Ort: im Rundofen Zell Vernissage: 31.07.2026 um 18.30 Begrüßung: Bürgermeister Günter Pfundstein Laudation: Franz-Josef Held-Kunstakademie Lahr Musikalischer Rahmen: Niklas Bohnert Ausstellungsdauer: vom 31.07. bis zum 14.08.2026 Öffnungszeiten Rundofen: Do. Fr. So- jeweils von 14 bis 17 Uhr Der Eintritt ist Freitag
Gezeigte Werke: Retrospektive mit aktuellen Aquarellen, Acrylbildern und Werken aus dem Fundus anlässlich des 85. Geburtstags des Künstlers.
Ein Geschenk an die Stadt: Roland Mauch feiert 85. Geburtstag mit großer Retrospektive im Zeller Rundofen Zell am Harmersbach.
Es ist ein besonderes Geschenk, das der Zeller Künstler Roland Mauch den Bürgerinnen und Bürgern seiner Heimatstadt und allen Kunstbegeisterten der Region zu seinem 85. Geburts-tag macht: Vom 31. Juli bis zum 14. August 2026 lädt er zu einer umfassenden Retrospektive in den historischen Rundofen in Zell ein. Die Ausstellung zeigt sowohl aktuelle Aquarell- und Acrylbilder als auch ausgewählte Werke aus seinem jahrzehntelangen künstlerischen Fundus. Es ist Mauchs erste große Ausstellung seit seiner Werkschau zum 80. Geburtstag im Zeller Kulturzentrum.
Vom Entwurf zur Leinwand: Ein Leben für Form und Farbe Der 1941 in Emmendingen geborene Roland Mauch fand über die Architektur zur freien Kunst. Nach seinem Studium der Hochbautechnik arbeitete er für verschiedene Architektur-büros und war von 1989 bis 2001 als Projektmanager und Planer bei der Wohnbau Schwarz-wald AG (ehemals Zeller Wohnbau AG) tätig. Doch die Leidenschaft für die Malerei beglei-tete ihn stets. Er vertiefte sein Wissen bei Sommerakademien mit dem Schwerpunkt Aquarell und begann 1998 ein Studium an der Akademie für bildende Kunst in Lahr, das er 2003 erfolgreich abschloss. Seitdem arbeitet er als freischaffender Künstler in seinem Zeller Atelier in der Fabrikstraße. Zahlreiche Studienaufenthalte prägten sein Schaffen. Reisen führten ihn nach Helsinki, Kuusamo, Oulu, Tallinn, Glastonbury, Stonehenge, Reykjavik, in die Toskana sowie nach Marokko und Kamerun. Die dort gesammelten Eindrücke fließen direkt in seine ausdrucksstarken Werke ein.
Die unsichtbare Energie der Farben Roland Mauchs Arbeiten zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Dynamik und Spontanität aus. Er nutzt Acryl, Gouache und bevorzugt Aquarellfarben. Durch das mutige Überlagern von Primärfarben auf der Leinwand entstehen leuchtende Sekundärfarben, die in reduzierten Formen miteinander verschmelzen.
Ein besonderer Aspekt seiner Arbeit ist die Verbindung von Kunst und Radioästhesie – der Lehre von Strahlenwirkungen auf Organismen –, mit der er sich seit 2001 intensiv beschäf-tigt. Diese Sensibilität für feinstoffliche Energien ist in seinen Bildern spürbar. Seine Werke strahlen eine hohe, fast physisch greifbare Energie aus.
„Kunst macht das Unsichtbare sichtbar“, zitierte schon Paul Klee. Mauch greift diesen Gedanken auf: Seine Inspiration schöpft er aus der Natur und den lichtdurchfluteten Wäldern und Landschaften.Dabei geht es ihm nicht um das bloße Abbilden der Realität, sondern darum, die Atmosphäre und die Schwingung des Augenblicks einzufangen. Im kreativen, oft kraftraubenden Prozess des Malens lässt er Realität, Phantasie und Emotionen zu einer harmonischen Einheit verschmelzen.
Einladung zum Dialog und zum Träumen Mauch lädt die Betrachter ein, sich auf ein tiefes Seherlebnis einzulassen. Auf den ersten Blick zeigt sich Vertrautes, doch auf den zweiten Blick gleitet das Motiv oft in eine Metaebene ab – es beginnt eine Metamorphose, die das Unterbewusstsein anspricht.
Da Farben physikalisch gesehen Lichtwellen und damit Energie sind, wirken sie direkt auf den menschlichen Körper und Geist.
Die Ausstellung im Rundofen bietet die Gelegenheit, diese energetische Wirkung selbst zu erleben und mit dem Künstler ins Gespräch zu kommen.