Kunst

Wilhelm Loth

Figuration 1949-1989

Wann
Fr, 7. Mai 2021, 10:00 - 18:00 Uhr
Weitere Termine
Wo oder WAS
Karlsruhe
Städtische Galerie im Lichthof

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Wilhelm Loth. Figuration 1949-1989 (13.3.-12.9.2021)

Wilhelm Loth
Figuration 1949-1989

13. März bis 12. September 2021

Wilhelm Loth, einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit, schuf im Laufe von fünf Jahrzehnten ein umfangreiches und unverwechselbares OEuvre, in dessen Zentrum der weibliche Körper als Torso steht. Im Spannungsfeld zwischen Abstraktion und individueller Körperlichkeit, dabei frei von erzählerischen Intentionen, entwickelte er ein künstlerisches Werk, das sich ausschließlich auf die Präsenz des Körpers, vor allem auf den weiblichen Körper konzentriert. Kontinuierlich war er damit beschäftigt, das Menschenbild seiner von großen gesellschaftlichen Umbrüchen geprägten Zeit auf seine Weise zu erfassen. Zeichnend, malend, fotografierend und vor allem modellierend formulierte er ein zeitgemäßes Bild des Weiblichen, das von einem veränderten, gestärkten Selbstverständnis der Frauen und einer neuen, freieren Geschlechterbeziehung zeugt.

Der 1920 in Darmstadt geborene und dort ausgebildete Künstler hatte bereits beachtliche Erfolge aufzuweisen, als er 1958 zum Leiter einer neu eingerichteten Bildhauerklasse an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe berufen wurde. Neben seinem künstlerischen Schaffen und seiner regen Ausstellungstätigkeit - bereits 1964 erfolgte mit der Einladung zur documenta 3 in Kassel der Durchbruch zur internationalen Anerkennung - lehrte er nahezu drei Jahrzehnte lang in Karlsruhe.

Loths umfassendes zeichnerisches OEuvre belegt, dass er sich während seines gesamten Schaffens intensiv dem Arbeiten auf Papier widmete. Zudem beschäftigte er sich bereits um 1950 mit den Drucktechniken Holzschnitt, Lithografie und Radierung, wobei er den Holzschnitt rasch weitgehend aufgab. In der Lithografie nutzt Loth die Möglichkeit auf dem Stein gleichzeitig mit Feder und Pinsel arbeiten zu können. Seine spontane, emotionale Handschrift, die er auf dem Papier entwickelte, konnte er so unmittelbar in diese Drucktechnik übertragen. In der Radierung formulierte Loth in den 1970er-Jahren eine charakteristische Sprache. Hatte er zuvor Flächen in intensiven, gekreuzten Strichlagen geschwärzt, legte er nun dichte, gleich-gerichtete Schraffuren an, mit denen er die Körperformen sanft modellierte.
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Do, 06. Mai 2021 um 08:04 Uhr

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