Klassik

[verschoben] Miku Arizono: Klavierrezital

Werke von Haydn, Debussy, Wagner. Neuer Termin: 26.06.2021

Wann
So, 23. Mai 2021, 17:00 Uhr
Wo oder WAS
Freiburg
Historisches Kaufhaus

Corona-Pandemie:
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KLAVIERREZITAL
MIKU ARIZONO
SO 23.05.2021| 17 Uhr
Kaisersaal
Historisches Kaufhaus
Münsterplatz 24, 79098 Freiburg
62 Plätze
Eintritt & Vorverkauf
25,-/12,- Euro (erm.)
www.hausderkultur.com und Abendkasse
Unter Schirmherrschaft des japanischen Generalkonsulats München
Grußwort: Vertreter(in) des japanischen Generalkonsulats München (geplant)
Mit freundlicher Unterstützung: Kulturamt der Stadt Freiburg, Eugen-Martin-Stiftung, Gesellschaft
zur Förderung der Hochschule für Musik Freiburg, Sparkasse Freiburg-Nördlicher
Breisgau und Rechtsanwaltspartnerschaft mbB Benesch Winkler
Haus der Kultur Freiburg e.V. | Untere Lindenstr. 3 | 79238 Ehrenkirchen | www.hausderkultur.com
Programm
Joseph Haydn (1732-1809): Sonate Nr. 31 As-Dur, Hob. XVI: 46
Claude Debussy (1862-1918): »Images II« (1907)
Leos Janácek (1854-1928): Sonate 1.X.1905 (»Von der Straße«)
- Pause -
Richard Wagner (1813-1883) | Zoltán Kocsis (1952-2016):
»Tristan und Isolde«, Prelude zum ersten Akt
Miku Arizono (*1993): Kizashi (»Vorbote«, 2020, UA) | Meguru (»Wirbel«, 2019)
Franz Liszt (1811-1886): Ballade Nr. 2 in h-Moll
Richard Wagner (1813-1883) | Franz Liszt (1811-1886): »Isoldes Liebestod«
Von haydnschen Girlanden, impressionistischer Naturmalerei und Todesnähe zu
Klangwirbel und tristanscher Chromatik
Der Verein Haus der Kultur Freiburg präsentiert am Sonntag, 23.05., 17 Uhr, im Kaisersaal des
Historischen Kaufhauses in Freiburg mit der in Freiburg lebenden Japanerin Miku Arizono -
Gewinnerin des internationalen Klavierwettbewerbs Livorno 2020 - eine der besten Pianistinnen
der aufstrebenden Generation, die mit einem sehr unkonventionellen und progressiven
Programm sowohl als Pianistin wie auch als Komponistin ihr Debüt im Kaisersaal gibt.
Die sehr virtuos anmutenden Girlanden und Ornamentierungen in Haydns wunderbarer
Sonate Nr. 31 in As-Dur, welche zur Eröffnung dieses Rezitals dargeboten wird, verhüllen eine
in vielen Werken Haydns versteckte Tiefsinnigkeit und Melancholie, zu der sich kontrastierend
ein unverwechselbarer Humor gesellt.
Eine vollkommen neuartige Klangsprache ist in Debussys »Images II« zu erleben, deren bildhafte
Assoziationen von durch Laub hindurchscheinenden Glockenklängen (»Cloches à
travers les feuilles«) über eine sehnsuchtsvolle Mondszene (»Et la lune descend sur le temple
qui fut«) bis hin zum Wirbel goldener Fische (»Poissons d'or«) reichen und eine sich in viele
diverse Richtungen entwickelnde expressive Dynamik am Beginn des 20. Jahrhunderts
repräsentieren.
Düstere Klänge voller Todesnähe aus Leos Janáceks eigentlich dreisätziger Sonate, deren dritter
Satz vom Komponisten in einem eruptiven Ausbruch der Selbstkritik unwiderruflich verbrannt
wurde, zeigen sich im Werk 1.X.1905 (»Von der Straße«) wie ein Spiegelbild der
gegenwärtigen gesellschaftlichen Eruptionen und Verwerfungen. Die beiden verbleibenden,
ebenfalls vom Komponisten vernichteten und nur durch Zufall noch erhaltenen beiden Sätze
der Sonate stellen ein denkwürdiges und nachdenklich stimmendes Monument der Zeitgeschichte
dar.
Hochkomplexe Tristan-Harmonik aus Wagners Oper »Tristan und Isolde« in der Fassung der
selten gehörten Transkription Zoltán Kocsis' eröffnet die höchst ungewöhnliche zweite Hälfte
des Konzerts.
Liszts düstere und diabolische Chromatik und Explosivität, aber auch Lyrik seiner zweiten Ballade
wird durch zwei ganz besondere Werke eingeleitet: Neben der Uraufführung des von
Miku Arizono Ende 2020 fertiggestellten Werks »Kizashi« («Vorbote«) wird der Zuhörer mit
