Vortrag & Lesung

Neuronale Netzwerke für Überlebensinstinkte

Freiburg im Breisgau Institut für Biologie III Großer Hörsaal
Mo, •

Beschreibung

Vanessa Stempel (Max-Planck-Institut Hirnforschung, Frankfurt) Quelle: Veranstalter
Das Bernstein Center Freiburg und die Fakultät für Biologie laden im Wintersemester 2026/27 wieder zu spannenden Fragen, kreativen Ansätzen und praxisbezogenen Methoden rund um das Thema Neurowissenschaften ein. Herausragende Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus ganz Deutschland werden jeweils aus Sicht ihrer Disziplin anschaulich und verständlich über ihre Forschung berichten.

Angesprochen wird ein Publikum mit Interesse an den aktuellen Themen der Hirnforschung. Nach einem etwa 40-minütigen Vortrag gibt es Gelegenheit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei.

Instinktverhalten sind angeborene Verhaltensweisen, die für das Überleben von Tieren essentiell sind, und die sie ohne oder nur mit sehr wenig Vorerfahrung ausführen können. Fortpflanzung, Jagd und Verteidigung sind Beispiele von Instinktverhalten, die sich im gesamten Tierreich entwickelt haben, um das Überleben eines Individuums und seiner Nachkommen zu sichern, ohne dass es dafür eines Lernprozesses bedarf.

Dennoch sind diese Verhaltensweisen keine Reflexe, wie oft angenommen, sondern können flexibel an die momentanen Bedürfnisse eines Tieres angepasst werden. Bei Wirbeltieren werden Instinktverhalten von Schaltkreisen im Gehirn gesteuert, die im Laufe der Evolution weitgehend unverändert geblieben sind und stammesgeschichtlich bis zu den frühesten Wirbeltiervorfahren zurückreichen. Das Ziel unserer Forschung ist es, herauszufinden, wie die flexible Verhaltenssteuerung auf der Ebene von neuronalen Schaltkreisen und einzelnen Nervenzellen umgesetzt wird.

Dr. Vanessa Stempel, MPI für Hirnforschung, Frankfurt

https://www.bcf.uni-freiburg.de/ringvorlesung/2026-2027/20260712_stempel

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