25 Jahre Haus Damasina: Ein Zuhause, „wo man sich nicht erklären muss“ Das Haus Damasina in Schutterwald feiert sein 25-jähriges Bestehen. Seit seiner Eröffnung im Oktober 2001 ist die Einrichtung ein Zuhause für 20 Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung. Am Samstag, 26. September, laden Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende von 13 bis 18 Uhr zu einem Jubiläumsfest ein. Unter dem Motto „Heimat ist dort, wo man sich nicht erklären muss“ wird gemeinsam auf die Geschichte des Hauses zurückgeblickt und zugleich nach vorn geschaut. Besucherinnen und Besucher erwartet ein buntes Miteinander mit Angeboten, kleinen Überraschungen, Zeit für Gespräche und Austausch. Die Ursprünge des Hauses reichen bis in die frühen 1990er-Jahre zurück. Aus der Idee, eine Wohneinrichtung für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung zu schaffen, entstand ein konkretes Projekt des damaligen Spastiker-Vereins. Als Elternverein gelang es ein Wohnheim zu bauen. Nach der Eröffnung waren die Plätze schnell belegt. Der große Bedarf führte bereits zwei Jahre später zum Antrag für eine weitere Einrichtung – das Wohnheim Renchen. „Haus Damasina war von Anfang an ein Ort, an dem Menschen so sein dürfen, wie sie sind“, sagt Nicole Maelger, Hausleitung. „Vielfalt, Teilhabe und gegenseitige Unterstützung sind hier kein Konzept auf dem Papier, sondern gelebter Alltag. Unser Haus lebt durch die Menschen, die hier wohnen, arbeiten, sich engagieren und den Alltag bereichern.“ Über die Jahre hat das Haus Damasina ein unverwechselbares Profil entwickelt. Wohnen, Arbeiten und Therapie können hier miteinander verbunden werden. Die familiäre Atmosphäre, die Begegnungen auf Augenhöhe und die individuelle Begleitung prägen das Haus. Dabei steht jeder Mensch mit seiner eigenen Lebensgeschichte im Mittelpunkt. Diese zu verstehen, ist entscheidend für eine Begleitung, die ein gutes und selbstbestimmtes Leben ermöglicht. „Dass ein solches Leben im Haus gelingt, verdanken wir dem unermüdlichen Einsatz vieler Menschen“, betont Kristin Dornheim, Hausleitung. Mitarbeitende, Angehörige, Vereinsmitglieder, Menschen aus Schutterwald, Spenderinnen und Spender sowie Unterstützende aus nah und fern tragen das Haus seit 25 Jahren mit Ideen, Mut, Herz, Fachwissen, praktischer Hilfe, finanziellen Mitteln und oft auch einfach mit Zeit, einem Lächeln oder einem offenen Ohr. Ein besonderer Dank gilt den Menschen, die den Aufbau des Hauses von Beginn an mitprägten: Mechthild Wiemann, Fides Köhne, Konrad Ritter und Werner Hogenmüller. Sie alle haben das Haus und auch den Verein über Jahrzehnte als ehrenamtliche Vorstände oder als Mitglieder im Vorstandsgremium geprägt. Ebenso waren und sind die Unterstützung der Gemeinde Schutterwald, der früheren Bürgermeister Rudolf Heuberger und Jürgen Oßwald sowie Bürgermeister Martin Holschuh, der Verwaltung und des Gemeinderats von großer Bedeutung. Danken möchte der Verein auch den früheren Hausleitungen, Vorständen, Aufsichtsräten, Vereinsmitgliedern, Angehörigen und allen Spenderinnen, Spendern sowie Unterstützenden. „Dieses Jubiläum ist keine bloße Rückschau“, sagt Wolfgang Dürr, Heimleitung und Vorstand. „Es zeigt, wie Haus Damasina über ein Vierteljahrhundert zu dem geworden ist, was es heute ausmacht: ein Ort zum Leben und zum Miteinandersein, vom Lachen bis zum Weinen. Wir sind stolz auf das Erreichte und neugierig auf die Geschichten, die die Zukunft für unser Haus bereithält.“ Das Jubiläumsfest am Samstag, 25. September, ist ein Dank an alle Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie eine Einladung an die Öffentlichkeit, das Haus Damasina kennenzulernen und mitzufeiern.