Haus der Kultur Freiburg e.V. | Untere Lindenstr. 3 | 79238 Ehrenkirchen | www.hausderkultur.com
der Eigenkomposition »Meguru« (»Wirbel«) ein sehr vielschichtiges und hochkomplexes
Klanggemälde erleben, welches der sich bei Liszt und Wagner bereits andeutenden Auflösung
konventioneller Tonalität Rechnung trägt und sich in Eruptionen und Polyrhythmik eines
neuen Ausdrucks Bahn bricht.
Mit der Transkription Franz Liszts von «Isoldes Liebestod« aus «Tristan und Isolde« schließt
sich der thematisch dunkle Kreis des Rezitals mit dem Tod als einzigen Ausweg aus dem
(Liebes-) Leid und als Erlösung. Eine Musik, die im Spiegel der aktuellen Ereignisse so (system-)
relevant erscheint wie nie zuvor.
In einer beispiellosen Zeit, in der das kulturelle Leben nahezu vollkommen zum Erliegen gekommen
ist, ist es dem Verein Haus der Kultur Freiburg ein Herzensanliegen, das kulturelle
Leben in Freiburg im wahrsten Sinne des Wortes wiederzubeleben und mit Miku Arizono
(*1993) eine junge Nachwuchspianistin auf Spitzenniveau vorzustellen, die in Freiburg lebt
und wirkt.
MIKU ARIZONO - Klavier, Komposition
Geboren 1993 in Tokio (Japan) erhielt Miku Arizono von 2013 bis 2019 ihre fundierte pianistische
und kompositorische Ausbildung an der Senzoku Gakuen Musikhochschule in Kawasaki
(Japan). Wichtige Mentor*innen und Lehrmeister*innen waren unter anderem Professor Shinji
Urakabe und Professorin Emiko Harimoto. Weitere bedeutende kompositorische Impulse
erhielt sie von der renommierten Komponistin Masa Matsuura.
Miku Arizono ist spezialisiert auf hochwertige, innovative Programme außerhalb des sogenannten
»Mainstreams« und ist in ihren Konzerten immer wieder auch mit eigenen Kompositionen
zu erleben. Zu ihren größten Erfolgen zählen der dritte Preis beim 8. Arthur Lepthien
Klavierwettbewerb 2019 in Freiburg und der erste Preis im Januar 2020 beim internationalen
Klavierwettbewerb in Livorno (Italien). Bei beiden Wettbewerben wurde sie zusätzlich mit
Sonderpreisen für ihre eigenen Werke ausgezeichnet.
Derzeit studiert Miku Arizono bei Professor Gilead Mishory im Fach Konzertexamen Klavier
an der Musikhochschule Freiburg.
Haus der Kultur Freiburg e.V.
Das Haus der Kultur Freiburg e.V. ist ein als gemeinnützig eingetragener Kunst- und Musikverein
mit Sitz in Freiburg und Verwaltung in Ehrenkirchen (Offnadingen). Hervorgegangen ist
der Verein aus einer im rheinland-pfälzischen Ramersbach veranstalteten Hauskonzertreihe.
Der Kunstbegriff umfasst dabei neben Musik auch Literatur, szenische Künste und Malerei.
Erwachsen aus einem kleinen Kern von begeisterten Musikern steht die europäische Kunstmusik
zwischen Barock und Moderne im Mittelpunkt der Konzerte. Jedoch versteht sich das
Haus der Kultur auch als integrativer Bestandteil eines dynamischen Prozesses des Erlebens
und Kreierens von Kunst und beschränkt sich hinsichtlich seiner Ausrichtung nicht nur auf die
europäische Klassik, sondern bietet auch der Weltmusik immer wieder ein Podium. Überdies
versucht das Haus der Kultur Freiburg, die im Europa des 19. Jahrhunderts bedeutende und
heutzutage immer mehr in Vergessenheit geratene Tradition der intimeren Salon- und Haus-
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konzerte wieder aufleben zu lassen. Als offene Begegnungsstätte für die Kunst steht das Haus
der Kultur aber auch abseits von Konzertterminen jedem offen, der sich austauschen möchte
oder Fragen hat, der Anregungen geben oder Teil eines dynamischen Prozesses werden
möchte.
www.hausderkultur.com
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Mi, 12. Mai 2021 um 12:36 Uhr

  • Münsterplatz 24
  • 79098 Freiburg im Breisgau
  • Tel.: 0761 3881133

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