Vortrag & Lesung

Zum 200sten Todestag von Johann Peter Hebel

Weil am Rhein Museum am Lindenplatz
Do, •

Beschreibung

Unverhofftes Wiedersehen. Lieder, Kalendergeschichten und Briefe. Uli Führe Quelle: Veranstalter / Foto: Uli Führe
Mit den Vertonungen durch Uli Führe bekommen die Gedichte von Johann Peter Hebel eine neue Unmittelbarkeit. Hebel war ein Mann der Sinnlichkeit. Sein Gedicht vom Zecher wie auch der Allzeit vergnügten Tabakraucher strotzen vor Lebensfreude. Er schrieb gegen Aberglauben und für Toleranz. Seine Naturbeobachtungen (Der Käfer, Die Spinne) vermittelte er so anschaulich, dass selbst Goethe tief von seinen Gedichten beeindruckt war. Führe liest dazwischen immer wieder erhellende Briefstellen, die einen Blick in den Alltag um 1800 bis 1826 bewähren. Das Programm wird bereichert durch einige historische Hebel-Vertonungen von 1835 von dem Ostpreußen Johann Benjamin Groß. Texte wie „Der Wegweiser“ oder „Der Mann im Mond“ offenbaren die Seite des mahnenden Predigers in seinem Werk. Mit Trost und Zufriedenheit schuf er zwei kompakte Poeme, die in ihrer abgeschlossenen Größe höchste Dichtung bezeugen. Und es ist die Wiederbegegnung mit den Kalendergeschichten, die noch bis vor kurzem in vielen Schulbüchern vertreten waren. Diese Geschichten wurden in ihrer sprachlichen Prägnanz stilbildend für viele namhafte Autoren. Hebel war Aufklärer, Theologe, Naturwissenschaftler, Politiker und eben auch Poet. Uli Führe, 1957 in Lörrach geboren, Musikstudium, lebt als Musiker, Komponist und alemannischer Liederpoet in Buchenbach. Viele Veröffentlichungen u.a. Muul uf, Dank Hebel, Himmel us Stei, D’Fledermuus, D’Staumacher; Ikarus, Himmel us Stei Führe erhielt viele Preise, u.a. den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik für seine Mundart- CD Ikarus nach Texten von M.M.Jung, den Kleinkunstpreis Baden-Württemberg, zuletzt erhielt er die Hebelplakete der Gemeinde Hausen und in Lörrach den Alemannenring.

Das Museum öffnet bereits um 18.00, so dass die Sonderausstellung noch besucht werden kann

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