Klassik

Antonín Dvorák, 9. Sinfonie - „Aus der Neuen Welt“ sowie P. Tschaikowski, „Romeo und Julia“ - Ouvertüre in Stuttgart

Wann
Mi, 23. Dezember 2026, 20:00 Uhr
Wo oder WAS
Stuttgart
Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle
Vorverkauf
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Veranstalter
Point Event GmbH
Die 9. Sinfonie Antonín Dvoráks trägt den Namen Aus der Neuen Welt , da sie von Dvoráks dreijährigem Amerika-Aufenthalt inspiriert wurde. Sie wurde zu Lebzeiten des Künstlers als seine 5. Sinfonie bekannt und zählt heutzutage zu seinen beliebtesten und meistgespielten Orchesterwerken.
Als Antonín Dvorák 1892 amerikanischen Boden betrat, um der Berufung zum Direktor des National Conservatory of Music of America Folge zu leisten, war er bereits ein weltbekannter Komponist. Es war daher nicht verwunderlich, dass Jeannette Thurber, die US-amerikanische Mäzenin und Mitbegründerin des New Yorker Instituts, ihm diesen lukrativen und prestigeträchtigen Posten anbot.
Mit der 9. Sinfonie, die während seines dreijährigen Amerika-Aufenthaltes entstand, schuf Dvorák sein wohl populärstes sinfonisches Werk. Obwohl er als Dirigent und Lehrer die Aufgabe übernommen hatte, eine junge Musikergeneration heranzubilden, die einen national-amerikanischen Musikstil entwickeln sollte, ist seine 9. Sinfonie keinesfalls amerikanische Musik. In einem Zeitungsinterview erklärte er seine Vorgehensweise:
»Ich studierte sorgfältig eine gewisse Zahl Indianischer Melodien, die mir ein Freund gab, und wurde gänzlich durchtränkt von ihren Eigenschaften - vielmehr ihrem Geiste. Diesen Geist habe ich in meiner neuen Sinfonie zu reproduzieren versucht, ohne die Melodien tatsächlich zu verwenden. Ich habe schlichtweg originäre Themen geschrieben, welche die Eigenheiten der Indianischen Musik verkörpern, und mit den Mitteln moderner Rhythmen, Harmonie, Kontrapunkt und orchestraler Farbe entwickelt. [...]
Nun, ich stellte fest, dass die Musik der Schwarzen und die der Indianer praktisch identisch war.« - ANTONÍN DVORÁK[1]
Das Werk offenbart, dass Dvoráks Kenntnis authentischer Musik der Indigenen Völker und Schwarzen nicht sehr tiefgehend gewesen sein kann. Gewisse Einflüsse sind aber dennoch erkennbar: Rhythmisch fallen insbesondere die für Spirituals typischen Synkopen im Haupt- und zweiten Seitenthema des Kopfsatzes auf. Der zweite, ursprünglich als Legende konzipierte Satz verarbeitet in beinahe programmatischer Manier Henry Longfellows Dichtung über Hiawatha. Die elegische Englischhorn-Melodie basiert auf der Skala der Pentatonik, was für die Musik der Indianer durchaus charakteristisch war. Daneben zeigt sich allerdings unverkennbar der böhmische Musiker mit seiner in der heimatlichen Volksmusik verwurzelten Tonsprache, so z. B. beim gemütvollen Ländler des Scherzo-Trios.
Die Themen der Ecksätze sind kurz und prägnant und der oben erwähnten Grundkonzeption zyklisch untergeordnet: Das Hauptthema des 1. Satzes erscheint in allen folgenden Sätzen und im Finale werden ebenso die Hauptthemen des 2. und 3. Satzes andeutungsweise aufgenommen.

Musikalische LeitungMARTIN PESCHIK
NORDBÖHMISCHES SYMPHONIE ORCHESTER

1. Teil
Bedrich SmetanaMEIN VATERLANDSpieldauer
Vysehrad 16 Min.
Vltava (Die Moldau)12 Min.

P.I. TschaikowskyROMEO UND JULIA
Fantasie Ouvertüre22 Min.
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Mo, 30. März 2026 um 11:41 Uhr

  • Berlinerplatz 1-3
  • 70199 Stuttgart

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