Vortrag & Lesung

Wanderwelten

Freiburg im Breisgau Karl-Rahner-Haus
Do,

Beschreibung

Lesung mit José Oliver Quelle: Veranstalter
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung: "Kunst als Brücke- Wo Welten sich begegnen"
José F. Oliver ist als Sohn andalusischer Gastarbeiter 1961 in Hausach im Schwarzwald geboren und mehrsprachig aufgewachsen. Diese Wirklichkeit prägte den Blick nicht nur auf die deutsche Sprache. Mit seinen Essaybänden, »Mein andalusisches Schwarzwalddorf« (Suhrkamp, 2007), »Fremdenzimmer« (weissbooks, 2014) und »In jeden Fluss mündet ein Meer« (Matthes & Seitz, 2023) setzte der Lyriker auch als Erzähler unverkennbare Akzente. Er bewegt sich von jeher in und zwischen verschiedenen Sprachen, Landern, Welten. Fur sein literarisches Schaffen, die »Sprachmagie seiner Verse [...], die ein Alphabet aus Aufbruch und Ankunft deklinieren«(Guy Helminger), wurde er 2021 mit dem Heinrich-Boll-Preisgeehrt und war 2025/26 Stadtschreiber in Bergen Enkheim. Der Lyriker und Essayist liest aus seinen Werken - eine Einladung zur Einkehr ins Innere und Außere des Unterwegsseins oder wie der Romancier Ilija Trojanow es einst formulierte: »ein nomadischer Heimatdichter, der genau weiß, wie erfassbar uns die ganze Welt und wie unverständlich uns das benachbarte Tal erscheinen kann. Das ist das Privileg großer Dichter.«
In den 80er und 90er Jahren wirkte José F.A. Oliver bei der Entwicklung der Partnerschaft zwischen der CAJ der Erzdiözese Freiburg und JOC Perú mit. Er publizierte danach nicht nur einen Lyrikband mit dem Titel »Vater unser in Lima«, sondern gründete mit Freund*innen auch den MANTHOC-Förderverein e.V. in Hausach, der bis zu seiner Auflösung sowohl im Kinzigtal als auch in Peru einige Impulse zu setzen vermochte. Die Erfahrungen dieser Zeit prägen sein Schreiben bis heute.

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