Vortrag & Lesung

Jüdische Korporationen

Freiburg im Breisgau Verbindungshaus der Burschenschaft Teutonia
Sa, •

Beschreibung

Von der Kaiserzeit bis ins Exil. Johanna Philipp Quelle: Veranstalter
Das Dialogforum Wiehre lädt ein zum Vortrag mit Diskussion „Jüdische Korporationen - Von der Kaiserzeit bis ins Exil“ mit Johanna Philipp am Samstag, 10. Oktober 2026 um 15.30 Uhr (bis ca. 17.45 Uhr) in das Haus der Freiburger Burschenschaft Teutonia, Maria-Theresia-Straße 12, 79102 Freiburg-Wiehre. Der Eintritt ist frei.

Jüdinnen und Juden leben seit der Antike in Europa und damit auch in Deutschland. Im späten Kaiserreich des 19. Jahrhunderts entstanden an deutschsprachigen Universitäten zahlreiche jüdische Studentenverbindungen. Ihre Gründung war nicht allein eine Reaktion auf den zunehmenden Ausschluss jüdischer Studenten aus den bestehenden Korporationen - vielmehr wurden die Verbindungen zu Orten in denen ganz unterschiedliche Vorstellungen von jüdischer Identität, deutscher Zugehörigkeit, Religion und Politik aufeinandertrafen. Es entwickelte sich eine vielfältige, mitunter widersprüchliche Korporationslandschaft. Diese ging nach der NS-Machtübernahme 1933 jäh und gewaltsam unter und wurde durch Flucht und Emigration weltweit zerstreut.

Der Vortrag zeichnet diese unterschiedlichen Verbindungswelten nach und fragt, welche Rolle sie für das jüdische Leben in Deutschland spielten.Dabei führt die Spur auch nach Freiburg: zur Geschichte jüdischer Verbindungen an der Albertina-Ludoviciana und zu ihren Beziehungen zu den heute bestehenden Freiburger Korporationen. Die Referentin Johanna Philipp betätigt sich neben Studium und Promotion der Humanmedizin seit einigen Jahren auf dem Feld der Studentenhistorik mit Fokus auf der Geschichte der jüdischen Verbindungen in Freiburg.

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