Orgelkonzert mit Björn Sólbergsson. Werke von Vierne, Leifs, Grímsdóttir
Quelle: Veranstalter
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Foto: Basel Münster
Björn Steinar Sólbergsson (Hallgrímskirkja in Reykjavík) spielt Werke von Louis Vierne und isländischen Meistern wie Jón Leifs, Páll Ísólfsson, Bára Grímsdóttir, Daníel Þorsteinsson.
Das Programm wird von Werken von Louis Vierne eingerahmt, dem Organisten von Notre-Dame de Paris und einer der grössten Persönlichkeiten der Orgelgeschichte. „Hymne au Soleil“ und „Carillion de Westminster“ stammen aus seinen Stücksammlungen, die er „Pièces de fantaisie“ nannte. Sie entstanden kurz nach einer äußerst erfolgreichen Tournee durch die USA, und einige sind amerikanischen Organisten und Orgelbauern gewidmet. „Hymne au Soleil“ ist eine kraftvolle Ode an die Sonne, und „Carillon de Westminster“ basiert auf dem Thema der Glocken der Westminster Abbey und zählt zu seinen berühmtesten Werken.
Jón Leifs und Páll Ísólfsson sind beide Schlüsselfiguren der isländischen Musikgeschichte. Beide studierten in Leipzig, schlugen jedoch sehr unterschiedliche Wege ein. Jón Leifs sammelte isländische Volkslieder und nutzte sie – wie Bartók und Grieg – als Inspiration für seine Kompositionen. Die „Isländischen Tänze“ – „Rímnadansar“ – sind Tanzsuiten, die auf isländischen Volksliedern basieren und eine starke Verbindung zur rauen, aber auch wunderschönen isländischen Natur aufweisen.
Bára Grímsdóttir ist als Komponistin, Lehrerin und Interpretin sehr aktiv. Sie hat zahlreiche Werke für Chor geschrieben, und „Sálmurinn um Maríu mey“ wurde ursprünglich für gemischten Chor komponiert. Es handelt sich um einen fröhlichen Tanz der Jungfrau Maria.
Daníel Þorsteinsson ist Komponist, Pianist und Chorleiter. Er schrieb seine „Fantasía über ‚Gefðu að móðurmálið mitt‘“ für Björn Steinar Sólbergsson und die Hallgrímskirkja im Jahr 2024, als die Kirche ihr 350-jähriges Bestehen feierte, in Gedenken an Hallgrímur Pétursson, Priester und Dichter. „Gefðu að móðurmálið mitt“ ist ein Vers aus Hallgrímur Péturssons „Hymnen der Leidenschaft“, einem monumentalen Werk im religiösen Leben Islands.
Páll Ísólfsson war Domorganist sowie Gründer und Leiter der Musikschule von Reykjavík. Er war zudem als Komponist tätig und schrieb Musik für Orgel, Klavier, Orchester und Chor. Viele seiner Lieder für Gesang und Klavier wurden bei den Isländern sehr beliebt.
Björn Steinar Sólbergsson, Organist und Musikdirektor der Hallgrímskirkja in Reykjavík, wurde 1961 in Akranes im Westen Islands geboren. 1981 schloss er sein Studium an der Nationalen Kirchlichen Musikschule mit dem Hauptfach Orgel ab, bevor in Rom bei James E. Goëttsche studierte. Anschliessend studierte er bei Susan Landale am Conservatoire National de Musique de Rueil Malmaison (1986 den Prix de Virtuosité). Im gleichen Jahr Ernennung zum Organisten der Kirche von Akureyri im Norden Islands ernannt. 2006 Ernennung zum Organisten der Hallgrímskirche in Reykjavík. Ausserdem unterrichtet er Orgel an der Nationalen Kirchlichen Musikschule in Reykjavík und an der Isländischen Universität der Künste.
Björn Steinar spielt Orgelmusik aus allen Epochen sowie isländische Orgelmusik und Bearbeitungen skandinavischer Volkslieder und -tänze. Seine Aufnahmen von Orgel- und Chormusik sind auf mehreren CDs erschienen und wurden im isländischen Staatsradio und -fernsehen ausgestrahlt. Er erhielt 1999 den DV-Kulturpreis, 2001 den isländischen Optimismus-Preis und wurde 2002 zum „Künstler des Jahres von Akureyri“ gekürt. Außerdem erhielt er 1999 und 2015 ein staatliches Künstlerhonorar. Er konzertiert in ganz Europa, in den USA, Kanada und allen skandinavischen Ländern gegeben und ist als Solist mit dem Isländischen Sinfonieorchester, dem Kammerorchester Akureyri, dem Stavanger-Sinfonieorchester und dem Cleveland Institute of Music.