Stefan Wiegandt & Roland Phleps – Stiftung für Konkrete Kunst

Kunst & Museen Stiftung für Konkrete Kunst, Freiburg im Breisgau beendet am 30. August 2026

Beschreibung

Stefan Wiegandt und Roland Phleps Geometrie und Formen in der Stadt 19. Juli bis 30. August 2026

StKK - Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps Pochgasse 73 | 79104 Freiburg-Zähringen | Tel.: 0163-8648127

Ansprechpartner: Dr. Isabelle von Marschall >www.stiftung-konkrete-kunst.org

Sonderprogramm: >Sonntag, 19. Juli 2026, 11.30 Uhr: Vernissage mit Konzert PAS DE DEUX Walter-Michael Vollhardt / Cello und Manuela Glock / Akkordeon im Konzert

Öffnungszeiten: jeden Sonntag, 11.30 bis 16.00 Uhr, Eintritt frei

Bildlegenden: (1) Roland Phleps: Kinetische Skulptur WINDSPIEL (DETAIL) im Stadtgarten Freiburg, 2000, V2A-Stahl, Durchmesser der Kreisringe 124cm., Foto: Stefan Wiegand, 2018. © Stefan Wiegand. (2) Stefan Wiegandt: Ringe. Schewlinstraße Freiburg, 2024, SW-Fotografie, © Stefan Wiegandt.

Die Sommerausstellung der Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps vereint Arbeiten des Stifters mit den Fotografien der Journalisten Stefan Wiegandt, die dieser bei seinen Spaziergängen durch die Stadt Freiburg gemacht hat. Dabei entstand eine Sammlung von Bildern, die geometrische Formen im städtischen Alltag sichtbar machen und den Blick für das Besondere im scheinbar Bedeutungslosen weiten.

Die Konkrete Kunst ist ohne Geometrie nicht denkbar. Sie bildet die zwingende Voraussetzung für die Entstehung von Kunstwerken wie etwa den Stahlskulpturen von Roland Phleps. Im Unterschied zu anderen konkreten Künstlern beschränkte er sich jedoch nicht darauf, geometrische Formen möglichst exakt darzustellen; vielmehr nutzte er gängige geometrische Figuren als „Ausgangsmaterial“ für neue geometrische Kreationen oder „Erfindungen“, wie er seine Werke selbst bezeichnete.

Doch die Geometrie ist nicht allein Grundlage der Konkreten Kunst; sie ist allgegenwärtig und wird dennoch kaum bewusst wahrgenommen. Überall sind wir von Geometrie umgeben, denn alles vom Menschen Geschaffene beruht auf ihr. Besonders deutlich wird dies im städtischen Raum.

Paradoxerweise wirkt die Geometrie nicht einengend: Obwohl sie auf mathematischen Gesetzen basiert und dadurch in ihren Figuren begrenzt erscheinen könnte, zeigt sie sich in einer nahezu grenzenlosen Formenvielfalt – sowohl im Alltag als auch in der Kunst.

Die Fotografien von Stefan Wiegandt machen am Beispiel von Formen in der Stadt Freiburg die Allgegenwart der Geometrie sichtbar und zeigen zugleich auf, wie sie, obwohl niemals zweckfrei, gleichsam „nebenbei“ eine faszinierende Ästhetik entfaltet. Dies kann so weit gehen, dass das geometrische Objekt in den Hintergrund tritt und eine Form verbleibt, die durch ihre Harmonie, vielleicht sogar durch ihre Schönheit, beeindruckt. [Veranstalter]
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