoser Spielfiguren letztlich meditatives Denkmal in überraschend impressionistischen Klangwelten setzt, geht Ravel, hörbar beeinflusst durch Liszts Vorlage, von einem antikisierenden, im Grunde eher weltlichen Szenario aus, wenn er dem Stück die Worte voranstellt: ein Flussgott, der lacht, weil ihn das Wasser kitzelt.
Dementsprechend scheinen die virtuos figurierten Klangkaskaden abwechselnd zu glucksen, zu sprühen, aufzuschießen, zu zerstäuben und sich gelegentlich furios üppig zu einer wahrhaft sinfonischen Klangflut zu vereinigen.
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Mi, 21. Juli 2021 um 09:38 Uhr

  • Wolfsbrunnensteige 5
  • 69118 Heidelberg

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