Vorträge und Lesungen

Anti Opfer: warum wir Verletzlichkeit verachten

Buchvorstellung & Gespräch mit Alice Hasters, Berlin | Im Rahmen der Reihe "Zwischen/Zeiten: 250 Jahre USA"

Wann
Di, 23. Juni 2026, 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr
Wo oder WAS
Freiburg
Universität, KG I, Hörsaal 1119
Hörsaal 1199
»Opfer« - einst ein Begriff für erlittenes Unrecht, heute eine verbale Allzweckwaffe. In Bundestagsdebatten und am Abendbrottisch wird das Wort zum Vorwurf: Wer jammert, stört die Harmonie; wer Sensibilität zeigt, gilt als elitär. Zum Abschluss unserer Reihe »Zwischen/Zeiten« analysiert die vielfach preisgekrönte Publizistin Alice Hasters diesen gefährlichen kulturellen Wandel. Warum feiern wir das »Recht des Stärkeren« plötzlich wieder als authentisch, während Verletzlichkeit zum Makel degradiert wird? Hasters seziert mit produktiver intellektueller Unruhe, wie dieser neue Kult der Härte den Boden für autoritäre Herrschaft bereitet. Paradoxerweise kreieren gerade diese Systeme ihre eigenen »Opfer« - ob die »bedrohte Kultur« oder den »gefährdeten Wohlstand« -, um ihre Ausgrenzung zu legitimieren. Alice Hasters hält die Widersprüche unserer Gegenwart aus und setzt der Spaltung die politische Kraft der Verbundenheit entgegen. Wir denken mit ihr über eine Gesellschaft am Kipppunkt nach und stellen gemeinsam mit der bundesweit bekannten Bestseller-Autorin die dringende Frage, wie wir die Empathie als politische Stärke zurückgewinnen. Veranstaltungssprache: Deutsch
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Fr, 20. März 2026 um 16:49 Uhr

  • Platz der Universität 3
  • 79098 Freiburg im Breisgau

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