Tristan Marquardt & Andreas Töpfer: katalog der kataloge Moderation: Martin Bruch
Kataloge über Freundschaft und Liebe, Leere, Licht und Schlaf, über erstaunliche Redensarten und Formen von Lügen sowie Listen im Alltag kaum gebräuchlicher, aber durchaus alltagstauglicher Wörter. In diesem kongenialen Künstlerbuch treten Worte von Tristan Marquardt und Zeichnungen von Andreas Töpfer in einen poetischen Dialog - auf der Suche nach einer neuen Sprache, um die Welt zu beschreiben. Der „katalog der kataloge“ (kookbooks, 2026) präsentiert eine inspirierend kluge, witzige und pointierte Ordnung von Gefühlen, Dingen und Phänomenen. Verbunden sind die zwei Wort- und Bildartisten seit Tristan Marquardts Gedichtbänden „das amortisiert sich nicht“ (2013) und „scrollen in tiefsee“ (2018), beide erschienen im Verlag kookbooks, den der freie Grafikdesigner, Illustrator und Zeichner Andreas Töpfer 2003 mit Daniela Seel gründete. Beim Literaturgespräch wird Töpfer live zu Marquardts Lesung zeichnen.
In ihrer tollkühnen Überschreibung (Suhrkamp, 2026) holt Heike Geißler Heinrich von Kleists rachsüchtigen Pferdehändler Michael Kohlhaas aus dem 16. Jahrhundert in die Gegenwart und macht aus ihm die aufbäumende Friedhofsverwalterin Michaela. Befeuert von erfahrener Willkür und Ohnmacht, wird sie zur Aufsässigen und zieht in einen gnadenlosen Rachefeldzug gegen all die Gierigen und Unbarmherzigen. Wo Michael Kohlhaas mordet und brandschatzt, legt sie ihre Stadt mit der bloßen Kraft ihrer Worte und Gedanken in Schutt und Asche: Zuspitzung, Übertreibung, Sabotage und Show sind ihre Waffen. Als Bürgerin, die weder Regeln noch einer Obrigkeit Beachtung schenkt, wird sie zu einer Wahnsinnigen erklärt. Doch sobald sie den Widerstand entfacht hat, breitet er sich unaufhaltsam aus. Ihr Ziel ist kein geringeres als eine neue Zusammensetzung der Welt. „Heike Geißler schreibt die rasanteste, lebendigste Widerstandsprosa der deutschen Gegenwartsliteratur“, urteilt die FAZ. Über ihre zärtliche, stinkende, schimpfende, liebende Heldin spricht sie mit ihrer Schriftstellerkollegin Annette Pehnt.
Radka Denemarková: „Schokoladenblut“ Moderation: Thomas Geiger
Förderer: Kulturamt der Stadt Freiburg, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, Guzzoni-Federer-Stiftung, Deutsche Pfandbriefbank Kooperationspartner: Theater im Marienbad, Buchhandlung jos fritz Kulturpartner: SWR Kultur