Führungen mit Helen Hodeige, Aktionen für Kinder
Quelle: Veranstalter
Bahnhof Feldberg-Bärental Führungen zum Tag des offenen Denkmals Es gibt Bahnhöfe, an denen man einfach nur umsteigt. Und es gibt Bahnhöfe, die eine Geschichte erzählen, sobald man aus dem Zug tritt. Der Bahnhof Feldberg-Bärental gehört ganz klar zur zweiten Sorte – und am Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, 13. September, lädt er alle von 10 bis 18 Uhr ein, die diese Geschichte hören und sehen wollen. Schon die Lage ist eine kleine Sensation: Mit 967 Metern ist Bärental der höchstgelegene Bahnhof der Dreiseenbahn – jener Strecke, die um 1900 geplant und erst nach dem Ersten Weltkrieg fertig gebaut wurde, um St. Blasien ans Schienennetz anzuschließen. Wer hier ankommt, steht auf dem höchsten Punkt der gesamten DB-Normalspur überhaupt. Man merkt es, wenn man aus dem Zug steigt: Die Luft ist anders, klarer, und der Blick über die Höhen des Hochschwarzwalds macht sofort klar, warum sich der Bau gelohnt hat. Das Gebäude selbst feiert dieses Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Im Jahr 1926 errichtet, ist es ein echtes Schmuckstück des Schwarzwälder Bahnbaus: ein langgestreckter Baukörper mit verschindeltem Erdgeschoss, einem markanten zweigeschossigen Walmdach, einem Dachreiter mit spitzem Helm und einer Turmuhr, die seit fast hundert Jahren die Zeit anzeigt. Wer genau hinschaut, entdeckt noch Originalteile aus der Erbauungszeit – etwa die Bahnsteigverdachung und Einbauten der alten Schalterhalle. Zwischen 2024 und 2026 wurde der Bahnhof denkmalgerecht saniert und mit viel Gespür für seine Geschichte neu belebt. Heute finden sich unter dem alten Dach Ferienwohnungen, eine Gaststätte und Büroräume – ein Beispiel dafür, wie ein Denkmal nicht zum Museum erstarrt, sondern weiterlebt und gebraucht wird. Am Tag des offenen Denkmals öffnet sich das Gebäude für alle, die mehr über seine Geschichte erfahren möchten. Um 11, 13 und 15 Uhr führt Helen Hodeige durch die historische Bahnhofshalle mit ihren erhaltenen Einbauten, durch den restaurierten Gastraum und durch die neue Ferienwohnungen – jeweils rund 40 Minuten, ohne Anmeldung. Treffpunkt ist unter dem Vordach. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, es gibt ein Kinderprogramm, und der Bahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Ein Hinweis für alle, die es betrifft: Der Zugang ist leider nicht barrierefrei.