Vortrag & Lesung

Paul Tillich

Freiburg im Breisgau Gemeindezentrum St. Franziskus
Mi, •

Beschreibung

Der Mut zum Sein. Referent: Prof. Werner Schüssler Quelle: Veranstalter
Bildungswerk Freiburg Wiehre-Günterstal Programm Oktober 2026-Januar 2027. In Zusammenarbeit mit der Bernhard-Welte-Gesellschaft, Freiburg, e.V. Philosophische Ermutigungen zum Leben aus dem Glauben: Begegnungen mit bedeutenden christlichen Theologen und Philosophen des 20. Jahrhunderts. Das 20. Jahrhundert sah den Aufstieg autoritärer und totalitärer politischer Regime, die zumeist durch einen aggressiven Atheismus geprägt waren. Seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts breiteten sich bei den Intellektuellen inner- und außerhalb der Universitäten westlicher Länder neomarxistische Ideologien und psychoanalytisch fundierte Weltanschauungen aus, die sich nicht zuletzt durch eine radikale Kritik des Christentums hervortaten. Umso wichtiger wurden für alle Christen, die ihrem Glauben treu bleiben wollten, Philosophen, die sich in kompetenter Auseinandersetzung mit diesen Strömungen um den Aufweis der bleibenden Glaubwürdigkeit christlicher Grundüberzeugungen bemühten. Vier von diesen Denkern, die uns auch im 21. Jahrhundert für ein vertieftes Verständnis der existentiellen und der gesellschaftlichen Bedeutsamkeit des christlichen Glaubens hilfreich sein können, sollen in dieser Vortragsreihe vorgestellt werden. „Der Mut zum Sein“ (engl.: „The Courage to Be“) von 1952 ist ohne Zweifel die bekannteste Schrift des großen deutsch-amerikanischen evangelischen Theologen und Philosophen Paul Tillich (1886-1965). Das Buch war unter anderem aufgelistet unter „The 100 Best Spiritual Books of the Century“, und bereits in Tillichs Todesjahr erschien die 25. Auflage. Mit diesem Werk, das ihn in den USA schlagartig bekannt machte, traf Tillich den Nerv der Zeit, denn die Grunderfahrung, von der er hier ausgeht, ist die Nichtigkeitserfahrung, die die Menschen in der westlichen Welt nach zwei Weltkriegen und nach dem Zerbrechen aller tragenden Traditionen und Wertsysteme gemacht haben. Dieser Sinnkrise entspricht die Grundstimmung der Angst. Um diese überwinden zu können, braucht es Mut. Die Quelle des Mutes zum Sein, der allein die Sinnangst zu verarbeiten in der Lage ist, findet Tillich in der Macht des „Sein selbst“, in dem „Gott über Gott“. Auch nach mehr als 70 Jahren ist dieser „Bestseller“ aktueller denn je, befindet sich die Menschheit doch auch heute in den verschiedensten Krisen, die ihr Sein zu bedrohen scheinen. Im Anschluss an die Veranstaltungen besteht bei einem Umtrunk im Foyer die Möglichkeit zu individuellem Austausch. Prof. Dr. Dr. Werner Schüssler (Kath. Theol. Fakultät der Universität Trier, Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Paul-Tillich-Gesellschaft). Eintritt frei! Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

Empfehlungen

Mehr