Beschreibung

Quelle: Veranstalter
Kreutzersonate – Beethoven · Tolstoj · Janácek

Was kann Musik in einem Menschen auslösen? Kann sie Gefühle wecken, für die es keine Worte gibt – und Kräfte freisetzen, die sich unserer Kontrolle entziehen?

Dieser außergewöhnliche Konzertabend führt durch mehr als ein Jahrhundert Musik und Literatur. Am Anfang steht Ludwig van Beethovens berühmte „Kreutzersonate“ für Violine und Klavier op. 47 – ein Werk von großer Leidenschaft, Energie und dramatischer Spannung.

Fast neunzig Jahre später wird Beethovens Musik zum Ausgangspunkt für Lew Tolstojs gleichnamige Novelle „Die Kreutzersonate“. In seiner Geschichte über Liebe, Begehren, Eifersucht und Gewalt erhält die Musik eine geradezu existentielle Macht.

1923 greift Leoš Janácek Tolstojs Erzählung auf und verwandelt sie erneut in Musik. Sein Streichquartett Nr. 1 „Kreutzersonate“ verdichtet die psychologische Spannung der Novelle zu einer unmittelbar sprechenden, hochemotionalen Klangwelt.

So entsteht eine faszinierende Bewegung zwischen den Künsten: Beethoven wird Literatur – Literatur wird wieder Musik.Die Lesung aus Tolstojs Novelle verbindet die musikalischen Welten und lässt Wort und Klang unmittelbar aufeinander reagieren.

Ein Konzertabend über Liebe und Eifersucht, Nähe und Gewalt – und über die geheimnisvolle Macht der Musik.

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