Between Stripes
Quelle: Veranstalter
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Foto: Helga Weihs
Helga Weihs BETWEEN STRIPES 13. September bis 8. November 2026
StKK - Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps Pochgasse 73 | 79104 Freiburg-Zähringen | Tel.: 0163-8648127A
Ansprechpartner: Dr. Isabelle von Marschall >www.stiftung-konkrete-kunst.org
Sonderprogramm:
>Sonntag, 13. September 2026, 11.30 Uhr: Vernissage mit Künstlergespräch und musikalischer Begleitung Duo BUT FIVE Nina Brackrock, Tenorsax, Vocal, Piano und Philipp Pöhlert-Brackrock, Trompete, Posaune, Gitarre, Bass
>Freitag, 18. September 2026, 18.00 bis 22.00 Uhr: nocturne >Sonntag, 8. Novemb er 2026, 11.30 Uhr: Finissage mit Konzert Carola Bauckholt, Komposition und Nurit Stark, Violine Öffnungszeiten: jeden Sonntag, 11.30 bis 16.00 Uhr, Eintritt frei
Die Künstlerin vollendet mit dieser Ausstellung die Jahresreihe „do you want it black or white?“ 2026 in der Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps. Mit ihren großformatigen Holzarbeiten öffnet Helga Weihs Räume, in denen Licht und Schatten, Offenheit und Verschlossenheit einander begegnen.
Im Zentrum steht die Arbeit „Rebuild“, die seit 2016 in immer neuen Konstellationen entsteht. Hier spiegelt sich der Ausstellungsraum – nicht als geschlossene Wand, sondern als übereinandergeschichtete Holzlatten, durch die Licht hindurchfließt. Begrenzungen werden durchlässig, Räume transparent, und das Gewohnte erscheint neu und fragil.
Innen und Außen, Positiv und Negativ, Hell und Dunkel – diese Gegensätze durchziehen Helga Weihs’ Werk. Leisten und Platten werden nebeneinander und übereinander zu Boden- und Wandarbeiten arrangiert, aus denen Streifen, Öffnungen und filigrane Strukturen entstehen. Besucherinnen und Besucher können diesen engen Zwischenraum teilweise betreten, die Linien und Schatten umschreiten, das Licht zwischen den Latten erleben und so Teil der Arbeit werden.
Raum wird bei Helga Weihs durch die Gegenüberstellung von Durchlässigkeit und Offenheit, Hell und Dunkel zur Erfahrung jenseits von geschlossenen Einheiten. Vielmehr wird Raum zur Möglichkeit immer auch über diesen hinweg zu denken, das „dahinter und darüber hinaus“ zu entdecken. Sie bricht hier mit einem statischen Raumverständnis, um dieses zu einem Erfahrungsraum zu gestalten, der immer wieder neu gedacht und hinterfragt werden kann. Offenheit und Verschlossenheit sind die Auslöser dieses Raumkonzeptes. Sie geben den räumlichen Rahmen vor und öffnen diesen zugleich für das Dahinter. --- HELGA WEIHS (*1952 in Schwalefeld / Waldeck) lebt und arbeitet in Köln. Sie studierte an der Fachhochschule Kunst und Design (FHKD) Köln bei Pravoslav Sovák und Film bei Claudia von Alemann an der Fachhochschule Dortmund. Helga Weihs ist Mitbegründerin der Künstlerhaus Dortmund. Stipendien und Künstlerprojekte führten sie nach Israel (1997 und 1998), China (1996, 1997) und Japan (2007). Ihre Arbeiten hat sie in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter 2025 im Kloster Wedinghausen, Arnsberg zusammen mit der Sammlung Schroth, in der Staatlichen Kunsthalle Darmstadt (2022 und 2021), in Schloss Güstrow - Staatliches Museum Schwerin 2010. Außerdem hat sie mehrfach im Vasarely Museum Budapest etwa in den Jahren 2022, 2021, 2018 und 2013 ausgestellt.
Zur Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps (StKK) Die Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps wurde im Jahr 1997 gegründet. Seit 1999 hat sie mit der Stiftungshalle in Zähringen einen eigenständigen Ausstellungsraum. Hier setzt sie die Ziele der Stiftung um: die Förderung der Grundgedanken der Konkreten und Konstruktiven Kunst durch Ausstellungen und die Konservierung wie auch Präsentation des Oeuvres des Stifters, dem Mediziner und Künstler Roland Phleps (1924-2020).
Rahmenprogramm: >Sonntag, 13. September 2026, 11.30 Uhr: Vernissage mit Künstlergespräch und musikalischer Begleitung Duo BUT FIVE Nina Brackrock, Tenorsax, Vocal, Piano und Philipp Pöhlert-Brackrock, Trompete, Posaune, Gitarre, Bass
Im Rahmen der Vernissage führt die Kuratorin Isabelle von Marschall in einem Künstlergespräch mit Helga Weihs in die Ausstellung und ihr vielschichtiges Werk ein. Begleitet wird die Eröffnung von dem Duo BUT FIVE. Nina Brackrock (Tenorsaxofon, Gesang, Klavier) und Philipp Pöhlert-Brackrock (Trompete, Posaune, Gitarre, Bass) verbinden klassischen Jazz, Bossa Nova und Lovesongs zu einem ebenso atmosphärischen wie fein nuancierten Programm.
>Sonntag, 8. November 2026, 11.30 Uhr: Finissage mit Konzert / Musikperformance?
Carola Bauckholt, Komposition und Nurit Stark, Violine
Anlässlich der Finissage der Ausstellungsreihe „Do you want it black or white?“ wird die international renommierte Violonistin Nurit Stark, Kompositionen von Carola Bauckholt interpretieren, die diese speziell für die Stiftungshalle ausgesucht hat: „Luftgeister“ aus dem Jahr 2025 für Violine und „Doppelbelichtung“ für Violine und Samples aus dem Jahr 2016.
Carola Bauckholt (*1959) zählt zu den prägenden Stimmen der zeitgenössischen Musik. In ihren Kompositionen erforscht sie die Grenzen zwischen Klang und Geräusch. Sie verbindet musikalische, performative und räumliche Elemente zu eigenständigen Hörerfahrungen. Für ihr Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet und international in Portraitkonzerten gewürdigt. Seit 2015 ist sie Professorin für Komposition mit Schwerpunkt zeitgenössisches Musiktheater an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz und seit 2021 Direktorin der Sektion Musik der Akademie der Künste in Berlin.
Die international renommierte Violinistin Nurit Stark (*1979) zählt zu den profiliertesten Interpretinnen zeitgenössischer Musik. Als Solistin, Kammermusikerin und Konzertmeisterin arbeitete sie unter anderem mit dem Mahler Chamber Orchestra, dem Orchestre de Chambre de Lausanne sowie dem Ensemble Recherche zusammen. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit liegt in der Verbindung von Musik und Theater. So wirkte sie in Musiktheaterproduktionen wie „Die Heimkehr des Odysseus“ und „Das wohltemperierte Klavier“ in der Regie von David Marton an der Schaubühne Berlin mit und war an weiteren interdisziplinären Bühnenprojekten am Burgtheater Wien und am Théâtre de Bobigny in Paris beteiligt. Seit 2019 ist Nurit Stark Professorin für Violine an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.